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Amazon stellt Alexa-Führung nach High-End-Tablet-Launch neu auf

Einen Tag nach der Vorstellung neuer Alexa-Tablets bestätigt Amazon einen Führungswechsel in seiner Sprachassistenten-Sparte.

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Amazon stellt Alexa-Führung nach High-End-Tablet-Launch neu auf

Amazon hat personelle Veränderungen in der Führungsebene seiner Alexa-Sparte bestätigt. Die Ankündigung erfolgte am Freitag, den 9. Oktober – nur einen Tag, nachdem das Unternehmen seine ersten Tablet-Computer mit dem integrierten Sprachassistenten vorgestellt hatte. Der Schritt unterstreicht, wie ernst Amazon den Neustart von Alexa nimmt.

Daniel Rausch, ein seit 17 Jahren für Amazon tätiger Veteran, verlässt die Abteilung im nächsten Monat. Rausch fungierte seit über drei Jahren als Vice President für Alexa und Echo und war bei Veranstaltungen und weltweiten Markteinführungen das Gesicht des Sprachassistenten. Laut Amazon wird er im Jahr 2027 in einer anderen Funktion in den Bereich Geräte und Dienstleistungen zurückkehren.

Neuer Alexa-Chef kommt von Microsoft

Als Nachfolger übernimmt Aidan Marcuss die Verantwortung für die Alexa-Sparte. Marcuss ist derzeit Vice President für Fire TV, Werbung und den Amazon Appstore und wechselte Anfang 2025 von Microsoft zu Amazon. Zuletzt leitete er im vergangenen Monat die Markteinführung eines neuen Fire TV Sticks, der gemischte Kritiken erhielt.

Übergangsweise wird Kevin Keith, Vice President für Produkt und Marketing, seine bisherige Rolle behalten und zusätzlich vorübergehend die Aufgaben von Marcuss übernehmen. Amazon lehnte es ab, weitere Einzelheiten zu den Änderungen bekannt zu geben.

Die Umstrukturierung fällt in eine entscheidende Phase für Alexa. Seit der Markteinführung im Jahr 2014 schreibt der Sprachassistent für Amazon kontinuierlich Verluste. Das Unternehmen verbrachte mehrere Jahre mit der Entwicklung einer grundlegend neuen Version, die generative KI nutzt und auf längere, komplexere Eingabeaufforderungen reagieren kann.

Alexa+ als High-End-Produkt neu positioniert

Das Ergebnis dieser Entwicklungsarbeit trägt den Namen Alexa+ und ist in den am Donnerstag angekündigten neuen Alexa-Tablets enthalten. Amazon positioniert diese Geräte bewusst als High-End-Produkte – ein klarer Bruch mit der bisherigen Strategie, Fire-Tablets als besonders preisgünstige Einstiegsgeräte zu vermarkten.

Alexa+ ist für Nutzer mit einer Prime-Mitgliedschaft im Jahrespreis von 139 US-Dollar enthalten. Wer den Dienst separat nutzen möchte, zahlt 20 US-Dollar pro Monat. Damit bewegt sich Amazon mit seinem KI-Assistenten preislich in einem Segment, das bislang vor allem von Diensten wie ChatGPT oder Google Gemini besetzt wird.

Für deutsche Verbraucher und Anleger ist der Führungswechsel ein Signal: Amazon setzt bei Alexa auf einen Neuanfang – sowohl personell als auch technologisch. Ob die Kombination aus generativer KI und neuer Hardware die jahrelangen Verluste der Alexa-Sparte endlich in Gewinne verwandeln kann, bleibt abzuwarten.

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