Alurion Resources: Straßentransport für Bauxit-Projekt Amargosa bestätigt
Eine unabhängige Studie bestätigt die Machbarkeit des Straßentransports für das brasilianische Bauxitprojekt Amargosa bis zu 11,5 Millionen Tonnen jährlich.

Das an der australischen Börse ASX notierte Unternehmen Alurion Resources, eine Ausgründung von Brazilian Rare Earths, hat eine unabhängige Logistikstudie veröffentlicht, die den Straßentransport für sein brasilianisches Bauxitprojekt Amargosa als machbar bestätigt. Die Studie des spezialisierten Beratungsunternehmens Engimind validiert Transportkapazitäten von bis zu 11,5 Millionen Feuchtonnen pro Jahr – und stärkt damit die gesamte Exportkette vom Bergwerk zum Hafen.
Das Ergebnis ist für Alurion besonders bedeutsam: Die bestätigte Kapazität entspricht dem Doppelten des Basisszenarios der bisherigen Scoping-Studie des Projekts, die von 5,75 Millionen Tonnen pro Jahr ausging. In keinem der drei untersuchten Transportszenarien wurden Kapazitätsbeschränkungen auf den Straßen modelliert.
Direktroute über Bundesstraße BR-101
Alurion hatte Engimind damit beauftragt, das öffentliche Straßennetz im brasilianischen Bundesstaat Bahia zwischen dem Projektstandort Amargosa und dem Hafen von Enseada zu bewerten. Die Studie sieht einen direkten Straßentransport zum Hafen von Enseada über die Bundesstraße BR-101 vor. Dabei wird erwartet, dass die Lkw von Alurion bei einer Kapazität von 5,7 Millionen Tonnen weniger als 1 Prozent des gesamten Fahrzeugaufkommens auf dieser Route ausmachen. Im Szenario von 11,5 Millionen Tonnen pro Jahr steigt dieser Anteil auf lediglich 1,6 Prozent – ein vergleichsweise geringer Einfluss auf den bestehenden Straßenverkehr.
CEO Maurício Noronha kommentierte die Ergebnisse: „Die Studie liefert eine unabhängige Validierung der Annahmen zur Straßenkapazität in der Erschließungsplanung von Amargosa. Sie gibt der PFS eine definierte Route und Flottenkonfiguration vor, wobei in keinem der drei untersuchten Transportszenarien Kapazitätsbeschränkungen auf den Straßen modelliert wurden. Unser Basisszenario bleibt der Straßentransport nach Enseada."
Hafenausbau und Vor-Machbarkeitsstudie geplant
Parallel zur Straßenlogistik treibt Alurion in Zusammenarbeit mit dem Hafenbetreiber die technischen Planungen voran, um Optionen für den Ausbau der Hafenkapazität von Enseada auf bis zu 13,5 Millionen Feuchtonnen pro Jahr zu prüfen. Diese Arbeiten sollen in die Vor-Machbarkeitsstudie (PFS) für das Projekt Amargosa einfließen, deren Veröffentlichung für Mitte 2027 geplant ist. Derzeit laufen Bohr-, Schürf- und metallurgische Programme.
Die PFS wird laut Noronha prüfen, ob höhere Volumina und ein modularer Hafenausbau die Wirtschaftlichkeit des Projekts verbessern und die zusätzlichen Investitionen rechtfertigen können. Die Kombination aus bestätigter Straßenlogistik und möglichem Hafenausbau soll die technische und wirtschaftliche Machbarkeit einer größeren Projektskalierung belegen.
Langfristige Option: Eisenbahn und Tiefwasserhafen
Noronha verwies zudem auf eine längerfristige Alternative: Eine südliche Anbindung könnte es ermöglichen, einen größeren Teil der Ressourcenbasis von Amargosa zu erschließen – potenziell mit weniger dedizierter Infrastruktur. Diese Option hängt jedoch vom Abschluss der Integrations-Eisenbahn Ferrovia de Integração Oeste-Leste sowie des in Ilhéus entstehenden intermodalen Tiefwasserhafenkomplexes Porto Sul ab. Voraussetzung ist außerdem, dass Alurion kommerziellen Zugang zu diesen Projekten erhält.
Bauxit ist der wichtigste Rohstoff für die Aluminiumproduktion und wird weltweit in großen Mengen nachgefragt. Brasilien zählt zu den bedeutenden Bauxitproduzenten der Welt, und Projekte wie Amargosa könnten langfristig zur globalen Versorgungskette beitragen. Für Anleger, die das Segment der Rohstoffförderung in Lateinamerika verfolgen, liefert die Studie ein weiteres Indiz für die operative Reife des Projekts.
