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Yen nahe 40-Jahres-Tief: Asiatische Währungen bleiben uneinheitlich

Der japanische Yen notiert knapp unter seinem schwächsten Stand seit 1986, während der US-Dollar nach starker Wochenrally pausiert.

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Yen nahe 40-Jahres-Tief: Asiatische Währungen bleiben uneinheitlich

Der japanische Yen stabilisierte sich am Freitag nahe einem Vier-Jahrzehnt-Tief, während der US-Dollar nach einer kräftigen wöchentlichen Rallye eine Verschnaufpause einlegte. Das Währungspaar USD/JPY gab leicht um 0,1 Prozent auf 161,60 nach – knapp unter dem am Donnerstag markierten Höchststand von 161,95, dem stärksten Stand seit 1986. Der US-Dollar-Index notierte mit 101,43 kaum verändert, nachdem er Anfang der Woche auf den höchsten Stand seit über einem Monat geklettert war.

Die meisten asiatischen Währungen verharrten in engen Handelsspannen und blieben gegenüber dem Dollar weitgehend unverändert. Einzig der malaysische Ringgit stach positiv hervor: USD/MYR fiel um 0,4 Prozent und führte damit die regionalen Gewinne an. Der südkoreanische Won hingegen gab nach, USD/KRW stieg um 0,2 Prozent, während der taiwanesische Dollar um rund 0,1 Prozent nachgab.

Interventionsrisiko hält Yen-Bären in Schach

Trotz der anhaltenden Schwäche des Yen blieben Händler beim Aufbau von Short-Positionen vorsichtig. Der Grund: Das Risiko einer offiziellen Intervention durch die japanischen Behörden ist weiterhin präsent. In der Vergangenheit hat das japanische Finanzministerium bereits mehrfach am Devisenmarkt eingegriffen, um den Yen zu stützen – zuletzt im Jahr 2022.

Die Verbraucherinflation in Tokio beschleunigte sich im Juni weitgehend im Rahmen der Erwartungen. Der Kern-Verbraucherpreisindex (VPI) stieg im Jahresvergleich auf 1,6 Prozent, während der Index ohne frische Lebensmittel und Energie auf 1,1 Prozent kletterte. Diese Zahlen signalisieren zwar einen anhaltenden Preisdruck, liefern der Bank of Japan jedoch kaum Argumente für eine aggressivere Straffung der Geldpolitik. Die große Zinsdifferenz zwischen Japan und den USA bleibt damit der entscheidende Belastungsfaktor für den Yen.

US-Inflation und Fed-Rhetorik stützen den Dollar

Die robuste US-Inflation und restriktive Kommentare von Vertretern der Federal Reserve stützen weiterhin die Erwartung, dass die US-Zinsen für längere Zeit auf einem hohen Niveau verbleiben werden. Der PCE-Inflationsbericht vom Donnerstag bestätigte weitgehend die Markterwartungen, dass die US-Geldpolitik bis weit in die zweite Jahreshälfte hinein restriktiv bleiben wird.

Im weiteren regionalen Umfeld schwächte sich die indonesische Rupiah leicht ab, USD/IDR stieg um 0,23 Prozent. Der thailändische Baht gab ebenfalls nach, USD/THB kletterte um 0,31 Prozent – ein Spiegelbild der anhaltenden Unterstützung für den Dollar durch erhöhte US-Renditen.

Auch die Währungen der pazifischen Industrieländer standen unter Druck. AUD/USD fiel um 0,3 Prozent auf 0,6889 US-Dollar, NZD/USD verlor 0,2 Prozent. Der australische Dollar blieb dabei unter zusätzlichem Druck, nachdem hartnäckige Inflationsdaten und robuste Arbeitsmarktdaten in dieser Woche die Erwartungen verstärkten, dass die Reserve Bank of Australia ihre restriktive Geldpolitik länger beibehalten könnte. Die Märkte sind sich jedoch uneinig, ob eine weitere Zinserhöhung tatsächlich notwendig sein wird.

Die Marktteilnehmer warten nun gespannt auf neue Signale aus den anstehenden US-Wirtschaftsdaten sowie auf Aussagen von Fed-Vertretern, um die weitere Richtung an den globalen Devisenmärkten besser einschätzen zu können.

YenUsd/JpyDevisenmarktBank Of JapanFederal ReserveAsiatische WährungenDollar-Index

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