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Yen-Intervention drückt japanische Automobil- und Exportaktien deutlich

Nach einer gemeinsamen Devisenmarktintervention Japans und der USA wertet der Yen auf – mit spürbaren Folgen für exportorientierte Unternehmen.

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Yen-Intervention drückt japanische Automobil- und Exportaktien deutlich

Japanische Automobilhersteller und exportorientierte Aktien haben am Montag deutliche Verluste verbucht. Auslöser war eine gemeinsame Intervention Japans und der USA am Devisenmarkt, die den Yen spürbar aufwertete. Der Nikkei 225-Index gab daraufhin um 1,1% nach.

Besonders hart traf es die großen Automobilkonzerne: Toyota und Honda verloren jeweils mehr als 4%, Nissan büßte 2,8% ein, während Suzuki sogar um 6% absackte. Toyota und Nissan stehen dabei zusätzlich unter Beobachtung, da beide Unternehmen im weiteren Verlauf der Woche ihre Ergebnisse für das erste Geschäftsquartal vorlegen werden.

Breite Verluste bei Exportwerten

Auch andere exportabhängige Schwergewichte blieben nicht verschont. Die Sony Corp, die stark von Hardware- und Softwareverkäufen im Ausland abhängig ist, verlor 5%. Mitsubishi Electric fiel um 5,2%, Kawasaki Heavy Industries um 2,7%.

Im Chipsektor verzeichnete Advantest, ein Zulieferer des US-Halbleitergiganten Nvidia, ein Minus von 3%. Nippon Electric Glass brach nach gemischten Ergebnissen aus der Vorwoche um fast 17% ein und war damit der mit Abstand schwächste Wert im Nikkei 225. Der Fabrikautomatisierer Fanuc Corp verlor 15%, nachdem das Unternehmen mit seiner Prognose enttäuscht hatte – auch Fanuc ist in hohem Maße von der Exportnachfrage abhängig.

Yen legt gegenüber US-Dollar deutlich zu

Der Yen wertete am Montag gegenüber dem US-Dollar um bis zu 1,5% auf. Damit setzt sich ein Anstieg von über 3% aus der Vorwoche fort. Japanische und US-amerikanische Regierungsvertreter bestätigten offiziell, dass sie an den Devisenmärkten interveniert hatten, um die japanische Währung zu stützen.

Hintergrund der Maßnahme ist, dass der Yen Anfang 2026 auf ein 40-Jahres-Tief gefallen war. Die Unsicherheit über die Staatsausgaben sowie steigende US-Zinsen hatten die Währung in diesem Jahr stark belastet – wovon japanische Exporteure zunächst profitierten, da ein schwacher Yen ihre im Ausland erzielten Einnahmen in der Heimatwährung aufwertet.

Gemeinsame Intervention als stärkeres Signal

Frühere Interventionen hatten dem Yen nur kurzfristig Halt gegeben. Die nun koordinierte Aktion mit den USA stellt jedoch eine umfassendere Bemühung Tokios dar, die Währung nachhaltig zu stabilisieren. US-Finanzminister Scott Bessent erklärte am Sonntag, Washington stehe bereit, weiter an den Märkten zu intervenieren, um den Yen zu stützen.

Ein stärkerer Yen setzt Unternehmen mit hohen Auslandsumsätzen unter erheblichen Margendruck. Für japanische Exporteure bedeutet jede Aufwertung der Heimatwährung, dass ihre in Dollar oder Euro erzielten Erlöse beim Umtausch weniger wert sind. Die Märkte fordern derweil deutlich restriktivere Maßnahmen von Tokio und der Bank of Japan, um den Yen dauerhaft zu stützen.

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