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Woodside Energy dementiert Übernahmegespräche mit Exxon Mobil

Australiens größter LNG-Exporteur reagiert auf Medienberichte und erklärt, kein Angebot zu kennen und keine Gespräche zu führen.

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Woodside Energy dementiert Übernahmegespräche mit Exxon Mobil

Das australische Energieunternehmen Woodside Energy hat am Montag Spekulationen über eine mögliche Übernahme durch den US-Ölkonzern Exxon Mobil zurückgewiesen. „Als Reaktion auf die jüngsten Medienspekulationen stellt Woodside fest, dass dem Unternehmen kein Vorschlag bekannt ist, und bestätigt, dass es keine Gespräche über eine potenzielle Transaktion mit der Exxon Mobil Corporation führt", erklärte das Unternehmen in einer offiziellen Mitteilung. Exxon selbst lehnte eine Stellungnahme ab.

Ausgelöst worden waren die Spekulationen durch einen Bericht des Nachrichtendienstes Bloomberg vom vergangenen Freitag. Darin hieß es, Exxon Mobil ziehe Woodside als potenzielles Übernahmeziel in Betracht, um seine Präsenz im Bereich Flüssigerdgas (LNG) sowie in den asiatischen Märkten auszubauen. Die in den USA zweitnotierten Aktien von Woodside reagierten darauf mit einem Kursanstieg von 8,35% am Freitag.

Kursrückgang durch fallende Ölpreise und Dementi

Am Montag drehte sich das Bild jedoch deutlich. Die Woodside-Aktie verlor im frühen Handel an der australischen Börse ASX 2,7%. Gleichzeitig sanken die Ölpreise um rund 4% auf ihren niedrigsten Stand seit März. Hintergrund des Ölpreisrückgangs war die Meldung, dass die USA und der Iran eine erste Einigung zur Beendigung ihres Konflikts und zur Wiederaufnahme des Verkehrs durch die Straße von Hormus erzielt haben sollen. Die Straße von Hormus ist eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten für den globalen Ölhandel.

Im Vergleich zum engsten australischen Konkurrenten Santos hielt sich Woodside dabei noch vergleichsweise gut. Santos-Aktien büßten am selben Tag 4,3% ein – deutlich mehr als Woodside.

Politischer Widerstand aus Western Australia

Neben dem offiziellen Dementi von Woodside meldete sich auch die Politik zu Wort. Der Premierminister von Western Australia, Roger Cook, machte am Sonntag unmissverständlich klar, dass die Landesregierung eine Übernahme ablehnen würde, sofern diese eine Verlegung des Firmensitzes aus Perth vorsehe. Woodside ist seit den 1990er-Jahren in Perth ansässig. „Ausländische Interessen haben bereits früher versucht, Woodside zu erwerben, und die Gründe, warum dies zuvor scheiterte, haben sich nicht geändert", sagte Cook in einer Erklärung gegenüber Reuters.

Woodside gilt als Australiens führender LNG-Exporteur und ist ein strategisch bedeutsames Unternehmen für die australische Energieversorgung. Zuletzt hatte das Unternehmen seinen Anteil am sogenannten Browse-Projekt auf rund 42% erhöht. Dies geschah durch die Ausübung eines Vorkaufsrechts gegenüber einem Kaufangebot des japanischen Unternehmens Inpex, das den 10,67-prozentigen Anteil von PetroChina an Australiens größtem unerschlossenem Gasvorkommen erwerben wollte.

Strategische Bedeutung von LNG für den Energiemarkt

Für internationale Energiekonzerne wie Exxon Mobil sind LNG-Vermögenswerte in Australien und der Zugang zu asiatischen Märkten von wachsender strategischer Bedeutung. Asien gilt als einer der am schnellsten wachsenden Absatzmärkte für Flüssigerdgas, insbesondere angesichts der Energiewende in Ländern wie Japan, Südkorea und China. Woodside verfügt mit seinen bestehenden LNG-Projekten und dem Browse-Vorkommen über eine starke Marktposition in dieser Region.

Ob Exxon Mobil tatsächlich Interesse an Woodside hat oder hatte, bleibt nach dem Dementi beider Seiten vorerst offen. Für Anleger bleibt die Situation damit ungewiss – zumal der gleichzeitige Rückgang der Ölpreise zusätzlichen Druck auf den Sektor ausübt.

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