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Wipro-Chef: KI treibt Nachfrage nach IT-Services aus Indien

Der indische IT-Dienstleister Wipro sieht dank Künstlicher Intelligenz eine wachsende Nachfrage nach seinen Services. CEO Srini Pallia berichtet von einem Wandel von KI-Testprojekten hin zu Großaufträgen.

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Wipro-Chef: KI treibt Nachfrage nach IT-Services aus Indien

Der CEO des indischen IT-Konzerns Wipro, Srini Pallia, berichtet von einer deutlichen Zunahme der Nachfrage nach IT-Dienstleistungen durch den Einsatz Künstlicher Intelligenz. Am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos erklärte er, dass Unternehmen weltweit von KI-Testprojekten zu großangelegten Implementierungen übergehen.

Vom Experiment zur Umsetzung

Nach mehreren Quartalen mit zurückhaltenden Technologieausgaben lockern sich die Budgetbeschränkungen bei Unternehmenskunden wieder. Wipro konkurriert dabei sowohl um kleinere KI-Projekte als auch um Großaufträge. "Wir werden uns um beides bemühen, da unterschiedliche Kunden, Branchen und Märkte sich in unterschiedlichen Reifegraden befinden", so Pallia.

Der Wandel ist deutlich spürbar: Während 2024 noch Proof-of-Concepts und Produktivitätstests im Vordergrund standen, verlangen Vorstände und CEOs nun konkrete Ergebnisse. "Das ändert sich 2025 dramatisch, weil die Vorstände und CEOs fragen, wo die Kapitalrendite liegt", erklärt der Wipro-Chef.

Preisdruck durch höhere Effizienz

Pallia räumt ein, dass KI einen intensiven Preisdruck erzeugt, da die Technologie Lieferzeiten verkürzt und kleinere Teams ermöglicht. KI-gestützte Softwareentwicklung soll etwa 25 Prozent weniger kosten bei gleichzeitig erheblichen Produktivitätssteigerungen bei Codierung und Tests. Dies führe jedoch zu mehr Projekten insgesamt.

"Die IT-Budgets werden langfristig nicht schrumpfen", prognostiziert Pallia. Stattdessen optimieren Kunden ihre Ausgaben und setzen auf kostensparende Technologien. Dies schaffe neue Chancen für IT-Dienstleister.

Milliarden-Investment in KI-Kompetenz

Indiens IT-Sektor erwirtschaftet einen Jahresumsatz von rund 283 Milliarden US-Dollar. Nach einer Phase reduzierter Technologieausgaben aufgrund geopolitischer Unsicherheiten konzentrierten sich Unternehmen zunächst nur auf essenzielle Projekte. Diese Phase scheint nun zu Ende zu gehen.

Wipro investiert massiv in den Ausbau seiner KI-Fähigkeiten: 2023 legte der Konzern einen Dreijahresplan auf, um eine Milliarde US-Dollar in diesen Bereich zu stecken. Das Unternehmen bietet seinen Kunden sowohl KI-Beratung als auch entsprechende IT-Dienstleistungen für den Übergang von der Experimentier- zur Implementierungsphase an.

Der CEO erwartet keine drastische Erhöhung der Technologiebudgets, sieht aber eine Verschiebung hin zu effizienteren, KI-gestützten Lösungen. Dies schaffe trotz niedrigerer Einzelprojektpreise mehr Geschäftsmöglichkeiten durch eine höhere Anzahl an Aufträgen.

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