Warner Bros prüft erhöhtes Paramount-Angebot über 31 Dollar je Aktie
Im Bieterstreit um Warner Bros Discovery zeichnet sich eine neue Wendung ab – trotz bestehender Netflix-Empfehlung.

Warner Bros Discovery (WBD) steht vor einer wegweisenden Entscheidung: Das Unternehmen wird laut einem Bericht des Branchenmagazins Variety voraussichtlich ein verbessertes Übernahmeangebot von Paramount Skydance prüfen. Das erhöhte Gebot soll über 31 US-Dollar je Aktie liegen – mehr als das ursprüngliche Angebot von 30 Dollar für das gesamte Unternehmen. Warner will seine Aktionäre noch vor Börsenöffnung am Dienstag über die erneute Prüfung informieren.
Damit gerät das bislang vom Warner-Vorstand empfohlene <a class="tvreplink" target="_blank" href="https://de.tradingview.com/symbols/Nasdaq%3ANFLX">Netflix-Angebot unter Druck. Der Streamingriese bietet 27,50 Dollar je Aktie – allerdings nur für die Film-, TV- und HBO-Sparten von Warner, nicht für das Gesamtunternehmen. Der Vorstand hatte den Aktionären das Netflix-Angebot formell empfohlen, die Abstimmung ist für den 20. März angesetzt.
Bieterstreit mit prominenten Investoren
Die Verhandlungen zwischen Warner und Paramount wurden am Montag nach einwöchiger Laufzeit abgeschlossen. Sollte sich der Vorstand nun für das Paramount-Angebot entscheiden, hätte Netflix vier Tage Zeit, um ein verbessertes Konkurrenzangebot vorzulegen. Eine erneute Prüfung des Paramount-Gebots dürfte den weiteren Prozess erheblich verkomplizieren.
Hinter dem Paramount-Angebot stehen namhafte Finanzinvestoren: Oracle-Gründer Larry Ellison, die Investmentgesellschaft RedBird Capital sowie Staatsfonds aus Saudi-Arabien, Katar und Abu Dhabi unterstützen das Vorhaben finanziell. Diese Backing-Struktur verleiht dem Gebot erhebliches Gewicht im Bieterwettbewerb.
Der Kampf um Warner Bros Discovery gilt als einer der bedeutendsten Medien-Deals der jüngsten Zeit. Das legendäre Filmstudio sowie eine Vielzahl wertvoller Medienbeteiligungen – darunter HBO – machen Warner zu einem besonders attraktiven Übernahmeziel für beide Bieter. Für deutsche Anleger ist die WBD-Aktie an der NASDAQ gelistet und hat im Zuge der Übernahmespekulationen zuletzt deutlich an Aufmerksamkeit gewonnen.
