Keurig Dr Pepper übertrifft Erwartungen und hebt Jahresprognose an
Starke Erfrischungsgetränke-Nachfrage und TikTok-Trends treiben Wachstum beim US-Getränkekonzern.

Keurig Dr Pepper hat im vierten Quartal 2025 die Erwartungen der Analysten übertroffen und blickt optimistisch auf das laufende Geschäftsjahr. Der Nettoumsatz im Schlussquartal erreichte 4,50 Milliarden US-Dollar und lag damit deutlich über den prognostizierten 4,36 Milliarden Dollar. Der bereinigte Gewinn je Aktie belief sich auf 60 Cent – einen Cent über den Konsensschätzungen.
Besonders stark zeigte sich das inländische Erfrischungsgetränke-Segment, das mit einem Umsatzplus von 11,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr glänzte. Treiber waren beliebte Marken wie 7UP und Dr Pepper Zero sowie neue Produkte wie Dr Pepper Creamy Coconut. Auch auf TikTok-Trends basierende Getränkeinnovationen trugen dazu bei, neue Konsumentengruppen zu erschließen. Das Kaffeegeschäft legte ebenfalls zu und wuchs um 3,9 Prozent.
Jahresprognose weit über Analystenerwartungen
Für das Gesamtjahr erwartet Keurig Dr Pepper einen Nettoumsatz zwischen 25,9 und 26,4 Milliarden US-Dollar. Dieser Ausblick übersteigt die durchschnittlichen Analystenschätzungen von 17,23 Milliarden Dollar erheblich – ein Unterschied, der sich durch die geplante Konsolidierung des niederländischen Kaffee- und Teekonzerns JDE Peet's erklären lässt. Der bereinigte Jahresgewinn soll auf währungsbereinigter Basis im niedrigen zweistelligen Bereich wachsen, was über der Analystenerwartung von 6,4 Prozent liegt.
Die rund 18 Milliarden Dollar schwere Übernahme von JDE Peet's steht kurz vor dem Abschluss. Am Montag sicherte sich Keurig im Rahmen des Finanzierungsplans zusätzliches Eigenkapital in Höhe von 1,5 Milliarden Dollar von langfristigen Investoren. Mit dem Deal will der Konzern seine Attraktivität bei jüngeren Konsumenten steigern und seine internationale Präsenz ausbauen.
Preiserhöhungen und neue Führung
Um gestiegene Rohstoffkosten bei Kaffee sowie Belastungen durch Zölle abzufedern, hat Keurig Dr Pepper die Preise schrittweise angehoben. Diese Maßnahme zeigt bislang keine spürbar negativen Auswirkungen auf die Nachfrage. Die Aktie reagierte positiv: Im vorbörslichen Handel stieg der Kurs um rund 2 Prozent.
Personell gibt es ebenfalls Neuigkeiten: Das Unternehmen ernannte Pamela Patsley zur neuen Verwaltungsratsvorsitzenden. Patsley gehört dem Board seit 2018 an und übernimmt die Position zum Ende des ersten Quartals 2026. Der Wechsel an der Spitze des Aufsichtsgremiums erfolgt in einer strategisch bedeutsamen Phase des Konzerns.
