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Warner Bros Discovery: US-Justizministerium prüft Auswirkungen auf Kinoindustrie

Behörde untersucht mögliche Folgen eines Verkaufs für Filmveröffentlichungen in Kinos

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Warner Bros Discovery: US-Justizministerium prüft Auswirkungen auf Kinoindustrie

Das US-Justizministerium untersucht die potenziellen Auswirkungen eines geplanten Verkaufs von Warner Bros Discovery auf die amerikanische Kinoindustrie. Wie Bloomberg News unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen berichtet, fordern Regierungsanwälte Informationen darüber an, wie sich ein Verkauf auf das Kinopublikum auswirken würde und ob dies zu weniger Filmveröffentlichungen in den Kinos führen könnte.

Weder Warner Bros Discovery noch das US-Justizministerium reagierten bislang auf Anfragen für eine Stellungnahme. Reuters konnte den Bericht nicht unabhängig verifizieren. Die Prüfung erfolgt zu einem kritischen Zeitpunkt für den Medienkonzern.

Die Untersuchung fällt in eine Phase intensiver Übernahmeverhandlungen. Warner Bros Discovery lehnte am Dienstag das jüngste feindliche Übernahmeangebot von Paramount Skydance in Höhe von 30 Dollar pro Aktie ab. Gleichzeitig räumte das Unternehmen dem konkurrierenden Hollywood-Studio jedoch eine siebentägige Frist ein, um ein "bestes und letztes" Angebot vorzulegen und die bestehende Vereinbarung mit <a class="tvreplink" target="_blank" href="https://de.tradingview.com/symbols/Nasdaq%3ANFLX">Netflix zu übertreffen.

Paramount kündigt Widerstand an

Paramount nahm das Sieben-Tage-Angebot zur Kenntnis, bezeichnete das Vorgehen des Warner Bros-Vorstands jedoch als "ungewöhnlich". Die CBS-Muttergesellschaft kündigte an, das Übernahmeangebot weiter voranzutreiben und sich gegen die "minderwertige" Fusion mit Netflix zu wehren. Zudem plant Paramount, Direktoren für die bevorstehende Jahreshauptversammlung von Warner Bros zu nominieren.

Warner Bros treibt unterdessen die Abstimmung über das Netflix-Angebot für das Streaming- und Studiogeschäft am 20. März voran. Die Fusion würde im Falle einer Genehmigung erfolgen, nachdem Warner Bros sein Kabelgeschäft Discovery Global in ein separates, börsennotiertes Unternehmen ausgegliedert hat. Zum Kabelgeschäft gehören bekannte Sender wie CNN, TLC, Food Network und HGTV.

Prominente Kritik aus Hollywood

Die geplante Transaktion stößt auch in der Filmbranche auf Widerstand. Der renommierte Filmemacher James Cameron, der bei Paramounts Blockbuster "Titanic" Regie führte, hat die Übernahme von Warner Bros durch Paramount im November öffentlich unterstützt. Ein Verkauf an Netflix wäre laut Cameron eine "Katastrophe" für die Kinoindustrie.

Die Sorge vieler Branchenkenner: Ein Verkauf an einen reinen Streaming-Anbieter könnte dazu führen, dass weniger Filme exklusiv für Kinos produziert werden. Dies würde die ohnehin unter Druck stehende Kinoindustrie weiter schwächen. Die Prüfung des Justizministeriums zeigt, dass auch die US-Behörden diese Bedenken ernst nehmen und mögliche wettbewerbsrechtliche Konsequenzen untersuchen.

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