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Waabi sammelt 750 Millionen Dollar für Robotaxi-Expansion ein

Kanadisches Autonomie-Startup plant mit Uber-Partnerschaft den Einsatz von 25.000 selbstfahrenden Fahrzeugen

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Waabi sammelt 750 Millionen Dollar für Robotaxi-Expansion ein

Das kanadische Startup Waabi hat in einer Series-C-Finanzierungsrunde 750 Millionen Dollar eingesammelt, um seine Technologie für autonomes Fahren auf den Robotaxi-Markt auszuweiten. Die von Khosla Ventures und G2 Venture Partners angeführte Runde zählt zu den größten Einzelfinanzierungen, die jemals ein kanadisches Technologie-Unternehmen erhalten hat. Zusätzlich hat Uber zugesagt, weitere 250 Millionen Dollar zu investieren, sobald bestimmte Meilensteine erreicht werden.

Das in Toronto ansässige Unternehmen, das auf Platz 35 der CNBC "Disruptor 50"-Liste 2025 rangiert, will über die Uber-Plattform mindestens 25.000 autonome Fahrzeuge exklusiv bereitstellen. Gründerin und CEO Raquel Urtasun, die zuvor als leitende Wissenschaftlerin bei Ubers Advanced Technologies Group tätig war, bezeichnet die Technologie ihres Unternehmens als "physische KI". Diese soll es ermöglichen, fahrerlose Systeme relativ schnell an neuen Standorten und unter verschiedenen Bedingungen einzusetzen.

Waabi hatte sich zunächst auf autonome Lkw spezialisiert und in Partnerschaft mit Volvo und Peterbilt fahrerlose Sattelzugmaschinen entwickelt. Das Unternehmen betrieb bereits eine eigene Flotte zum Gütertransport, schwenkt nun aber auf ein "Driver-as-a-Service"-Geschäftsmodell um. Die neue Finanzierung soll den Einstieg in den lukrativen Personentransport ermöglichen.

Kapitaleffizienter Ansatz als Wettbewerbsvorteil

Investor Vinod Khosla, Gründer von Khosla Ventures und Mitbegründer von Sun Microsystems, hebt den kapitaleffizienten Ansatz von Waabi hervor. Was Vorgänger in der Branche mit Tausenden Ingenieuren und Milliarden Dollar erreicht hätten, könne Waabi für einen Bruchteil der Kosten leisten. Dies sei möglich durch Fortschritte in der künstlichen Intelligenz und Sensortechnologie seit den Anfängen autonomer Fahrzeuge.

Urtasun betont, dass ihr Unternehmen trotz des Fokus auf Kosteneffizienz keine Kompromisse bei Sicherheit und Technologie eingehe. Der Vorteil des späten Markteintritts liege darin, von den Erfahrungen der Pioniere zu lernen und modernste Technologie von Beginn an einzusetzen.

Intensiver Wettbewerb auf beiden Märkten

Auf dem Markt für autonome Lkw konkurriert Waabi mit Unternehmen wie Aurora, Kodiak AI, Bot Auto und Tesla. Der Elektroautohersteller von Elon Musk plant, ab 2026 mehr Semi-Elektro-Lkw mit Selbstfahrsystemen zu produzieren. Im Robotaxi-Segment ist die Konkurrenz noch größer: Waymo von Alphabet, Nuro und WeRide betreiben bereits fahrerlose Personentransporte. Auch Autohersteller wie Tesla, Rivian sowie chinesische Konzerne wie Xiaomi und BYD entwickeln eigene autonome Systeme.

An der Finanzierungsrunde beteiligten sich neben den Lead-Investoren auch NVentures von Nvidia, Volvo Group Venture Capital und die Porsche Automobil Holding SE. Die breite Investorenbasis unterstreicht das Vertrauen in Waabis Technologie und Geschäftsmodell. Die konkreten Fahrzeugmodelle, die das Unternehmen für seine Robotaxi-Flotte einsetzen wird, sind noch nicht bekannt gegeben worden.

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