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Verkehrsausschuss stimmt für Neubaustrecke Hannover-Hamburg trotz hoher Kosten

Der Bundestagsausschuss ebnet den Weg für den Neubau der Bahnstrecke zwischen Hannover und Hamburg – mit Verbesserungen an der Bestandsstrecke.

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Verkehrsausschuss stimmt für Neubaustrecke Hannover-Hamburg trotz hoher Kosten

Der Verkehrsausschuss des Bundestags hat den Weg für die Neubaustrecke zwischen Hannover und Hamburg frei gemacht. Die Zustimmung kam mit breiter Mehrheit von CDU, CSU, SPD, Grünen und Linkspartei. Damit kann die Deutsche Bahn (DB) die Planung der neuen Trasse weiter vorantreiben.

Der Beschluss umfasst ausdrücklich auch Verbesserungen an der bestehenden Strecke. Über die endgültige Freigabe entscheidet der Bundestag am morgigen Tag, wobei eine Zustimmung als wahrscheinlich gilt. Vor zwei Wochen hatte die schwarz-rote Koalition eine Entscheidung zunächst verschoben.

Ein hochbelasteter Korridor

Der Korridor zwischen Hamburg und Hannover zählt zu den wichtigsten Bahn-Verkehrsachsen Deutschlands. Laut Angaben der DB ist die Strecke stark belastet – die Auslastung liegt bei bis zu 147 Prozent. Sie ist damit gleichermaßen bedeutsam für den Fernverkehr, für Pendler und für den Güterverkehr.

Die geplante Neubaustrecke soll zweigleisig verlaufen, und zwar zwischen Hannover-Vinnhorst und Meckelfeld im Landkreis Harburg. Sie erstreckt sich über rund 109 Kilometer und wird für Geschwindigkeiten von bis zu 250 km/h ausgelegt. Fern- und Güterverkehr sollen künftig von der Bestandsstrecke auf die neue Trasse verlagert werden.

Die Fahrtzeit zwischen Hamburg und Hannover soll sich dadurch um 18 Minuten verkürzen. Für Reisende und Pendler ist das ein spürbarer Vorteil auf einer der frequentiertesten Verbindungen des Landes. Allerdings liegen erste Züge auf der Neubaustrecke wohl erst in Jahrzehnten – die Inbetriebnahme ist laut einer Unterrichtung an den Ausschuss für das Jahr 2050 vorgesehen.

Kosten und Kritik in Niedersachsen

Die Kosten sind erheblich. Dem Vorplanungsbericht zufolge ist mit mindestens rund neun Milliarden Euro zu rechnen. Das Projekt könne bei regionalen Forderungen deutlich teurer werden, heißt es. Neben der Neubaustrecke sollen rund 250 Millionen Euro zusätzlich in die bestehende Strecke fließen – und zwar bis spätestens 2034.

Diese Mittel sind für mehr Lärmschutz und betriebliche Verbesserungen vorgedacht. Zudem besteht die Chance auf neue Regionalhalte entlang der Neubaustrecke. Gerade niedersächsische Abgeordnete hatten auf schnelle Verbesserungen an der Bestandsstrecke gedrängt.

Das Vorhaben ist in Niedersachsen umstritten, während Hamburg es befürwortet. Der Ausschuss-Abstimmung waren Verhandlungen und Nachbesserungen vorausgegangen, die den Kompromiss zwischen Neubau und Bestandsverbesserung ermöglichten.

Isabel Cademartori, verkehrspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, sagte: "Wir beenden den jahrelangen Stillstand bei Hamburg-Hannover und bringen Neubau und Verbesserungen auf der Bestandsstrecke endlich zusammen". Ergänzend betonte sie: "Der Neubau schafft dringend benötigte Kapazitäten für Personen- und Güterverkehr, zugleich investieren wir rund 250 Millionen Euro zusätzlich in die bestehende Strecke bis spätestens 2034".

Auch der CDU-Abgeordnete Christoph Ploß bewertete das Vorhaben positiv. Er nannte es "ein zentraler Baustein, um zusätzliche Kapazitäten zu schaffen und die bestehenden Engpässe zwischen Hamburg und Hannover dauerhaft aufzulösen".

Was das für Anleger bedeutet

Für Privatanleger ist das Projekt vor allem ein langfristiges Signal für den Ausbau der Schieneninfrastruktur in Deutschland. Die Deutsche Bahn ist nicht börsennotiert, doch das Großvorhaben wirkt über Zulieferer, Baukonzerne und die gesamte Bahnindustrie. Zugleich verdeutlicht der Zeithorizont bis 2050, wie langfristig solche Infrastrukturprojekte angelegt sind.

Wer in entsprechende Unternehmen investiert, sollte die lange Planungs- und Bauphase sowie mögliche Kostensteigerungen im Blick behalten. Der Beschluss des Ausschusses ist ein wichtiger Schritt, aber noch kein Baubeginn – zunächst muss der Bundestag zustimmen, danach folgt die weitere Detailplanung.

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