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Russlands Nationaler Wohlstandsfonds: Liquide Mittel sinken auf 45 Milliarden Dollar

Die liquiden Mittel des russischen Staatsfonds sind zum 1. Oktober auf 45 Milliarden Dollar gefallen, wie das Finanzministerium mitteilte.

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Russlands Nationaler Wohlstandsfonds: Liquide Mittel sinken auf 45 Milliarden Dollar

Die liquiden Mittel des russischen Nationalen Wohlstandsfonds (National Wealth Fund) sind zum 1. Oktober auf 45 Milliarden Dollar gesunken. Das geht aus Angaben des Finanzministeriums hervor, die am Mittwoch veröffentlicht wurden. Zu Beginn des Septembers hatten die liquiden Mittel des Staatsfonds noch 46,7 Milliarden Dollar betragen. Innerhalb eines Monats ist der Bestand damit um 1,7 Milliarden Dollar zurückgegangen.

Gemessen am prognostizierten Bruttoinlandsprodukt (BIP) für das Jahr 2026 entsprechen die liquiden Mittel nun 1,6 Prozent. Diese Kennzahl ist für Beobachter von besonderer Bedeutung, weil sie zeigt, welchen Puffer der russische Staat im Verhältnis zur gesamten Wirtschaftsleistung noch halten kann. Der Nationale Wohlstandsfonds dient in Russland traditionell als Reserve, aus der Haushaltslücken ausgeglichen und Vorhaben finanziert werden.

Auch das Gesamtvermögen ist rückläufig

Neben den liquiden Mitteln ist auch das Gesamtvermögen des Fonds zurückgegangen. Es beläuft sich laut Ministerium auf 153,8 Milliarden Dollar und entspricht damit 5,5 Prozent des BIP. Zum Vergleich: Zu Beginn des Septembers hatten die Gesamtvermögen noch 154,1 Milliarden Dollar betragen. In die Gesamtvermögen sind auch Investitionen in nationale Infrastrukturprojekte eingerechnet, die nicht zu den liquiden Mitteln zählen.

Die Differenz zwischen liquiden Mitteln und Gesamtvermögen fällt deutlich aus. Während das Gesamtvermögen bei 153,8 Milliarden Dollar liegt, stehen davon nur 45 Milliarden Dollar als liquide Mittel zur Verfügung. Der weitaus größere Teil des Fonds steckt demnach in weniger flexiblen Positionen wie den genannten Infrastrukturvorhaben. Für die kurzfristige Haushaltsfinanzierung ist daher vor allem die liquide Komponente entscheidend.

Für deutsche Anleger ist die Entwicklung vor allem als Indikator für die fiskalischen Spielräume Russlands relevant. Ein Staatsfonds dieser Art fungiert als finanzieller Puffer in Zeiten schwankender Einnahmen. Sinkende liquide Mittel können darauf hindeuten, dass der Staat verstärkt auf Reserven zurückgreift, um laufende Ausgaben zu decken.

Einordnung der Kennzahlen

Die Angabe von 1,6 Prozent des prognostizierten BIP für 2026 macht deutlich, wie die Regierung ihre Reserve im Verhältnis zur erwarteten Wirtschaftsleistung bewertet. Solche BIP-bezogenen Quoten werden herangezogen, um die Tragfähigkeit der Reserven über die Zeit zu beurteilen. Wie sich die Zahlen im weiteren Jahresverlauf entwickeln, hängt von den Haushaltsplänen und den Einnahmen des Staates ab.

Die Zahlen stammen aus der aktuellen Mitteilung des russischen Finanzministeriums und wurden von Investing.com veröffentlicht. Eine offizielle Begründung für den Rückgang der liquiden Mittel innerhalb des Monats September nennt die Quelle nicht.

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