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Vance und Bessent befragen Tech-CEOs zur KI-Sicherheit vor Anthropic-Launch

US-Vizepräsident und Finanzminister diskutierten mit führenden Tech-Chefs KI-Sicherheit und Cyberangriffe – kurz vor Anthropics neuem Modell.

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Vance und Bessent befragen Tech-CEOs zur KI-Sicherheit vor Anthropic-Launch

US-Vizepräsident JD Vance und Finanzminister Scott Bessent haben führende Tech-CEOs zur Sicherheit von KI-Modellen und zum Umgang mit Cyberangriffen befragt. Das Treffen fand eine Woche vor der Veröffentlichung des neuen „Mythos"-Modells des KI-Startups Anthropic statt, wie der US-Sender CNBC am Freitag berichtete. Das Gespräch verdeutlicht das wachsende Interesse der US-Regierung an den Risiken moderner Künstlicher Intelligenz.

Laut dem CNBC-Bericht nahmen hochrangige Vertreter der wichtigsten Tech-Konzerne an dem Gespräch teil. Dazu gehörten Dario Amodei von Anthropic, Sundar Pichai von <a class="tvreplink" target="_blank" href="https://de.tradingview.com/symbols/Nasdaq%3AGOOG">Alphabet (Google), Sam Altman von OpenAI, Satya Nadella von Microsoft sowie die Chefs der Cybersicherheitsunternehmen Palo Alto Networks und CrowdStrike. Eine derart hochkarätige Runde zeigt, wie ernst die US-Regierung das Thema KI-Sicherheit nimmt.

Anthropics „Claude Mythos": Kein breiter Zugang wegen Sicherheitsbedenken

Anfang dieser Woche brachte Anthropic sein neues, leistungsstarkes KI-Modell auf den Markt – verzichtete jedoch bewusst auf eine breite Veröffentlichung. Der Grund: Bedenken, dass das Modell verborgene Cybersicherheitslücken offenlegen könnte. Diese Entscheidung ist ungewöhnlich in einer Branche, in der neue Modelle typischerweise möglichst schnell und breit ausgerollt werden.

Stattdessen erhält nur eine ausgewählte Gruppe von rund 40 Branchengrößen Zugang zum „Claude Mythos"-Modell. Zu diesem exklusiven Kreis sollen unter anderem Microsoft und Google gehören. Anthropic begründet diesen kontrollierten Rollout mit dem Sicherheitsrisiko, das das Modell potenziell mit sich bringt.

Das Startup betonte zudem, in ständigem Austausch mit der US-Regierung über die Fähigkeiten des Modells zu stehen. Diese enge Zusammenarbeit zwischen privatem Sektor und Regierung ist ein klares Signal dafür, dass KI-Sicherheit zunehmend als nationale Angelegenheit betrachtet wird. Für deutsche Beobachter ist dies auch im Hinblick auf die europäische KI-Regulierung durch den AI Act von Bedeutung.

Unternehmen äußern sich nicht

Auf Anfragen der Nachrichtenagentur Reuters reagierten Alphabet, OpenAI, Microsoft, Palo Alto Networks und CrowdStrike zunächst nicht. Anthropic selbst lehnte eine Stellungnahme ab. Die Zurückhaltung der Unternehmen lässt auf die Sensibilität des Themas schließen.

Das Treffen zwischen der US-Regierung und den Tech-Giganten reiht sich in eine breitere Debatte über die Regulierung und Kontrolle von KI-Systemen ein. Weltweit diskutieren Regierungen, wie sie mit den Risiken leistungsstarker KI-Modelle umgehen sollen – insbesondere wenn diese in sicherheitskritischen Bereichen eingesetzt werden könnten. Die USA setzen dabei offenbar auf einen direkten Dialog mit der Industrie, bevor verbindliche Regeln festgelegt werden.

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