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CoreWeave sichert Anthropic-Deal und baut KI-Infrastruktur-Dominanz aus

Der spezialisierte Cloud-Anbieter CoreWeave versorgt nun neun der zehn führenden KI-Modellanbieter weltweit mit Rechenkapazität.

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CoreWeave sichert Anthropic-Deal und baut KI-Infrastruktur-Dominanz aus

CoreWeave, der auf Hochleistungsrechnen spezialisierte „Neocloud"-Anbieter aus New Jersey, hat seine Stellung im KI-Ökosystem weiter gefestigt. Das Unternehmen gab am 10. April 2026 bekannt, eine mehrjährige Vereinbarung mit dem KI-Startup Anthropic abgeschlossen zu haben. Die Partnerschaft sieht vor, dass CoreWeave Cloud-Computing-Kapazitäten für die Entwicklung und den Betrieb von Anthropics Claude-KI-Modellen bereitstellt. Die Märkte reagierten positiv: CoreWeave-Aktien stiegen im vorbörslichen Handel zwischen 4 und 5 Prozent.

Anthropic zählt zu den am schnellsten wachsenden Unternehmen im KI-Sektor. Die jährliche Umsatzrate des Unternehmens soll inzwischen 30 Milliarden US-Dollar erreicht haben – ein erheblicher Sprung gegenüber den 9 Milliarden US-Dollar, die Ende 2025 gemeldet wurden. Finanzielle Details der Vereinbarung zwischen CoreWeave und Anthropic wurden nicht offengelegt. Der Deal unterstreicht jedoch die anhaltend hohe Nachfrage nach spezialisierter Rechenleistung, insbesondere nach Nvidia-GPUs, die CoreWeave als zentrales Produkt anbietet.

CoreWeave versorgt neun der zehn Top-KI-Anbieter

CoreWeave bestätigte, dass das Unternehmen mittlerweile Infrastruktur für neun der zehn führenden Anbieter von KI-Grundlagenmodellen bereitstellt. Als einzige Ausnahme unter den Top Ten nannte CoreWeave explizit xAI, das KI-Unternehmen von Elon Musk. Diese Marktdurchdringung ist bemerkenswert, da gleichzeitig große Technologiekonzerne wie <a class="tvreplink" target="_blank" href="https://de.tradingview.com/symbols/Nasdaq%3AMSFT">Microsoft, Google und Meta massiv in den Aufbau eigener Rechenzentren investieren. Dennoch bleiben diese sogenannten Hyperscaler ebenso wie OpenAI wichtige Kunden von CoreWeave – ein Beleg dafür, dass der Bedarf an sofort verfügbarer, hochskaliger Rechenkapazität das Angebot der eigenen Infrastruktur übersteigt.

Der Anthropic-Deal folgt auf eine Phase intensiver Geschäftsaktivität. Bereits einen Tag vor der Bekanntgabe hatte CoreWeave eine erweiterte Verpflichtung von Meta Platforms in Höhe von 21 Milliarden US-Dollar gemeldet. Diese Verträge sind für CoreWeave strategisch bedeutsam, da das Unternehmen in der Vergangenheit mit einer starken Umsatzkonzentration zu kämpfen hatte: Im vergangenen Jahr entfielen rund 67 Prozent des Gesamtumsatzes auf Microsoft allein. Durch die neuen Vereinbarungen mit Meta, OpenAI und nun Anthropic diversifiziert CoreWeave seine Kundenbasis gezielt.

Kapitalmarkt und makroökonomisches Umfeld

Marktanalysten heben hervor, dass CoreWeave seine jüngste Wandelanleihe zu einem Aufschlag platzieren konnte – ein Signal für das Vertrauen der Investoren in die Wachstumsstory des Unternehmens. Seit Jahresbeginn hat die Aktie bereits rund 29 Prozent zugelegt. Gleichzeitig bleibt das Unternehmen anfällig für Bedenken hinsichtlich der Nachhaltigkeit seiner aggressiven Investitionsausgaben und des schnellen Infrastrukturausbaus.

Die positive Entwicklung bei CoreWeave fand vor dem Hintergrund einer vorsichtigen Stimmung an der Wall Street statt. Das US-Arbeitsministerium meldete für März einen Anstieg des Verbraucherpreisindex (CPI) um 3,3 Prozent – im Einklang mit den Erwartungen der Ökonomen. Der sogenannte Kern-CPI, der volatile Energie- und Lebensmittelpreise ausklammert, stieg um 2,6 Prozent und lag damit leicht unter der Prognose von 2,7 Prozent.

Geopolitische Unsicherheiten belasten zusätzlich das Marktsentiment. Der fragile Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran gilt als Risikofaktor, insbesondere mit Blick auf den globalen Öltransport durch die Straße von Hormus. Mary Daly, Präsidentin der Federal Reserve Bank of San Francisco, hat darauf hingewiesen, dass der durch den Konflikt ausgelöste „Ölschock" den Zeitplan der US-Notenbank zur Erreichung des 2-Prozent-Inflationsziels verlängern dürfte. Händler gehen daher davon aus, dass die Fed die Zinsen für den Rest des Jahres unverändert lassen wird – eine Abkehr von früheren Erwartungen mehrerer Zinssenkungen.

CoreWeaves Fähigkeit, trotz dieses schwierigen Umfelds Großaufträge von führenden KI-Unternehmen zu sichern, gilt als Indikator für die Robustheit des gesamten KI-Infrastrukturmarktes. Für Anleger bleibt die entscheidende Frage, ob das Unternehmen sein kapitalintensives Wachstumsmodell nachhaltig finanzieren und gleichzeitig die makroökonomischen Gegenwinde meistern kann.

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