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Vance lobt Fortschritte bei US-Iran-Gesprächen trotz Drohungen

US-Vizepräsident JD Vance sieht trotz Spannungen um die Straße von Hormus große Fortschritte in den Nuklearverhandlungen.

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Vance lobt Fortschritte bei US-Iran-Gesprächen trotz Drohungen

US-Vizepräsident JD Vance hat die laufenden Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran als großen Erfolg bezeichnet. Am Montag erklärte er, die Gespräche im schweizerischen Bürgenstock hätten „sehr gute Fortschritte" gemacht – trotz zwischenzeitlicher Spannungen. Der Iran hatte zuvor angekündigt, die Straße von Hormus aufgrund israelischer Angriffe auf den Libanon erneut zu schließen.

„Ja, es gab ein wenig Drohungen, es gab ein wenig Gejammer, aber letztendlich wurden die Gespräche fortgesetzt, und wir haben große Fortschritte gemacht", sagte Vance vor Reportern. Auch der iranische Außenminister Abbas Araghchi bestätigte, die Gespräche hätten „erhebliche Fortschritte" gebracht. Beide Seiten signalisieren damit trotz der angespannten Lage Gesprächsbereitschaft.

Ein zentrales Ergebnis der Verhandlungen ist die Zusage des Irans, Inspektoren der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO) wieder ins Land zu lassen. Vance bezeichnete dies als „wichtigen Meilenstein für das amerikanische Volk und den ersten Schritt zur dauerhaften Denuklearisierung oder zur endgültigen Beendigung eines Atomwaffenprogramms im Iran". Die IAEO-Inspektoren sollen die Einhaltung nuklearer Vereinbarungen überwachen.

Straße von Hormus: Kritische Wasserstraße im Fokus

Die Schließung der Straße von Hormus hatte am Wochenende für erhebliche Unruhe gesorgt. Über diese strategisch bedeutsame Meerenge werden laut maritimen Datendiensten rund 25 Prozent der weltweiten Energieversorgung transportiert. Der Schiffsverkehr durch das wichtige Nadelöhr für Öltransporte kam nach Teherans Ankündigung zeitweise vollständig zum Erliegen.

Vance betonte, dass nun ein Deeskalationsmechanismus etabliert worden sei, um eine weitere Eskalation in der Region zu verhindern. „Wir wollen einen regionalen Waffenstillstand. Wir wollen, dass die Hisbollah aufhört, auf unsere Freunde in Israel zu schießen. Wir wollen, dass die Israelis in Frieden leben können", sagte der Vizepräsident. Zugleich verwies er auf die Notwendigkeit, die Minenräumung in der Straße von Hormus voranzutreiben, um den Schiffsverkehr wieder zu normalisieren.

Kushner und Katar erarbeiten „klassischen Trump-Deal"

Besondere Aufmerksamkeit widmete Vance einer Lösung, die Jared Kushner – Trumps Schwiegersohn – gemeinsam mit Katar ausgearbeitet hat. Dabei sollen die USA die Kontrolle über den Prozess der Freigabe eingefrorener iranischer Vermögenswerte erhalten. Vance bezeichnete das Ergebnis als „klassischen Trump-Deal".

„Was Jared, die Katarer und das gesamte Team hier in Bürgenstock erreicht haben, ist für mich ein klassischer Trump-Deal: Sollten iranische Vermögenswerte jemals freigegeben werden, werden sie dazu verwendet, amerikanische Landwirte reicher zu machen und das iranische Volk zu ernähren", erklärte Vance. Er wertete dies als vorteilhaft für beide Seiten und als Beitrag zur regionalen Sicherheitsarchitektur.

Trotz der positiven Signale räumte Vance ein, dass „noch viel zu tun" sei, bevor ein endgültiges Abkommen erzielt werden könne. Die Gespräche in Bürgenstock sollen fortgesetzt werden. Für die internationalen Energiemärkte und die geopolitische Stabilität im Nahen Osten bleiben die Verhandlungen von zentraler Bedeutung.

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