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USA verbieten Polestar-Verkauf ab Modelljahr 2027 faktisch

Die USA verweigern Polestar die Verkaufsgenehmigung ab 2027 – ein weiterer harter Schlag gegen chinesisch produzierte Elektroautos.

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USA verbieten Polestar-Verkauf ab Modelljahr 2027 faktisch

Der schwedische Elektroautohersteller Polestar hat am Donnerstag bekannt gegeben, dass die USA dem Unternehmen keine Genehmigung für den Verkauf von Fahrzeugen ab dem Modelljahr 2027 erteilt haben. Dies kommt faktisch einem Verkaufsverbot auf dem US-amerikanischen Markt gleich. Polestar steht damit vor einer massiven Einschränkung seiner Geschäftstätigkeit in den Vereinigten Staaten.

Das in Schweden ansässige Unternehmen befindet sich mehrheitlich im Besitz der chinesischen Geely Holding – und genau dieser Umstand dürfte im Mittelpunkt der US-Entscheidung stehen. Die Trump-Administration versucht mit gezielten Maßnahmen, die heimische Automobilindustrie zu stärken und den Import von in China hergestellten Fahrzeugen zu erschweren. Polestar ist damit das jüngste Opfer dieser protektionistischen Handelspolitik.

Trotz des faktischen Verbots kündigte Polestar an, die vorhandenen Bestände des Polestar 3 und Polestar 4 in den USA weiterhin verkaufen zu wollen. Auch der Zugang zum Servicenetz soll für bestehende Kunden aufrechterhalten bleiben. Für Neuzulassungen ab Modelljahr 2027 ist der US-Markt jedoch vorerst geschlossen.

Europäischer Markt rückt in den Fokus

Polestar-CEO Michael Lohscheller kommentierte die Lage mit klaren Worten: „Die Automobilindustrie tritt in eine neue Phase ein, die auf regionalen Dynamiken basiert. Unsere Strategie spiegelt dies wider, wobei Europa unser wichtigster Wachstumsmotor ist und wir planen, den Polestar 7 in Europa zu fertigen." Das Unternehmen richtet seine Aufmerksamkeit damit verstärkt auf die europäischen Märkte, wo die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen weiter wächst.

Die Zahlen unterstreichen diese strategische Ausrichtung deutlich: Rund 94 Prozent des Absatzvolumens von Polestar im ersten Quartal dieses Jahres entfielen bereits auf Märkte außerhalb der USA. Der US-Markt spielte für Polestar zuletzt ohnehin eine untergeordnete Rolle, da der Absatz dort aufgrund von zunehmendem Wettbewerbsdruck und einer schwächeren Konsumbereitschaft schleppend verlief.

Die Entscheidung der US-Behörden wirft dennoch Fragen zur Zukunft des Polestar 3 auf. Dieses Modell ist das einzige in der Polestar-Flotte, das tatsächlich in den USA gefertigt wird. Ob und wie die US-Produktion dieses Modells unter den neuen Rahmenbedingungen fortgeführt wird, bleibt offen.

Strategie: Überarbeitete Modelle statt Neuheiten

Angesichts des anhaltenden Zolldrucks hat sich Polestar dazu entschieden, überarbeitete Versionen bestehender Modelle auf den Markt zu bringen, anstatt vollständig neue Fahrzeuge einzuführen. Noch in diesem Jahr sollen die Auslieferungen einer neuen Variante des Polestar 4 beginnen. Im Jahr 2027 folgt dann eine aktualisierte Version der Limousine Polestar 2.

Das nächste komplett neue Modell des Herstellers wird der kompakte SUV Polestar 7 sein, der in Europa gefertigt werden soll. Mit dieser Strategie versucht Polestar, die Kosten im Griff zu behalten und gleichzeitig die Produktpalette für seine wichtigsten Wachstumsmärkte in Europa attraktiv zu halten.

Der Fall Polestar steht exemplarisch für die wachsenden Spannungen im globalen Automobilhandel. Während die USA ihren Markt zunehmend für chinesisch produzierte Fahrzeuge schließen, suchen betroffene Hersteller nach alternativen Produktionsstandorten und Absatzmärkten. Für europäische Verbraucher und Investoren bleibt die Entwicklung dieser Handelskonflikte ein wichtiger Faktor für die Zukunft der Elektromobilität.

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