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USA verbieten Polestar den Verkauf neuer Elektroautos im Land

Das US-Handelsministerium untersagt dem chinesisch kontrollierten Elektroautohersteller Polestar den Verkauf von Neufahrzeugen in den USA.

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USA verbieten Polestar den Verkauf neuer Elektroautos im Land

Polestar, die mehrheitlich in chinesischem Besitz befindliche Elektroautomarke, muss sich vom US-amerikanischen Neuwagenmarkt zurückziehen. Das US-Handelsministerium hat dem Unternehmen den Verkauf von Neufahrzeugen in den Vereinigten Staaten untersagt. Damit wird Polestar zum ersten prominenten Opfer einer US-Regelung, die chinesische Software in vernetzten Neufahrzeugen verbietet.

Die betroffene Regelung zielt darauf ab, zu verhindern, dass Kameras und GPS-Tracking-Systeme in Fahrzeugen von ausländischen Akteuren missbraucht werden können. Hintergrund ist die wachsende Sorge der US-Regierung über mögliche Sicherheitsrisiken durch vernetzte Fahrzeuge, die von Unternehmen aus als kritisch eingestuften Ländern kontrolliert werden. Polestar wird vom chinesischen Automobilgiganten Zhejiang Geely Holding Group kontrolliert – einem der größten Automobilkonzerne der Welt.

Genehmigungsantrag abgelehnt

Polestar hatte beim Handelsministerium einen Antrag auf Genehmigung gestellt, um den Fahrzeugverkauf im Rahmen eines in der Regelung vorgesehenen Ausnahmeverfahrens fortsetzen zu dürfen. Das Unternehmen teilte am Donnerstag mit, dass die US-Regierung diesen Antrag jedoch abgelehnt habe. Damit ist der Weg für einen regulären Neuwagenverkauf in den USA für Polestar vorerst versperrt.

Für deutsche Anleger und Beobachter ist der Fall besonders interessant, da Polestar ursprünglich aus dem schwedischen Volvo-Konzern hervorgegangen ist. Volvo selbst gehört ebenfalls zur Geely-Gruppe, was die engen Verflechtungen zwischen europäischen Automobilmarken und chinesischen Mutterkonzernen verdeutlicht. Polestar positionierte sich lange als europäisch geprägtes Premium-Elektroauto-Label, steht nun aber aufgrund seiner Eigentümerstruktur unter verschärftem regulatorischem Druck in den USA.

Bestandsfahrzeuge und Service bleiben verfügbar

Trotz des Verbots wird Polestar den Abverkauf der noch vorhandenen Fahrzeugbestände in den USA fortsetzen. Auch der Zugang zu Servicezentren für Reparaturen und Wartung bleibt für bestehende Kunden weiterhin gewährleistet, wie das Unternehmen mitteilte. Neukunden können jedoch keine fabrikneuen Fahrzeuge mehr erwerben.

Der Fall Polestar dürfte als Präzedenzfall für weitere chinesisch kontrollierte Automobilhersteller gelten, die auf dem US-Markt aktiv sind oder eine Expansion dorthin planen. Die US-Regelung zu chinesischer Software in vernetzten Fahrzeugen könnte künftig weitere Unternehmen treffen und die ohnehin angespannten Handelsbeziehungen zwischen den USA und China im Automobilsektor weiter belasten. Für die globale Elektroautoindustrie sendet die Entscheidung ein deutliches Signal: Die nationale Sicherheit wird in den USA zunehmend als Argument genutzt, um den Marktzugang für chinesisch kontrollierte Unternehmen einzuschränken.

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