USA und Mexiko starten USMCA-Überprüfung ab 16. März
Bilaterale Handelsgespräche sollen sicherstellen, dass das Nordamerika-Abkommen primär den Vertragsparteien zugutekommt.

Washington/Mexiko-Stadt – Die USA und Mexiko beginnen ab der Woche des 16. März mit bilateralen Gesprächen zur Überprüfung des USMCA-Handelsabkommens. Das teilte das Büro des US-Handelsbeauftragten am Donnerstag mit. Damit nimmt die von der Trump-Administration angestoßene Revision des trilateralen Freihandelsvertrags konkrete Formen an.
US-Handelsbeauftragter Jamieson Greer und der mexikanische Wirtschaftsminister Marcelo Ebrard haben ihre Unterhändler angewiesen, sogenannte Sondierungsgespräche einzuleiten. Ziel ist es, Maßnahmen zu identifizieren, die sicherstellen, dass die Vorteile des Abkommens vorrangig den Vertragsparteien zugutekommen. Ausdrücklich genannt wird dabei auch die Reduzierung der Abhängigkeit von Importen aus Drittstaaten außerhalb der nordamerikanischen Region.
Hintergrund: Was ist das USMCA?
Das USMCA (United States-Mexico-Canada Agreement) trat 2020 in Kraft und ersetzte das seit 1994 geltende NAFTA-Abkommen. Es wurde während der ersten Amtszeit von Präsident Donald Trump ausgehandelt und regelt den Freihandel zwischen den drei nordamerikanischen Volkswirtschaften. Waren, die die Ursprungsregeln des Abkommens erfüllen, können zollfrei in die USA eingeführt werden – ein zentraler Schutzmechanismus für Mexiko und Kanada gegenüber den jüngsten US-Zolloffensiven.
Die Trump-Administration steht unter Zeitdruck: Bis zum 1. Juli muss die Regierung den US-Kongress darüber informieren, ob sie Änderungen am Abkommen plant. Greer hatte bereits Ende Februar angekündigt, dass auch Gespräche mit kanadischen Handelsvertretern in den kommenden Wochen geplant seien. Die Unterhändler aller drei Parteien sollen sich im Rahmen der gemeinsamen Überprüfung regelmäßig treffen.
Bedeutung für den Welthandel
Für deutsche und europäische Beobachter ist die USMCA-Revision von erheblicher Relevanz. Nordamerika ist einer der größten Wirtschaftsräume der Welt, und Veränderungen im Handelsrahmen zwischen USA, Mexiko und Kanada wirken sich auch auf globale Lieferketten aus. Insbesondere die Klausel zur Reduzierung von Drittstaaten-Importen könnte Auswirkungen auf europäische und asiatische Exporteure haben, die bislang über Mexiko in den US-Markt liefern.
