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USA schlagen Auktion für Tiefseebergbau vor Nördlichen Marianen vor

US-Regierung schlägt Auktion für Tiefseebergbau vor den Nördlichen Marianen vor

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USA schlagen Auktion für Tiefseebergbau vor Nördlichen Marianen vor

Die US-Regierung treibt die Erschließung mariner Rohstoffvorkommen weiter voran. Das Innenministerium hat den Verkauf von Lizenzen für den Tiefseebergbau in US-Gewässern rund um die Nördlichen Marianen vorgeschlagen. Es ist der jüngste Schritt in den Bemühungen von Präsident Donald Trump, die heimische Versorgung mit kritischen Rohstoffen auszuweiten.

Die Marine Minerals Administration (MMA) schlug eine Offshore-Rohstoffauktion vor, die rund 67 Millionen Quadratmeilen Meeresboden östlich und westlich des US-Außengebiets im Pazifik umfasst. Die Versteigerung soll am 16. Dezember 2026 in Kalifornien stattfinden, wobei die Lizenzen im Rahmen eines wettbewerbsorientierten Bieterverfahrens vergeben werden.

Die Lizenzen würden es Unternehmen ermöglichen, nach Vorkommen kritischer Mineralien zu suchen und diese potenziell zu erschließen. Diese Rohstoffe werden unter anderem in Batterien, Elektronik und Verteidigungstechnologien verwendet. Der amtierende MMA-Direktor Matt Giacona erklärte in einer Stellungnahme, dass der Vorschlag darauf abzielt, den Zugang der USA zu Mineralien zu unterstützen, die für Lieferketten, die Fertigung und die nationale Sicherheit benötigt werden.

Regionale Abstimmung und offene Fragen

Die Behörden werden zunächst die Stellungnahmen des Gouverneurs der Nördlichen Marianen prüfen, bevor sie über das weitere Vorgehen entscheiden, so die MMA in einer Bekanntmachung zum geplanten Verkauf. Ein Sprecher von Gouverneur David Apatang war für eine unmittelbare Stellungnahme nicht zu erreichen.

In Kommentaren, die der Verwaltung im Januar übermittelt wurden, erklärte Apatang jedoch, dass er den Meeresbodenbergbau weder befürworte noch ablehne. Er verwies auf den Bedarf an zusätzlichen Informationen über dessen Umweltauswirkungen. Die Position des Gouverneurs könnte entscheidend für den weiteren Zeitplan sein.

Teil einer größeren Strategie

Der Vorstoß ist kein isolierter Schritt. Erst im vergangenen Monat schlug die Trump-Regierung vor, mehr als 31 Millionen Quadratmeilen Meeresboden vor Amerikanisch-Samoa für den Tiefseebergbau zu verpachten. Dies ist Teil einer umfassenderen Initiative, um die Abhängigkeit der USA von ausländischen Quellen für kritische Rohstoffe zu verringern.

Hintergrund ist der wachsende geopolitische Wettbewerb um seltene Erden und andere strategische Mineralien, die für Zukunftstechnologien unverzichtbar sind. Die USA versuchen, ihre Lieferketten zu diversifizieren und weniger abhängig von dominanten Anbietern wie China zu werden.

Kontroverse um Umweltauswirkungen

Der Tiefseebergbau bleibt jedoch hoch umstritten. Umweltschutzgruppen lehnen die Pläne ab und argumentieren, dass weitere Untersuchungen zu den Auswirkungen auf die Meeresökosysteme erforderlich seien. Die Tiefsee beherbergt einzigartige Lebensgemeinschaften, deren langfristige Schädigung durch Bergbauaktivitäten bislang nur unzureichend erforscht ist.

Befürworter hingegen erklären, dass der Bergbau eine neue Quelle für Mineralien darstellen könnte, die in Elektrofahrzeugen, Elektronik und militärischer Ausrüstung zum Einsatz kommen. Angesichts des weltweit steigenden Bedarfs an diesen Rohstoffen gewinnt die Debatte an Dynamik.

Für deutsche Anleger ist die Entwicklung interessant, da sie zeigt, wie intensiv die USA um strategische Rohstoffe ringen. Sollte sich der Tiefseebergbau als wirtschaftlich und technisch realisierbar erweisen, könnten langfristig neue Fördergebiete entstehen, die die globalen Rohstoffmärkte verändern.

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