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USA klagen Iraker wegen Terrorunterstützung für Iran-Miliz an

Ein hochrangiges Mitglied der Miliz Kata'ib Hisbollah wurde festgenommen und in die USA überstellt – ihm drohen sechs Anklagepunkte.

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USA klagen Iraker wegen Terrorunterstützung für Iran-Miliz an

Das US-Justizministerium hat am Freitag die Festnahme und Überstellung eines irakischen Staatsangehörigen bekanntgegeben, dem die Beteiligung an Terroranschlägen gegen US-Interessen in Europa und den Vereinigten Staaten vorgeworfen wird. Bei dem Verdächtigen handelt es sich um Mohammad Baqer Saad Dawood Al-Saadi, dem sechs Anklagepunkte im Zusammenhang mit Terrorismus zur Last gelegt werden. Laut Staatsanwaltschaft ist er ein hochrangiges Mitglied der vom Iran unterstützten Miliz Kata'ib Hisbollah.

Al-Saadi wird beschuldigt, fast 20 Anschläge und versuchte Anschläge in ganz Europa und den Vereinigten Staaten koordiniert oder unterstützt zu haben. US-Bundesanwalt Jay Clayton für den südlichen Bezirk von New York erklärte, dies schließe auch „seine Bemühungen, auf US-Boden zu töten" ein. Konkret wirft ihm die Staatsanwaltschaft vor, eine ausländische terroristische Organisation materiell unterstützt zu haben.

Festnahme in der Türkei, Vorführung in den USA

US-Beamte erklärten, Al-Saadi sei im Ausland in US-Gewahrsam genommen und anschließend in die Vereinigten Staaten transportiert worden. ABC News berichtete, er sei in der Türkei festgenommen und den US-Behörden übergeben worden. Nach seiner Ankunft in den USA wurde er einem Ermittlungsrichter vorgeführt, der die Untersuchungshaft bis zum Prozess anordnete.

In von Beamten zitierten Gerichtsdokumenten werden Anschläge beschrieben, die mit Al-Saadi und seinen Komplizen in Verbindung stehen – darunter Bombenanschläge, Brandstiftung und Angriffe auf US-Interessen im Ausland. Darüber hinaus behaupten Beamte, er habe potenzielle Anschläge innerhalb der Vereinigten Staaten erörtert, darunter mögliche Ziele in New York, Kalifornien und Arizona.

Die Staatsanwaltschaft wirft Al-Saadi außerdem vor, Anschläge auf US-amerikanische und israelische Ziele angeleitet und gefördert zu haben. Dies umfasse auch Versuche, Amerikaner und jüdische Zivilisten zu töten – als Teil einer umfassenderen Kampagne militanter Gruppen mit Verbindungen zum Iran.

Kata'ib Hisbollah unter IRGC-Führung

Kata'ib Hisbollah gilt als eine der einflussreichsten vom Iran unterstützten Milizen im Irak. Die US-Regierung und unabhängige Experten geben an, dass die Organisation unter der Leitung der iranischen Revolutionsgarde (IRGC) agiert. Die Anklage erfolgt vor dem Hintergrund einer verstärkten Überprüfung durch die USA von vom Iran unterstützten Milizen, denen vorgeworfen wird, amerikanisches Personal und Verbündete in mehreren Regionen ins Visier zu nehmen.

Der Verteidiger von Al-Saadi, Andre Dalack, lehnte es ab, inhaltlich zu den Vorwürfen Stellung zu nehmen, da es noch zu früh sei, Details des Falles zu besprechen. Er warnte jedoch vor einer „Vorverurteilung" und äußerte Besorgnis über die Haftbedingungen seines Mandanten. „Wir sind derzeit in erster Linie über seine Haftbedingungen besorgt, da er nach unserem Kenntnisstand in Einzelhaft gehalten wird, was wir für grausam und unnötig halten", sagte Dalack gegenüber Reuters.

Der Fall unterstreicht die anhaltenden Spannungen zwischen den USA und dem Iran sowie die Bemühungen der US-Behörden, Netzwerke vom Iran unterstützter Milizen auch außerhalb des Nahen Ostens zu verfolgen. Für deutsche und europäische Leser ist der Fall besonders relevant, da Al-Saadi auch Anschläge auf europäischem Boden koordiniert haben soll.

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