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US-Senioren in Armut: Über 10 Millionen betroffen, Kürzungen drohen

Mehr als 10 Millionen ältere Menschen leben in Armut, während Kürzungen bei der sozialen Sicherheit drohen – Betroffene schlagen Alarm.

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US-Senioren in Armut: Über 10 Millionen betroffen, Kürzungen drohen

Mehr als 10 Millionen ältere Menschen leben derzeit in Armut. Gleichzeitig drohen Kürzungen bei der sozialen Sicherheit. Für viele Betroffene wird die finanzielle Lage damit zunehmend prekär. Ein Betroffener bringt die Verzweiflung drastisch auf den Punkt: „Ich weiß nicht, wie jemand damit zurechtkommt.“

Zu den Menschen, die die steigenden Kosten täglich spüren, gehört Kenneth Heideman. Der 67-Jährige lebt im US-Bundesstaat Vermont und gibt monatlich 120 Dollar mehr für Benzin und Lebensmittel aus als noch vor einem Jahr. Doch das sei erst der Anfang der höheren Kosten, die er in seiner Rente zu schultern habe, wie der Finanzdienst MarketWatch berichtet. Auch Senioren mit Ersparnissen hätten zunehmend Mühe, über die Runden zu kommen.

Ein Beispiel aus dem Alltag

„Ich bin mir der gestiegenen Benzinkosten bewusst – wie sollte man das auch nicht sein? Und die Preise im Supermarkt wirken tückisch“, sagte Heideman. Besonders problematisch sei, dass sich die Teuerung nicht auf wenige Güter beschränke, sondern sich über viele Bereiche des Alltags ziehe. „Es ist leicht, andere Ausgaben nicht im Blick zu behalten, wenn man sie nicht so häufig kauft und diese dennoch teurer werden – doch die Preiserhöhungen sind vorhanden“, so der 67-Jährige.

Die Belastung zeigt sich auch abseits des täglichen Einkaufs. Heideman ließ Reparaturen an seinem Auto durchführen – und diese waren aufgrund von Zöllen höher als erwartet. Auch die Kosten für Kleidung seien gestiegen, und zwar „bei allem“. Solche Posten treffen Rentner besonders hart, weil sie häufig auf ein weitgehend festes monatliches Einkommen angewiesen sind und unerwartete Ausgaben kaum noch ausgleichen können.

Was die Zahlen für Betroffene bedeuten

In den USA ist die soziale Sicherheit (Social Security) das zentrale Standbein der Altersvorsorge. Millionen Rentner beziehen daraus den größten Teil ihres Einkommens. Drohen nun Kürzungen, während zugleich die Lebenshaltungskosten steigen, geraten viele Haushalte in eine doppelte Zwickmühle: Auf der einen Seite sinken oder stagnieren die Einnahmen, auf der anderen Seite werden Benzin, Lebensmittel, Autoreparaturen und Kleidung teurer. Genau diese Kombination beschreibt Heideman in seinem Alltag.

Die Zahl von mehr als 10 Millionen älteren Menschen in Armut macht deutlich, wie groß die betroffene Gruppe ist. Sie umfasst nicht nur Geringverdiener, sondern zunehmend auch Senioren, die eigentlich Ersparnisse aufgebaut haben. Dass selbst diese Gruppe nach eigener Wahrnehmung kaum noch zurechtkommt, unterstreicht den Druck, der auf den Haushalten lastet. Für deutsche Leser ist die Entwicklung insofern relevant, als sie zeigt, wie stark die Alterssicherung von der allgemeinen Preisentwicklung und politischen Entscheidungen abhängt.

Wie es für die Betroffenen weitergeht, ist offen. Klar ist: Steigende Alltagskosten und die Diskussion über Kürzungen bei der sozialen Sicherheit treffen eine wachsende Zahl älterer Menschen gleichzeitig. Heidemans Beispiel steht damit für ein Problem, das weit über einen einzelnen Haushalt in Vermont hinausreicht.

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