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US-Kongress: Handelsplattform Webull mit Verbindungen zur chinesischen Regierung

Ein neuer Bericht des US-Kongresses sieht in der Online-Handelsplattform Webull eine Bedrohung für die nationale Sicherheit.

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US-Kongress: Handelsplattform Webull mit Verbindungen zur chinesischen Regierung

Die Online-Handelsplattform Webull (BULL) stellt nach Einschätzung des US-Kongresses eine Bedrohung für die nationale Sicherheit dar. Grund dafür sind zuvor nicht offengelegte Verbindungen des Unternehmens zur chinesischen Regierung. Das geht aus einem neuen Bericht hervor, den der zuständige Ausschuss am Mittwoch veröffentlichte.

Die Untersuchung wurde vom Sonderausschuss für China im US-Repräsentantenhaus durchgeführt. Nach dessen Erkenntnissen unterliegt die Backend-Technologie von Webull den chinesischen Gesetzen. Diese Gesetze räumen der chinesischen Regierung weitreichende Ermittlungsbefugnisse ein. Nach Angaben des Berichts könnten diese Befugnisse dazu genutzt werden, auf private Informationen von Nutzern zuzugreifen.

Was der Bericht konkret feststellt

Im Mittelpunkt der Untersuchung steht die technische Infrastruktur hinter der Handels-App. Der Ausschuss kommt zu dem Schluss, dass die im Backend eingesetzte Technologie nicht unabhängig von chinesischen Rechtsvorschriften betrachtet werden kann. Da diese Vorschriften der Regierung umfassende Zugriffs- und Ermittlungsrechte einräumen, sieht der Bericht darin ein Sicherheitsrisiko für US-Nutzer.

Die zuvor nicht offengelegten Verbindungen zur chinesischen Regierung bilden den Kern der Kritik. Der Bericht macht damit ein Thema öffentlich, das bislang nicht Teil der offiziellen Kommunikation des Unternehmens war. Für den Sonderausschuss ist dies der Anlass, Webull als Bedrohung für die nationale Sicherheit der Vereinigten Staaten einzustufen.

Einordnung für Anleger

Für deutsche Privatanleger ist die Meldung vor allem deshalb relevant, weil sie die Diskussion über die Herkunft und Kontrolle von Handelsplattformen befeuert. Wer über eine App wie Webull Wertpapiere handelt, vertraut dem Anbieter sensible Daten an – von der Identität bis zu den konkreten Transaktionen. Fällt die technische Basis eines solchen Anbieters unter ausländische Rechtsordnungen mit weitreichenden staatlichen Zugriffsrechten, kann das Vertrauen der Nutzer und der Aufsichtsbehörden belastet werden.

Der Bericht reiht sich in eine breitere Debatte über die Sicherheit von Finanz- und Technologieplattformen mit Verbindungen nach China ein. Der Sonderausschuss für China im Repräsentantenhaus befasst sich seit Längerem mit Unternehmen, bei denen eine staatliche Einflussnahme nicht ausgeschlossen werden kann. Die nun veröffentlichten Erkenntnisse zu Webull erweitern diese Prüfung auf den Bereich des Online-Handels.

Ob und welche konkreten Konsequenzen aus dem Bericht folgen, lässt sich anhand der vorliegenden Informationen nicht sagen. Der Bericht selbst stellt zunächst eine Bewertung und Warnung dar. Für Anleger und Nutzer bedeutet die Meldung vor allem eines: Die Frage, wo die Technologie einer Handelsplattform beheimatet ist und welchen Gesetzen sie unterliegt, rückt stärker in den Fokus.

Webull tritt unter dem Ticker BULL auf. Der Bericht wurde am Mittwoch veröffentlicht und stützt sich auf die Untersuchung des Sonderausschusses für China. Weitere Details zu möglichen Maßnahmen oder Reaktionen des Unternehmens lagen zum Zeitpunkt der Veröffentlichung nicht vor.

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