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Iranische Spione planten Anschlag auf Journalisten in London

Drei Männer stehen vor Gericht, weil sie im Auftrag des Iran regimekritische Journalisten in London ausspähten.

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Iranische Spione planten Anschlag auf Journalisten in London

Vor einem britischen Gericht hat ein Strafprozess begonnen, der die mutmaßlichen Spionageaktivitäten des iranischen Regimes auf britischem Boden beleuchtet. Die Staatsanwaltschaft wirft drei Männern vor, im Auftrag des Iran in London ansässige regimekritische Journalisten ausgespäht zu haben – mit dem Ziel, gewaltsame Angriffe auf diese vorzubereiten.

Die drei Angeklagten sind Mostafa Sepahvand, Farhad Javadi Manesh und Shapoor Gelehali Khan Noori. Ihnen wird vorgeworfen, einen ausländischen Geheimdienst durch die Beschaffung von Informationen für den Iran unterstützt zu haben. Laut Anklage wurden die Männer vom Iran für ihre Tätigkeit bezahlt.

Die Anklage im Detail

Dem 41-jährigen Mostafa Sepahvand wird darüber hinaus die Vorbereitung schwerer Gewalttaten gegen eine Einzelperson zur Last gelegt. Dies ist der schwerste Anklagepunkt in diesem Verfahren. Die beiden anderen Angeklagten, Javadi Manesh und Gelehali Khan Noori, werden der Beihilfe beschuldigt.

Der Fall wirft ein Schlaglicht auf die anhaltenden Bemühungen des iranischen Regimes, Kritiker und Oppositionelle im Ausland zu überwachen und einzuschüchtern. Regimekritische Journalisten und Aktivisten, die in westlichen Ländern tätig sind, stehen seit Jahren im Visier des Teheraner Regimes.

Bedrohung für Pressefreiheit und Exiliraner

London gilt als wichtiger Standort für iranische Exilmedien und regimekritische Journalisten, die von dort aus über die Lage im Iran berichten. Die britische Hauptstadt beherbergt eine große iranische Diaspora sowie zahlreiche Medienorganisationen, die auf Persisch senden und berichten.

Der vorliegende Fall ist nicht der erste seiner Art: Westliche Geheimdienste und Strafverfolgungsbehörden haben in den vergangenen Jahren wiederholt vor iranischen Operationen auf europäischem und nordamerikanischem Boden gewarnt. Dabei geht es nicht nur um Überwachung, sondern auch um geplante Entführungen und Anschläge gegen Dissidenten.

Für deutsche Leser ist der Fall von besonderer Relevanz, da auch Deutschland regelmäßig als Operationsgebiet ausländischer Geheimdienste gilt und iranische Exilgemeinschaften sowie Journalisten hierzulande ähnlichen Bedrohungen ausgesetzt sein können. Der Prozess in London könnte wichtige Erkenntnisse über die Methoden und Strukturen iranischer Geheimdienstoperationen im Westen liefern.

Der Prozess hat gerade erst begonnen. Weitere Details zu den Tatvorwürfen und möglichen Hintermännern dürften im Verlauf des Verfahrens ans Licht kommen.

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