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US-Inflation steigt auf 4,2 Prozent – Iran-Krieg treibt Energiepreise

Der US-Verbraucherpreisindex erreicht den höchsten Stand seit April 2023 – Reallöhne sinken bereits den zweiten Monat in Folge.

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US-Inflation steigt auf 4,2 Prozent – Iran-Krieg treibt Energiepreise

Die US-Inflation hat im Mai 2026 erneut zugelegt und damit den dritten Monat in Folge kräftige Anstiege verzeichnet. Der Verbraucherpreisindex (VPI) stieg in den zwölf Monaten bis Mai um 4,2 Prozent – der stärkste Zuwachs seit April 2023. Das Bureau of Labor Statistics des US-Arbeitsministeriums veröffentlichte die Daten am Mittwoch.

Im Monatsvergleich erhöhten sich die Preise um 0,5 Prozent, nachdem sie im April noch um 0,6 Prozent gestiegen waren. Der Jahresvergleich zeigt eine deutliche Beschleunigung: Im April hatte der VPI noch bei 3,8 Prozent gelegen, im März bei 3,3 Prozent. Der Anstieg entsprach den Erwartungen der Ökonomen.

Reallöhne sinken – Haushalte greifen auf Ersparnisse zurück

Besonders besorgniserregend ist die Entwicklung bei den Reallöhnen. Die realen durchschnittlichen Stundenlöhne fielen in den zwölf Monaten bis Mai um 0,7 Prozent – nach einem Rückgang von 0,3 Prozent im April. Die Inflation zehrt damit bereits den zweiten Monat in Folge an der Kaufkraft der Arbeitnehmer.

Die steigenden Lebenshaltungskosten zwingen viele amerikanische Haushalte dazu, ihre Ersparnisse anzuzapfen, um ihre laufenden Ausgaben zu finanzieren. Ökonomen warnen, dass dies das allgemeine Wirtschaftswachstum belasten könnte. „Die Amerikaner werden finanziell von der Inflation in die Zange genommen", sagte Heather Long, Chefökonomin der Navy Federal Credit Union.

Alle relevanten Inflationskennzahlen liegen deutlich über dem Ziel der US-Notenbank Federal Reserve. Die Fed verfolgt für ihr Inflationsziel von 2 Prozent die Preisindizes für persönliche Konsumausgaben (PCE) – auch diese Messgröße befindet sich weit oberhalb der Zielmarke.

Trump unter Druck – Zustimmungswerte sinken

Die rasant steigenden Lebenshaltungskosten entwickeln sich zur politischen Belastung für Präsident Donald Trump und die Republikanische Partei. Bei den Zwischenwahlen im November wollen die Republikaner die Kontrolle über den Kongress behalten – doch die wachsende Frustration der Bevölkerung über den Umgang der Regierung mit der Wirtschaft drückt auf Trumps Zustimmungswerte.

Trump hatte die Präsidentschaftswahl 2024 zu einem großen Teil mit dem Versprechen gewonnen, die Inflation zu senken. Auf den steigenden Preisdruck angesprochen, sagte Trump vor Journalisten: „Ich liebe die Inflation", und fügte hinzu, dass sie „wie ein Stein fallen wird", wenn der von den USA angeführte Krieg mit dem Iran endet.

Der laufende Konflikt mit dem Iran gilt als wesentlicher Treiber der gestiegenen Energiepreise, die maßgeblich zur aktuellen Inflationsbeschleunigung beitragen. Für deutsche Anleger und Beobachter ist die Entwicklung in den USA von besonderer Bedeutung: Eine anhaltend hohe US-Inflation beeinflusst die globalen Kapitalmärkte, die Geldpolitik der Federal Reserve und damit auch die Kursentwicklungen an den europäischen Börsen.

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