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US-Börsen uneinheitlich: Konsumwerte gleichen KI-Verluste aus

Dow Jones steigt, während Nasdaq und S&P 500 unter Gewinnmitnahmen bei Tech- und KI-Aktien leiden.

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US-Börsen uneinheitlich: Konsumwerte gleichen KI-Verluste aus

Die US-Aktienmärkte schlossen am Mittwoch mit einem uneinheitlichen Bild. Anleger nutzten die Gelegenheit, Gewinne bei hochbewerteten Technologie- und KI-Werten mitzunehmen, während gleichzeitig eine deutliche Umschichtung in bislang schwächelnde Sektoren stattfand. Besonders Reiseunternehmen und Wohnungsbaugesellschaften profitierten von dieser Rotation.

Der Dow Jones Industrial Average legte um 182,06 Punkte oder 0,35 Prozent auf 51.848,90 Zähler zu. Der breit gefasste S&P 500 verlor hingegen 7,24 Punkte oder 0,10 Prozent und schloss bei 7.358,22 Punkten. Der technologielastige Nasdaq Composite gab um 110,40 Punkte oder 0,43 Prozent auf 25.476,64 Zähler nach.

Experte warnt vor blindem Kaufverhalten

Oliver Pursche, Senior Vice President beim Finanzberater Wealthspire, kommentierte die aktuelle Marktstimmung kritisch: „Das Problem ist, dass viele Anleger Titel schlichtweg deshalb kaufen, weil sie steigen, ohne zu verstehen, warum sie diese kaufen oder was sie da eigentlich genau erwerben." Diese Warnung richtet sich insbesondere an Privatanleger, die in den vergangenen Monaten verstärkt auf KI-Aktien gesetzt haben, ohne die fundamentalen Bewertungen zu hinterfragen.

Am Anleihemarkt sanken die Renditen spürbar. Die Rendite zweijähriger US-Staatsanleihen fiel um 0,061 Prozentpunkte auf 4,136 Prozent. Die Rendite der richtungsweisenden zehnjährigen Anleihen sank um 0,094 Prozentpunkte auf 4,400 Prozent. Sinkende Anleiherenditen signalisieren in der Regel, dass Investoren mit einer lockereren Geldpolitik rechnen – ein Umfeld, das zinssensitive Sektoren wie den Immobilienmarkt begünstigt.

Wohnungsbausektor mit starkem Kursanstieg

Der börsengehandelte Fonds SPDR Homebuilders, der die Entwicklung von US-Wohnungsbauunternehmen abbildet, stieg um beachtliche 5,6 Prozent auf 114,28 US-Dollar. Hintergrund ist die Erwartung sinkender Hypothekenzinsen, die den zuletzt unter Druck geratenen Immobilienmarkt wieder beleben könnten. Der kriegsbedingte Zinsanstieg hatte die Aktivitäten auf dem Immobilienmarkt zuletzt erheblich belastet.

Aktuelle Daten des US Census Bureau und des Ministeriums für Wohnungsbau und Stadtentwicklung zeigen jedoch, dass der Markt noch unter Druck steht: Die Verkäufe neuer Einfamilienhäuser fielen im Mai auf 580.000 Einheiten, nach 626.000 im April. Dieser Rückgang verdeutlicht, dass die erhoffte Erholung im Wohnungsbau noch auf sich warten lässt.

Ölpreis bricht deutlich ein

Auch am Rohstoffmarkt gab es markante Bewegungen. Die Terminkontrakte auf Rohöl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) setzten ihren rasanten Kursverfall fort und fielen zeitweise unter die psychologisch wichtige Marke von 70 US-Dollar pro Barrel. Am Ende schloss der Ölpreis mit einem Minus von 3,9 Prozent bei 70,34 US-Dollar pro Barrel.

Berichte über zunehmenden Tankerverkehr durch die Straße von Hormus – eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten für Öltransporte weltweit – konnten einen Rückgang der gewerblichen US-Lagerbestände um 6,1 Millionen Barrel nicht ausgleichen. Der deutliche Preisrückgang beim Öl könnte mittelfristig inflationsdämpfend wirken und damit die Erwartungen an Zinssenkungen der US-Notenbank Fed weiter stützen.

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