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US-Börsen auf Wochenkurs: Tech erholt sich, Telekom bricht ein

SpaceX-Frequenzkauf erschüttert Telekommunikationsbranche, während Technologiewerte nach KI-Dämpfer zurückkehren.

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US-Börsen auf Wochenkurs: Tech erholt sich, Telekom bricht ein

Die wichtigsten US-Aktienindizes legten am frühen Freitagshandel zu und steuerten auf solide Wochengewinne zu. Der technologielastige Nasdaq Composite stieg um 0,5 Prozent, der Referenzindex S&P 500 um 0,3 Prozent und der Blue-Chip-Index Dow Jones Industrial Average um 0,2 Prozent. Damit befanden sich alle drei großen Indizes auf Wochensicht im Plus – der S&P 500 um 0,6 Prozent, der Dow um 0,1 Prozent und der Nasdaq geringfügig höher.

Besonders bemerkenswert: Der Nasdaq steuerte auf seinen vierten Wochengewinn in Folge zu. Das ist ein deutliches Signal für die anhaltende Erholungsstärke des Technologiesektors, der in den vergangenen Wochen unter erheblichem Druck gestanden hatte.

Technologiewerte erholen sich nach KI-Dämpfer

Der Vortag hatte noch ein anderes Bild gezeigt. Aktien mit Bezug zu Künstlicher Intelligenz gaben nach einem Bericht nach, wonach der annualisierte Umsatz von OpenAI um 20 Milliarden US-Dollar niedriger ausfiel als zuvor signalisiert. Dies zog den Nasdaq und den S&P 500 deutlich ins Minus. Zum Handelsauftakt am Freitag erholten sich die Technologiewerte jedoch spürbar.

Der Roundhill's Memory ETF (DRAM), der auf Speicherchip-Unternehmen ausgerichtet ist, legte um 1,5 Prozent zu. Der breitere iShares Semiconductor ETF (SOXX) stieg um 1 Prozent. Der Roundhill Magnificent Seven ETF (MAGS), der die sieben größten US-Technologiekonzerne abbildet, notierte 0,5 Prozent höher. Für deutsche Anleger, die in US-Technologiefonds investiert sind, sind diese Bewegungen besonders relevant.

SpaceX erschüttert den Telekommunikationsmarkt

Die größte Überraschung des Handelstages kam jedoch aus dem Telekommunikationssektor. Das von Elon Musk geführte Unternehmen SpaceX gab bekannt, sich auf den Erwerb eines landesweiten Portfolios an Lizenzen für Niedrigband-Frequenzen geeinigt zu haben. Laut SpaceX „schließt dies eine der wichtigsten verbleibenden technischen Lücken und ebnet den Weg für Starlink Mobile, ein bedeutender Mobilfunkanbieter in den USA zu werden."

Die Reaktion an den Märkten war unmittelbar und heftig. Die Aktien von T-Mobile US (TMUS), AT&T (T) und Verizon Communications (VZ) fielen um Werte zwischen 6 und 10 Prozent. Diese drei Unternehmen dominieren bislang den US-Mobilfunkmarkt – ein potenzieller Markteintritt von SpaceX mit eigenem Frequenzspektrum stellt ihre Marktstellung grundlegend in Frage.

Während die etablierten Telekommunikationsanbieter litten, profitierten andere Marktteilnehmer. Die SpaceX-Aktie stieg um 2,5 Prozent. Überraschend stark legten auch die Funkmastbetreiber zu: Crown Castle (CCI), SBA Communications (SBAC) und American Tower (AMT) stiegen zwischen 7 und 11 Prozent. Offenbar rechnen Anleger damit, dass ein wachsendes Starlink-Netzwerk auch mehr Infrastruktur benötigen wird.

Weitere Gewinner und Verlierer des Handelstages

Abseits des Telekommunikationssektors gab es weitere bemerkenswerte Kursbewegungen. Die Aktien des Krankenversicherers Humana (HUM) kletterten um 16 Prozent, nachdem das Unternehmen verbesserte „Star Ratings" für seine Medicare-Advantage-Pläne für das Jahr 2027 bekannt gegeben hatte. Diese Bewertungen sind im US-Gesundheitssystem ein wichtiger Qualitätsindikator und beeinflussen direkt die Vergütung durch staatliche Programme.

Deutlich schlechter lief es für Delta Air Lines (DAL). Die Aktie der Fluggesellschaft fiel um 2,5 Prozent, nachdem Delta schwächer als erwartet ausgefallene Gewinne meldete und zudem die Gewinnprognose für das Gesamtjahr senkte. Als Begründung nannte das Unternehmen hohe Treibstoffpreise – ein Problem, das die gesamte Luftfahrtbranche belastet.

Auch die Ölpreise bewegten sich: Sie gaben nach, nachdem US-Präsident Donald Trump erklärt hatte, dass die USA den Iran erst nach den Zwischenwahlen am 3. November angreifen würden. Geopolitische Aussagen dieser Art haben traditionell unmittelbaren Einfluss auf die Energiemärkte, da der Iran ein bedeutender Ölproduzent ist.

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