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US-Bankensektor: Was der Optionsmarkt zur Berichtssaison erwartet

Sieben Großbanken legen diese Woche Quartalszahlen vor – der Optionsmarkt preist teils deutliche Kursbewegungen ein.

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Die Berichtssaison der US-Banken startet diese Woche mit voller Kraft. Nicht weniger als sieben der größten Finanzinstitute der Welt öffnen ihre Bücher – darunter Goldman Sachs, JPMorgan, Citigroup, Wells Fargo, Bank of America, Morgan Stanley und BlackRock. Da der S&P 500 nahe seinen Allzeithochs notiert, könnten die Ergebnisse ein bedeutender Marktkatalysator werden.

Finanzwerte gehören im Jahr 2026 zu den schwächsten Sektoren im S&P 500 – sie belegen den drittletzten Platz. Obwohl der Sektor im bisherigen Jahresverlauf weitgehend stagniert, signalisiert der Optionsmarkt teils erhebliche Kursbewegungen. Anleger wägen dabei die Auswirkungen höherer Zinsen und der angespannten Lage der US-Verbraucher ab. Die folgenden Einschätzungen basieren auf den neuesten Daten von Cboe LiveVol.

Dienstag, 13. Oktober: Goldman Sachs, JPMorgan, Citigroup und Wells Fargo

Für Goldman Sachs preist der Optionsmarkt eine Kursbewegung von 2,84 % nach der Ergebnisveröffentlichung ein. In den letzten acht Berichtsquartalen bewegte sich die Aktie im Schnitt um lediglich 2 %. Nur drei dieser Quartale endeten mit einer negativen Kursreaktion. Besonders auffällig: Nach dem Bericht zum zweiten Quartal im Juli legte die Aktie um beachtliche 9 % zu – die größte Kursbewegung nach Quartalszahlen seit Januar 2019.

JPMorgan zeigt eine ähnliche implizierte Schwankung von 2,5 %, was nahezu dem Acht-Quartals-Durchschnitt von 2,22 % entspricht. Im Gegensatz zu Goldman wurden die jüngsten JPMorgan-Berichte jedoch nicht mit viel Optimismus aufgenommen. Der Kursanstieg von 2,5 % nach dem Juli-Bericht war die erste positive Reaktion seit April 2025, als die Aktie um 4 % nach oben sprang.

Citigroup geht mit einem Plus von 11 % im bisherigen Jahresverlauf in den Bericht – die beste Performance aller diese Woche berichtenden Unternehmen. Die Optionen preisen eine moderate Kursreaktion von 3 % in beide Richtungen ein, was deutlich unter dem Acht-Quartals-Durchschnitt von 3,8 % liegt. Zur Vorsicht mahnt jedoch das letzte Quartal: Damals überraschte die Aktie negativ mit einem Minus von 5,3 %, obwohl der Markt nur eine Bewegung von 3,5 % erwartet hatte.

Wells Fargo hat in dieser Berichtssaison besonders viel zu beweisen. Die Aktie liegt im laufenden Jahr um 10 % im Minus und enttäuschte bereits bei den letzten drei Ergebnisberichten – zuletzt mit einem Rückgang von 5 % im April. Der Optionsmarkt impliziert diesmal eine Bewegung von 3,5 % in beide Richtungen, was deutlich unter dem Acht-Quartals-Durchschnitt von 5,6 % liegt.

Mittwoch, 14. Oktober: Bank of America, Morgan Stanley und BlackRock

Bank of America könnte laut Optionsmarkt nach dem Mittwochsbericht erstmals in diesem Jahr in die Gewinnzone vorrücken. Ein Kursplus wäre der dritte Erfolg in Folge nach Quartalszahlen. Die implizierte Kursbewegung liegt bei 2,9 % in beide Richtungen – deutlich über der durchschnittlichen Schwankung von 1,8 % der letzten acht Berichtsquartale.

Morgan Stanley präsentiert sich mit einer beeindruckenden Ergebnishistorie. In den letzten acht Berichtsquartalen gab die Aktie nur ein einziges Mal nach – um 1,3 % im Juli 2025. Die Optionen implizieren diesmal eine Bewegung von 3 % in beide Richtungen, verglichen mit dem Acht-Quartals-Durchschnitt von 4,3 %. Ein Kursplus am Mittwoch wäre das fünfte in Folge für das Institut.

Auch für BlackRock wäre ein Kursanstieg der fünfte in Folge. Nach dem Juli-Bericht war die Aktie um fast 7 % nach oben gesprungen. Die letzte negative Reaktion datiert auf den vergangenen Juli, als die Aktie um 6 % einbrach. Diesmal implizieren die Optionen eine Bewegung von 3,3 % in beide Richtungen – moderat im Vergleich zum Durchschnitt von 4,4 % der letzten acht Quartale.

Insgesamt zeigt der Optionsmarkt, dass die Erwartungen für diese Berichtssaison gemischt sind. Während einige Institute wie Morgan Stanley und BlackRock auf einer Serie positiver Reaktionen aufbauen können, stehen Wells Fargo und Citigroup unter besonderem Druck, die Anleger zu überzeugen. Für den Gesamtmarkt bleibt die Bankensaison ein wichtiger Stimmungstest – gerade angesichts der Nähe des S&P 500 zu seinen Allzeithochs.

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