ANZEIGE

US-Arbeitsmarkt: Stellenaufbau im April deutlich verlangsamt

Temporäre Faktoren lassen nach – Ökonomen erwarten nur 62.000 neue Stellen, Arbeitslosenquote stabil bei 4,3 Prozent.

•• 3 Min
US-Arbeitsmarkt: Stellenaufbau im April deutlich verlangsamt

Der US-Arbeitsmarkt hat im April voraussichtlich deutlich weniger Stellen aufgebaut als im Vormonat. Laut einer Reuters-Umfrage unter Ökonomen dürften die Nonfarm Payrolls – also die Beschäftigtenzahlen außerhalb der Landwirtschaft – um lediglich 62.000 Stellen gestiegen sein. Im März hatte der Zuwachs noch 178.000 Stellen betragen. Die Schätzungen der befragten Experten reichten dabei von einem Verlust von 15.000 Stellen bis zu einem Zuwachs von 150.000 Positionen.

Als Hauptursache für die Verlangsamung gilt das Nachlassen temporärer Faktoren: Der Rückenwind durch das wärmere Frühlingswetter sowie die Rückkehr streikender Beschäftigter im Gesundheitswesen fiel im April weg. Ökonomen betonen jedoch, dass dies keine wesentliche Änderung der grundlegenden Arbeitsmarktbedingungen signalisiere. Die Arbeitslosenquote dürfte stabil bei 4,3 Prozent geblieben sein.

Der viel beachtete Arbeitsmarktbericht des US-Arbeitsministeriums wird am Freitag veröffentlicht und gilt als einer der wichtigsten Konjunkturindikatoren weltweit. Für die Finanzmärkte ist er besonders relevant, da er die Zinspolitik der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) maßgeblich beeinflusst.

Fed dürfte Zinsen bis 2027 unverändert lassen

Das erwartete Lohnwachstum im April dürfte die Erwartungen der Finanzmärkte weiter bestärken, dass die Fed die Zinssätze bis ins Jahr 2027 unverändert lassen wird. Joe Brusuelas, Chefökonom bei RSM, kommentierte: „Die Fed wird sich die Löhne und vor allem die Arbeitslosenquote ansehen, und dies wird den neuen Konsens bestätigen, wonach wir in diesem Jahr keine Zinssenkungen aufgrund einer Schwäche am Arbeitsmarkt erhalten werden."

Der US-Arbeitsmarkt befindet sich laut Ökonomen und politischen Entscheidungsträgern in einer Phase, die als „Slow hire, slow fire" beschrieben wird – also langsames Einstellen bei gleichzeitig langsamen Entlassungen. Diese Lähmung wird der Handels- und Einwanderungspolitik von Präsident Donald Trump zugeschrieben sowie dem Krieg, der die Preise für Benzin, Diesel und andere Rohstoffe, die durch die Straße von Hormus verschifft werden, in die Höhe getrieben hat.

Brusuelas ergänzte: „Der Status quo bleibt bestehen; wir hatten noch nicht genügend Zeit, als dass der Krieg die Nachfrage nach Arbeitskräften verdrängt hätte, die in der Regel Monate vor der tatsächlichen Einstellung festgelegt wird." Ökonomen erklärten zudem, es sei noch zu früh, um konkrete Auswirkungen des Krieges zwischen den USA, Israel und dem Iran auf den Arbeitsmarkt festzustellen.

Volatile Beschäftigungsdaten seit Mitte 2025

Die Beschäftigtenzahlen waren seit Mitte 2025 volatil und wechselten zwischen Zuwächsen und Rückgängen. Ökonomen führen einen Teil dieser Schwankungen auf eine Anpassung des sogenannten „Birth-and-Death"-Modells zurück, mit dem die Regierung schätzt, wie viele Arbeitsplätze durch Unternehmensgründungen oder -schließungen entstanden sind oder verloren gingen. Zusätzlich haben Wetterkapriolen, Streiks, Stellenstreichungen im öffentlichen Dienst sowie Veränderungen bei den Erwerbspersonen infolge des harten Vorgehens der Trump-Administration gegen Einwanderer ohne Papiere zur Volatilität beigetragen.

Veronica Clark, Ökonomin bei der Citigroup, empfahl daher, den gleitenden Dreimonatsdurchschnitt zu betrachten: „Der Durchschnitt der letzten Monate würde immer noch ein leicht positives Beschäftigungswachstum implizieren. Dies allein wäre angesichts der erheblichen Veränderungen bei den Migrationsströmen, die in diesem Jahr zu einem viel niedrigeren durchschnittlichen Tempo des Beschäftigungswachstums geführt haben, nicht besorgniserregend."

Das Beschäftigungswachstum lag im ersten Quartal bei durchschnittlich 68.000 Stellen pro Monat. Ökonomen schätzen, dass die US-Wirtschaft zwischen null und 50.000 Stellen pro Monat schaffen muss, um mit dem Wachstum der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter Schritt zu halten – ein deutlich niedrigeres sogenanntes Breakeven-Niveau als in früheren Jahren. Selbst bei einer erheblichen Verlangsamung des Stellenaufbaus erwarten Experten daher keinen sprunghaften Anstieg der Arbeitslosenquote.

Gesundheitssektor unter Druck – Ländliche Krankenhäuser schließen

Der Sektor Gesundheitswesen und Sozialwesen dürfte auch im April das Beschäftigungswachstum dominiert haben, was die alternde US-Bevölkerung widerspiegelt. Allerdings hat sich das Tempo der Zuwächse verlangsamt. Diane Swonk, Chefökonomin bei KPMG, nannte mehrere Belastungsfaktoren: „Das Auslaufen von Subventionen für den Affordable Care Act, Kürzungen bei Medicaid in vielen Bundesstaaten, Zölle und ein sprunghafter Anstieg der Kosten für H-1B-Visa für eingewanderte Ärzte und Pflegekräfte sind Gegenwind."

Besonders hart trifft es ländliche Regionen: „Ländliche und arme städtische Krankenhäuser sind am stärksten auf H-1B-Ärzte und -Pflegekräfte angewiesen, um offene Stellen zu besetzen. Sie können sich die neue Gebühr von 100.000 Dollar für Visa nicht leisten. Viele ländliche Krankenhäuser mussten bereits schließen", so Swonk. Die Entwicklung im verarbeitenden Gewerbe bleibt ebenfalls ein wichtiger Beobachtungspunkt für den Gesamtbericht.

Us-ArbeitsmarktNonfarm PayrollsFederal ReserveArbeitslosenquoteZinspolitikBeschäftigungswachstumUs-Wirtschaft

Meistgelesene News

  1. Galeria-Insolvenz: Schicksal von 12.000 Jobs hängt an BA-Entscheidung
  2. Gaming und Wetten: Krypto-Klage, GTA 6 und Aktivisten-Investor im Fokus
  3. SpaceX-Aktie: Könnte eine Investition von 5.000 Dollar Millionär machen?
  4. Take-Two-Aktie vor GTA-6-Release: Chance oder Risikofalle?
  5. Rheinmetall-Aktie legt 3 Prozent zu – Morgan Stanley beflügelt Rüstungssektor

Disclaimer


Wichtiger Hinweis auf bestehende Interessenkonflikte:

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass im Rahmen dieser Publikation Interessenkonflikte bestehen:

1. Die Stock Market Media Ltd. und ihr nahestehende Personen besitzen Aktien der hier empfohlenen Gesellschaften und beabsichtigen, diese im Rahmen und zu jedem Zeitpunkt dieser Empfehlung zu verkaufen. Hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

2. Der Herausgeber dieser Publikation, sowie die verantwortlichen Redakteure erhalten für die Erstellung eine finanzielle Vergütung. Auch hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

3. Beachten Sie auch die weitergehenden Ausführungen zu bestehenden Interessenkonflikten im nachfolgenden Disclaimer, u.a. unter Ziff. 2.

Wichtige Informationen und Pflichtmitteilungen gemäß Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) sowie gemäß Finanzanlageverordnung (FinAnV).

Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit als Ersteller von Anlagestrategieempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 34 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 oder von Anlageempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 35 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014, (bisher „Finanzanalysen“) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht („BaFin“) gemäß WpHG angezeigt. Die Pflichten der Stock Market Media Ltd. regeln sich primär nach den §§ 85, 86 WpHG, der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 und der Delegierten Verordnung (EU) 2016/958.

Angaben über den/die Ersteller dieser Publikation:
Verantwortlich für die Erstellung der Texte und Inhalte dieser Publikation ist Herr Roberto Gonçalves de Albuquerque, als Analyst und Chefredakteur. Herausgeber ist die Stock Market Media Ltd., 405 Kings Road, Flat 600, London; SW10 0BB, Vereinigtes Königreich, vertreten durch den Director Roberto Gonçalves de Albuquerque.

Wichtige Hinweise zur Erstellung dieser Veröffentlichung:
Diese Veröffentlichung enthält sowohl Tatsachen und Fakten zu den besprochenen Unternehmen, als auch rein subjektive Werturteile, Interpretationen, Schätzungen, Hochrechnungen, Vorhersagen und Preisziele. Diese versuchen wir, möglichst transparent voneinander abzugrenzen, um irreführende Angaben zu vermeiden. Recherche, Aufbereitung und Formulierung erfolgen dabei unter Einsatz gängiger digitaler und KI-gestützter Hilfsmittel; die inhaltliche Prüfung und die redaktionelle Verantwortung liegen bei uns. Die wesentlichen Grundlagen und Maßstäbe unserer Werturteile und Bewertungen, der besprochenen Aktien, basieren auf folgender Vorgehensweise:

Beurteilung und Bewertung von Unternehmen nach herkömmlichen Bewertungsmethoden (grundlegender Bewertungsansatz)

  • Einschätzung des Potentials der zukünftigen Unternehmensentwicklung (Wachstumsansatz) und Hochrechnung auf das entsprechende Bewertungspotential (Kurs-Potential-Analyse) sowie einer möglichen Unternehmens-Aktien-Bewertung aufgrund potentieller Gewinnerwartungen (KGV Hochrechnung)
  • Einschätzung des von uns erwarteten Best-Case-Szenarios im absoluten Erfolgsfall des Unternehmens (Blue-Sky-Potential-Ansatz)
  • Effekt der von uns erwarteten, gesteigerten Bekanntheit der empfohlenen Aktie auf den Aktienkurs durch einen starken Anstieg der Nachfrage am Markt (insbesondere maßgeblich bei marktengen oder neu bzw. erstmals empfohlenen Aktien) aufgrund der von uns oder Dritten veröffentlichten Publikationen (meistens Kaufempfehlungen), (Multiplikator- / Momentum-Effekt, Hype), dadurch überproportional steigende Rendite/Aktienkurs bei entsprechend steigendem Risiko
  • Technische Analyse des Aktienkurses gemäß gängiger Analyse-Methoden, meist zur Voraussage von Kurs-Signalen (Kauf- oder Verkaufssignal, Ausbruch der Aktie, Festlegung von Kurszielen, Unterstützungs- oder Widerstandsbereichen, erwarteten Mindestbewegungen oder Mindest-Gegenbewegungen, Voraussage von Signalpunkten (wenn-dann), etc.), größtenteils auf der erwarteten Massenpsychologie aufbauend. (technischer Ansatz).

Herkömmliche Bewertungsansätze sind bei jungen oder noch umsatzlosen Unternehmen oft schlecht sinnvoll anwendbar. Daher stützen wir uns bei der Bewertung von solchen Unternehmen tendenziell auf die von uns errechnete Potential-Analyse, sowie die Einschätzung der Nachfrage nach solchen Aktien am Kapitalmarkt. Letztendlich entscheidet der Markt über den Aktienkurs eines Unternehmens. Entsteht durch umfangreiche Empfehlungen einer Aktie, eine exzessive Nachfrage nach dieser, ist es möglich, dass der Aktienkurs bei einem hohen Handelsvolumen überdurchschnittlich steigt. Dies führt zwar zu extremen Gewinnmöglichkeit, erhöht jedoch entsprechend das Risiko einer Blasenbildung mit entsprechendem Kursrückgang. Durch die gesteigerte Volatilität der Aktie in solchen Situationen ergeben sich überdurchschnittliche Gewinn- und Verlustmöglichkeiten, sowohl in beide Handelsrichtungen als auch bei wiederkehrenden Gegenbewegungen. Auch solche Marktentwicklungen sind ein wichtiger Teil unserer Handelsempfehlungen und Bewertungsansätze.

Diese Publikation befasst sich ausschließlich mit überdurchschnittlich volatilen Werten mit hohem Gewinn- und auch Verlustpotential.

Hinweis zu Informationsquellen:
Die Zuverlässigkeit von Informationsquellen wird von uns vor deren Verwendung ausführlich geprüft und von uns entsprechend ihrer Glaubwürdigkeit und Bedeutung subjektiv bewertet. Dabei entscheiden wir nach eigenen Maßstäben, welche Quellen wir für relevant, zu konservativ oder zu optimistisch halten. Letztendlich legen wir unsere Empfehlungen aufgrund unserer persönlichen Einschätzungen fest. Bei der Informationsbeschaffung greifen wir auf zahlreiche öffentlich zugängliche Quellen zurück wie z.B. Pressemitteilungen, Ad-Hoc-Mitteilungen, Unternehmensmeldungen, Firmenpräsentationen, Publikationen und Artikeln zum besprochenen Unternehmen, gängige Finanzmedien im In- und Ausland sowie auf Unternehmens- oder Branchen-Analysen Dritter.

In unseren Publikationen werden ausschließlich öffentlich verfügbare Informationen und Quellen, sowie vom Unternehmen selbst verbreitete Informationen verwendet.

Hinweis zu bestehenden Interessenkonflikten:
Wir weisen hiermit darauf hin, dass Gesellschafter, Redakteure, Mitarbeiter sowie Personen bzw. Unternehmen die an der Erstellung dieser Veröffentlichung beteiligt sind, sowie Auftraggeber (Dritte) der Publikation von Stock Market Media Ltd. zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung direkt oder indirekt Anteile an Wertpapieren, welche im Rahmen der jeweiligen Publikation besprochen werden, halten. und daher an einer Kurs- und/oder Umsatzsteigerung, d.h. auch einer erhöhten Handelsliquidität interessiert sind, da die Absicht besteht, in unmittelbarem Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung diese Wertpapiere zu verkaufen und an steigenden Kursen und Umsätzen zu partizipieren. Ein Kurszuwachs der Aktien der vorgestellten Unternehmen kann zu einem Vermögenszuwachs bei diesen Personen führen. Durch die Besprechung des Unternehmens können jedenfalls der Aktienkurs des Unternehmens erheblich beeinflusst werden. Insbesondere wird auch durch Wertpapiertransaktionen der Aktienkurs der besprochenen Unternehmen maßgeblich beeinflusst. Dies gilt insbesondere, wenn es sich um Unternehmen handelt deren Aktien keine breite Marktkapitalisierung haben und bei denen nur ein enger Markt besteht. Hier können auch nur geringe Auftragsvolumen erhebliche Auswirkungen auf die Kurse haben. Sie sind aber auch daran interessiert, dass der Kurs des besprochenen Unternehmens sinkt, wenn sie deren Aktien günstiger erwerben wollen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Stock Market Media Ltd. und seine Mitarbeiter werden zudem für die Vorbereitung, elektronische Verbreitung und Veröffentlichung dieser Publikation sowie für andere Dienstleitungen entgeltlich entlohnt. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Diese Vergütung kann durch das Unternehmen über das die Stock Market Media Ltd. Informationen veröffentlicht, durch mit diesen Unternehmen verbundene Dritte oder sonstige Dritte, die ein Interesse in Bezug auf die im Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung besprochenen Unternehmen verfolgen, erfolgen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen. Dieser wird zunächst dadurch begründet, dass die Stock Market Media Ltd. im Interesse ihres Auftraggebers ihre Ausführungen vornehmen könnte. Die Stock Market Media Ltd. und/oder mit ihr verbundene Unternehmen haben mit der gegenständlichen Gesellschaft bzw. mit deren Aktionären eine kostenpflichtige Vereinbarung zur Erstellung der redaktionellen Besprechung getroffen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Hinweis zur Handhabe der internen Organisationspflichten:
Aufgrund der geringen Unternehmensgröße des Herausgebers, ist eine interne Kontrolle der Compliance Prozesse der an dieser Publikation mitwirkenden Mitarbeiter und sonstigen Beteiligten überschaubar.

Verantwortliche Aufsichtsbehörde:
Die Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit gemäß § 86 WpHG bei der BaFin angezeigt.