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US-Abgasnormen gelockert: Trump-Regierung vollzieht Kehrtwende bei der Kraftstoffeffizienz

Das US-Verkehrsministerium senkt den Flottenverbrauch bis 2031 auf 34,9 mpg – ein klarer Bruch mit Bidens Effizienzvorgaben.

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US-Abgasnormen gelockert: Trump-Regierung vollzieht Kehrtwende bei der Kraftstoffeffizienz

Die US-Regierung unter Präsident Donald Trump hat neue, gelockerte Standards für den Kraftstoffverbrauch von Fahrzeugen finalisiert. Damit macht Washington die unter der Biden-Administration forcierte Strategie offiziell rückgängig, Automobilhersteller zu einer deutlich höheren Kraftstoffeffizienz und einer beschleunigten Umstellung auf Elektrofahrzeuge zu verpflichten. Wie das Verkehrsministerium mitteilte, soll der flottenweite Durchschnittsverbrauch bis zum Jahr 2031 auf 34,9 Meilen pro Gallone festgesetzt werden – umgerechnet rund 14,7 Kilometer pro Liter.

Zum Vergleich: Unter der Biden-Administration war ein Zielwert von 50,4 Meilen pro Gallone vorgesehen, was etwa 21,4 Kilometern pro Liter entspricht. Die Differenz zwischen beiden Zielmarken ist erheblich und markiert eine der deutlichsten umweltpolitischen Kehrtwenden der vergangenen Jahre. Für deutsche Anleger ist die Entscheidung auch deshalb relevant, weil sie die Rahmenbedingungen für die US-Geschäfte von Volkswagen, BMW und Mercedes-Benz beeinflusst.

Die Biden-Regierung hatte im Jahr 2024 noch Regeln verabschiedet, die eine jährliche Steigerung der Kraftstoffeffizienz um 8 Prozent für die Modelljahre 2024 und 2025, 10 Prozent für 2026 sowie 2 Prozent jährlich für den Zeitraum von 2027 bis 2031 vorsahen. Ziel war es, den Absatz von Elektroautos zu fördern. Die nun beschlossene Lockerung zielt dagegen darauf ab, den Verkauf von benzinbetriebenen Fahrzeugen zu erleichtern.

Kosten sinken, Verbrauch steigt

Laut eigenen Schätzungen des Verkehrsministeriums werden die neuen Standards die Anschaffungskosten für Neuwagen senken. Gleichzeitig jedoch erhöhen sie den Kraftstoffverbrauch und die CO2-Emissionen über Jahrzehnte hinweg. Die Behörde benennt damit selbst den Zielkonflikt, der die Debatte prägt: günstigere Autos heute gegen höhere Umwelt- und Folgekosten morgen.

Die Entscheidung stößt auf geteilte Reaktionen. Die „Alliance for Automotive Innovation“, die große Hersteller wie General Motors, Toyota, Volkswagen, Hyundai und Ford vertritt, begrüßte den Schritt. Der Branchenverband erklärte, die Regierung habe die richtige Entscheidung getroffen, um die Standards mit der geltenden Gesetzeslage und den aktuellen Marktbedingungen in Einklang zu bringen. Die Biden-Vorgaben seien „nicht im Einklang mit der Marktrealität und der Kundennachfrage“ gewesen und hätten faktisch einen erzwungenen Wechsel zur Elektromobilität dargestellt.

Widerstand von Umweltverbänden

Kritik kommt hingegen von Umweltschutzorganisationen wie dem Sierra Club, der bereits angekündigt hat, gegen die Aufhebung der Standards vorzugehen. Der Verband warf der Trump-Regierung vor, den Herstellern einen „Freibrief für Umweltverschmutzung“ auszustellen, während die Kosten für die Familien an der Zapfsäule und durch gesundheitliche Folgen steigen würden.

Die politische Entscheidung fällt in eine Zeit wirtschaftlicher Anspannung. US-Autofahrer sind seit Beginn des Konflikts zwischen Israel und dem Iran Ende Februar mit deutlich gestiegenen Kraftstoffpreisen konfrontiert. Parallel dazu steht das Marktumfeld unter Druck: Die US-Börsen starteten die Woche mit Verlusten, belastet durch die Spannungen im Nahen Osten sowie eine angekündigte Trainingspause bei OpenAI.

Während Nvidia durch ein massives Aktienrückkaufprogramm von 150 Milliarden Dollar Aufmerksamkeit erregt, verzeichnete Gold einen Kursrückgang unter die Marke von 4.200 Dollar. Als Gründe gelten Ölpreisschwankungen und Spekulationen über weitere Zinsschritte der US-Notenbank Fed. Für Anleger verbindet sich die Regulierungsentscheidung damit mit einem ohnehin volatilen Umfeld an den Rohstoff- und Aktienmärkten.

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