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Unilever sichert Mitarbeitern zweijährigen Schutz nach McCormick-Fusion zu

Nach dem geplanten 65-Milliarden-Dollar-Deal mit McCormick erhalten europäische Unilever-Mitarbeiter ungewöhnlich langen Beschäftigungsschutz bis 2029.

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Unilever sichert Mitarbeitern zweijährigen Schutz nach McCormick-Fusion zu

Unilever hat sich verpflichtet, die Beschäftigungsbedingungen seiner europäischen und britischen Lebensmittelmitarbeiter für zwei Jahre nach dem geplanten Abschluss der Fusion mit dem US-Gewürzhersteller McCormick zu schützen. Dies geht aus einem internen Memo hervor, das Reuters vorliegt. Der Deal im Wert von 65 Milliarden US-Dollar soll voraussichtlich Mitte 2027 abgeschlossen werden – die Beschäftigungsgarantie gilt damit bis mindestens Mitte 2029.

Die Garantie bindet das neue gemeinsame Unternehmen McCormick-Unilever Foods an eine Vereinbarung, die Behandlung und Bezahlung der europäischen Mitarbeiter unabhängig von Veränderungen der Geschäftsbedingungen regelt. Bemerkenswert ist dabei die Länge des Schutzzeitraums: Üblicherweise beträgt dieser bei vergleichbaren Transaktionen lediglich ein Jahr.

Schutz geht über gesetzliche Mindestanforderungen hinaus

Die vereinbarte Garantie übertrifft den gesetzlich vorgeschriebenen Mindestschutz nach EU- und britischem Recht deutlich. Nach geltendem Recht können Arbeitsverträge und Tarifverträge bereits ein Jahr nach Verkäufen oder Abspaltungen neu ausgehandelt werden. Unilever geht mit der zweijährigen Zusage also doppelt so weit wie gesetzlich vorgeschrieben.

„Wir haben Zusagen hinsichtlich des langfristigen Schutzes bestehender Arbeitsbedingungen für die betroffenen Mitarbeiter erhalten", schrieb der Europäische Betriebsrat in dem Memo, das letzte Woche an die Belegschaft verschickt wurde. Ein Unternehmenssprecher bestätigte die Einigung: „Wir haben in den letzten Wochen gute Fortschritte erzielt und in Europa Zusagen bezüglich des Schutzes der Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter und der Konsultationsfristen vereinbart."

Von der Regelung betroffen sind rund 4.800 Mitarbeiter, die Unilever in seinem Lebensmittelgeschäft in ganz Europa und Großbritannien beschäftigt. Das entspricht etwa einem Drittel der regionalen Gesamtbelegschaft des Konzerns. Unilever ist deutschen Verbrauchern vor allem durch Marken wie Knorr-Brühwürfel und Hellmann's Mayonnaise bekannt.

Betriebsrat hatte Stellenabbau befürchtet

Der Europäische Betriebsrat, der fast 20.000 Mitarbeiter in Europa und Großbritannien vertritt, hatte seit der Ankündigung der Fusion im März erhebliche Bedenken geäußert. Er warnte, dass die Transaktion zu Stellenabbau führen könnte, und drohte mit Arbeitskampfmaßnahmen, sollte die Unsicherheit für die Belegschaft anhalten. Seit der Fusionsankündigung hatten Gewerkschaftsverbände und der Betriebsrat intensiv an einer Schutzvereinbarung für die Unilever-Mitarbeiter gearbeitet.

Die nun erzielte Einigung fällt jedoch etwas geringer aus als in einem vergleichbaren Fall: Bei der Abspaltung des Magnum-Speiseeisgeschäfts hatten die betroffenen Beschäftigten eine Zusage über drei Jahre erhalten.

Gewerkschaft fordert weltweite Ausweitung der Garantie

Kritik kommt von internationaler Gewerkschaftsseite: Sarah Meyer, stellvertretende Generalsekretärin des globalen Gewerkschaftsverbands IUL, dem Tausende von Unilever-Mitarbeitern angehören, fordert eine Ausweitung der Garantie auf alle Regionen. „Wir hoffen, dass die zweijährige Garantie weltweit gewährt wird, um nicht das Signal zu senden, dass Arbeitnehmer außerhalb Europas weniger wert sind als ihre europäischen Kollegen", sagte Meyer.

Sie verwies dabei ausdrücklich auf die Erfahrungen mit der Speiseis-Abspaltung: „Wir hoffen, dass derselbe Fehler wie bei der Abspaltung des Speiseeisgeschäfts nicht wiederholt wird, bei der den Arbeitnehmern außerhalb Europas nicht die gleiche Garantie auf Arbeitsbedingungen gegeben wurde wie den Arbeitnehmern innerhalb Europas." In anderen Teilen der Welt hat Unilever bislang keine vergleichbaren Bedingungen vereinbart. Die Forderung nach globaler Gleichbehandlung dürfte damit ein zentrales Thema in den weiteren Verhandlungen bleiben.

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