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UBS drosselt Gehaltserhöhungen: Junior-Banker verdienen weniger bei Beförderung

Die UBS hat ihre Vergütungsstruktur geändert: Analysten erhalten bei der Beförderung zum Associate 0 rund 20.000 Franken weniger Grundgehalt.

• 2 Min
UBS drosselt Gehaltserhöhungen: Junior-Banker verdienen weniger bei Beförderung

Die UBS Group AG hat ihre Vergütungsstruktur für Nachwuchskräfte im Investmentbanking angepasst. Junior-Investmentbanker, die in diesem Jahr auf die erste Stufe des Associate-Status befördert wurden, erhielten dabei eine geringere Gehaltserhöhung als zuvor. Das berichtet Bloomberg unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.

Konkret erfuhren in Zürich ansässige Analysten im Juli, dass sie auf die Ebene „Associate 0" befördert werden. Das Grundgehalt für diese Stufe liegt bei rund 155.000 Schweizer Franken, was umgerechnet etwa 188.020 US-Dollar entspricht. Wie die Personen unter der Bedingung der Anonymität berichteten, zahlt diese Stufe etwa 20.000 Franken weniger als die bisherige Regelung.

Die Anpassung folgt auf eine Änderung der Vergütungsstrukturen des Schweizer Kreditinstituts. Für die betroffenen Nachwuchskräfte bedeutet der Schritt, dass der Sprung vom Analysten zum Associate finanziell weniger stark ausfällt als in früheren Jahren. Die genauen Details der neuen Struktur wurden von den Informanten nicht vollständig offengelegt, da sie über vertrauliche Informationen sprachen.

Was die Änderung für den Banknachwuchs bedeutet

Der Associate-Status markiert im Investmentbanking traditionell den ersten größeren Karrieresprung nach dem Einstiegsprogramm für Analysten. Er geht üblicherweise mit einem deutlich höheren Grundgehalt, mehr Verantwortung und einem veränderten Aufgabenprofil einher. Die Einstufung „Associate 0" bezeichnet dabei die unterste Stufe innerhalb dieser Laufbahnkategorie.

Bemerkenswert ist der Vergleich mit der bisherigen Praxis: Nach Angaben der mit der Sache vertrauten Personen zahlt die neue Associate-0-Stufe rund 20.000 Franken weniger als zuvor. Bei einem Grundgehalt von rund 155.000 Franken entspricht das einer spürbaren Reduzierung des Einstiegsniveaus in die Associate-Laufbahn.

Für deutsche Privatanleger ist vor allem der Hintergrund interessant: Die UBS ist nach der Übernahme der Credit Suisse zu einem der größten Bankkonzerne Europas aufgestiegen und beschäftigt weltweit Zehntausende Mitarbeiter, darunter auch im Investmentbanking. Veränderungen bei den Vergütungsstrukturen eines solchen Instituts gelten in der Branche häufig als Signal für den allgemeinen Kostendruck im Sektor.

Einordnung in den breiteren Marktkontext

Die Nachricht fällt in eine Phase, in der Banken weltweit ihre Kostenstrukturen überprüfen. Vergütungsmodelle im Investmentbanking bestehen in der Regel aus einem festen Grundgehalt und einem variablen Bonus, der von der individuellen und der Unternehmensleistung abhängt. Der feste Gehaltsbestandteil ist für die Institute planbarer und damit ein naheliegender Ansatzpunkt, wenn die Kosten begrenzt werden sollen.

Für die betroffenen Analysten in Zürich bedeutet die geringere Erhöhung, dass sich der finanzielle Anreiz für den Verbleib im Institut verändert. Ob und in welchem Umfang dies Auswirkungen auf die Personalfluktuation oder auf vergleichbare Regelungen an anderen Standorten der UBS hat, geht aus den vorliegenden Informationen nicht hervor.

Klar ist: Mit der Anpassung der Vergütungsstruktur setzt die UBS auf der unteren Karrierestufe an – dort, wo jährlich eine größere Zahl von Nachwuchskräften befördert wird. Die vollständigen Auswirkungen auf die Gehaltsentwicklung der kommenden Analystenjahrgänge lassen sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abschließend beurteilen.

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