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Tungsten West sichert sich 1,8-Milliarden-Dollar-Abnahmevertrag für Hemerdon-Mine

Tungsten West schließt verbindliche achtjährige Liefervereinbarung über 1.000 Tonnen WO₃ pro Jahr mit dem US-Hersteller Elmet Technologies ab.

2 Min
Tungsten West sichert sich 1,8-Milliarden-Dollar-Abnahmevertrag für Hemerdon-Mine

Der britische Rohstoffkonzern Tungsten West (AIM: TUN), Eigentümer und Betreiber der Wolfram- und Zinnmine Hemerdon in der Grafschaft Devon, hat am Mittwoch eine verbindliche Liefer- und Abnahmevereinbarung mit Elmet Technologies abgeschlossen. Das Abkommen läuft über acht Jahre und umfasst 1.000 Tonnen pro Jahr an enthaltenem WO₃ aus der Mine Hemerdon. Bei aktuellen Marktpreisen für Rohstoffe und aktuellen Wechselkursen hat die Vereinbarung einen Wert von über 1,4 Milliarden Pfund, umgerechnet rund 1,8 Milliarden US-Dollar.

Elmet Technologies ist ein Mitglied der US-amerikanischen Elmet Group, eines vertikal integrierten Herstellers von Wolframprodukten und fortschrittlichen Materialien. Die Vereinbarung etabliert nach Angaben des Unternehmens eine erhebliche langfristige Versorgungsroute für Hemerdon-Wolfram in die Verarbeitungs- und Fertigungs-Lieferketten der USA und Großbritanniens. Damit rückt die Mine in Devon in den Mittelpunkt der westlichen Versorgung mit kritischen Mineralien.

Strategische Bedeutung für Großbritannien

Das Geschäft ergänzt das strategische Interesse der britischen Regierung an Hemerdon. Zuvor hatte der National Wealth Fund bis zu 71 Millionen Pfund in Tungsten West investiert. Zudem befindet sich das Unternehmen in exklusiven Verhandlungen zur Beschaffung von bis zu 50 Prozent der jährlichen Wolframproduktion von Hemerdon. Die Kombination aus staatlicher Beteiligung und langfristiger kommerzieller Abnahme unterstreicht die wachsende Bedeutung heimischer Rohstoffquellen für London.

Hemerdon blickt auf eine lange Geschichte zurück. Während des Ersten und Zweiten Weltkriegs lieferte die Mine entscheidendes Wolfram für militärische und Verteidigungsbemühungen. Der Bergbau wurde durchgehend bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts fortgeführt, bevor er 1944 eingestellt wurde. Der nun gestartete Produktionsbetrieb markiert damit eine Rückkehr zu einer historisch bedeutsamen Rohstoffquelle.

Reaktionen aus Politik und Unternehmen

„Diese Ankündigung knüpft an unsere Partnerschaft mit den Vereinigten Staaten an, in der wir gemeinsam auf den Gebieten Bergbau und Verarbeitung arbeiten und dabei helfen, kritische Sektoren wie Verteidigung und saubere Energie in beiden Ländern mit den benötigten Mineralien zu versorgen", sagte Blair McDougall, Minister für Reindustrialisierung im Vereinigten Königreich, in einer Pressemitteilung.

Auch Jeffery Court, CEO von Tungsten West, wertet den Vertrag als Meilenstein: „Dies ist eine wegweisende kommerzielle Vereinbarung für Tungsten West und stellt einen wichtigen Schritt bei der Etablierung von Hemerdon als strategisch wichtige Quelle für Wolfram für die westliche Welt dar." Weiter erklärte Court, Hemerdon sei einzigartig positioniert, um eine erhebliche, langfristige Wolframproduktion innerhalb des Vereinigten Königreichs bereitzustellen.

„Mit dem nun gestarteten Produktionsbetrieb und der Unterstützung der britischen Regierung durch den National Wealth Fund sowie dieser langfristigen kommerziellen Vereinbarung mit Elmet bauen wir eine Mine-to-Market-Lieferkette auf, die in der Lage ist, die Anforderungen an kritische Mineralien für das Vereinigte Königreich, die USA und ihre Verbündeten zu erfüllen", so Court weiter.

Für deutsche Anleger ist die Nachricht vor allem vor dem Hintergrund der europäischen Rohstoffsicherung interessant. Wolfram gilt als kritisches Mineral und ist für die Herstellung von Hartmetallen, Werkzeugen und Verteidigungsgütern unverzichtbar. Die Vereinbarung zeigt, wie sich westliche Industrieländer zunehmend um eigene, verlässliche Lieferketten für strategische Rohstoffe bemühen – ein Thema, das auch an den Kapitalmärkten zunehmend Beachtung findet.

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