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Globale Roheisenproduktion sinkt im August um 1,2 Prozent

Die weltweite Roheisenproduktion ging im August auf 144,2 Millionen Tonnen zurück, China meldet einen deutlichen Rückgang von 3,7 Prozent.

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Globale Roheisenproduktion sinkt im August um 1,2 Prozent

Die weltweite Roheisenproduktion ist im August zurückgegangen. Wie Daten der World Steel Association am Donnerstag zeigten, sank die globale Produktion um 1,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat und belief sich auf 144,2 Millionen Tonnen. Damit setzt sich die abgeschwächte Dynamik auf dem internationalen Stahlmarkt fort.

Roheisen ist ein zentrales Vorprodukt der Stahlherstellung und gilt als wichtiger Frühindikator für die Aktivität der Stahlindustrie. Die Produktionszahlen geben daher Aufschluss über die Nachfrage nach Stahl und über die konjunkturelle Lage in den großen Industriestaaten. Ein Rückgang der Roheisenproduktion deutet in der Regel auf eine gedämpfte Nachfrage aus dem Bau-, Maschinenbau- oder Automobilsektor hin.

Für deutsche Anleger ist die Entwicklung von besonderem Interesse, weil die Stahlbranche hierzulande stark exportorientiert ist und eng mit der globalen Industrieproduktion verknüpft ist. Die deutschen Stahlhersteller stehen im internationalen Wettbewerb und reagieren empfindlich auf Veränderungen der weltweiten Nachfrage und der Produktionsmengen. Eine schwächere globale Roheisenproduktion kann daher auch Rückschlüsse auf die Auftragslage europäischer Zulieferer zulassen.

China als Taktgeber des Weltmarkts

Der mit Abstand größte Treiber der globalen Entwicklung bleibt China. Das Land ist der weltweit größte Produzent und Konsument von Stahl. Im vergangenen Monat produzierte China 74,6 Millionen Tonnen Roheisen, was einem Rückgang von 3,7 Prozent im Vergleich zum August des Vorjahres entspricht. Damit entfiel ein erheblicher Teil der weltweiten Gesamtproduktion auf das Reich der Mitte.

Bemerkenswert ist das Verhältnis: Der chinesische Rückgang von 3,7 Prozent fällt deutlich stärker aus als der globale Durchschnitt von 1,2 Prozent. Das bedeutet, dass die Schwäche der weltweiten Produktion maßgeblich von der chinesischen Entwicklung getragen wird. Ohne den chinesischen Beitrag wäre der globale Rückgang entsprechend geringer ausgefallen.

Die Zahlen der World Steel Association werden monatlich veröffentlicht und gelten in der Branche als wichtiger Gradmesser. Sie basieren auf Meldungen der nationalen Stahlverbände und Produzenten. Die Daten für den Monat August wurden am Donnerstag veröffentlicht.

Für die weitere Entwicklung dürfte entscheidend sein, wie sich die chinesische Stahlproduktion in den kommenden Monaten entwickelt. Da China den Weltmarkt dominiert, wirken sich Veränderungen dort unmittelbar auf die globalen Produktionszahlen aus. Anleger, die in Stahl- und Rohstoffwerte investiert sind, dürften die monatlichen Veröffentlichungen der World Steel Association daher aufmerksam verfolgen.

Der August-Rückgang fällt in eine Phase, in der die internationalen Stahlmärkte ohnehin unter Druck stehen. Die genauen Gründe für die rückläufige Produktion nennt die World Steel Association in den vorliegenden Daten nicht. Die veröffentlichten Zahlen beschreiben ausschließlich die Produktionsmengen und deren Veränderung gegenüber dem Vorjahr.

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