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Trump-Vetos: Republikaner im Kongress rebellieren erstmals

Das US-Repräsentantenhaus will zwei Vetos von Präsident Donald Trump aufheben – ein seltener Konflikt zwischen dem Republikaner und seiner eigenen Partei. Betroffen sind ein Wasserprojekt in Colorado über 1,3 Milliarden Dollar und ein Everglades-Projekt f

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Trump-Vetos: Republikaner im Kongress rebellieren erstmals

Das US-Repräsentantenhaus wird voraussichtlich am Donnerstag zwei Vetos von Präsident Donald Trump aufheben. Dies markiert einen ungewöhnlichen Konflikt zwischen dem republikanischen Präsidenten und seinen Verbündeten im Kongress, die ihn in seinem ersten Amtsjahr weitgehend unterstützt hatten.

Zwei umstrittene Vetos

Im vergangenen Monat legte Trump sein Veto gegen ein Trinkwasserprojekt in Colorado im Wert von 1,3 Milliarden Dollar ein. Seine Begründung: Die lokale Gemeinschaft solle das Projekt selbst finanzieren. Zudem blockierte er ein 14-Millionen-Dollar-Projekt im Everglades-Nationalpark, das dem Miccosukee-Stamm der amerikanischen Ureinwohner zugutegekommen wäre. Beide Projekte waren zuvor vom Kongress einstimmig verabschiedet worden.

Vorwurf der politischen Vergeltung

Demokraten aus Colorado werfen Trump vor, das Veto als politisches Druckmittel einzusetzen. Sie vermuten, der Präsident wolle den Bundesstaat für die Inhaftierung von Tina Peters bestrafen. Die ehemalige Wahlleiterin wurde der Manipulation von Wahlmaschinen bei der Präsidentschaftswahl 2020 für schuldig befunden.

Hohe Hürden für Veto-Aufhebung

Um Trumps Vetos aufzuheben, benötigen sowohl das Repräsentantenhaus als auch der Senat eine Zweidrittelmehrheit. Während das Repräsentantenhaus diese Schwelle voraussichtlich erreichen wird, bleibt unklar, ob der Senat überhaupt eine Abstimmung abhalten wird. In Trumps erster Amtszeit legte er gegen zehn Gesetze sein Veto ein – nur eines davon hob der Kongress auf.

Weitere Konflikte mit dem Kongress

Dies ist nicht der erste Bruch zwischen Trump und dem Kongress. Der Senat wies bereits Trumps Forderungen zurück, Regeln zu ändern, die den Demokraten in der Kammer gewisse Macht verleihen. Zudem stimmten die Gesetzgeber überwältigend für die Freigabe von Akten in den Bundesermittlungen gegen den verstorbenen verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein.

Kontext für Anleger

Die zunehmenden Spannungen zwischen Trump und dem republikanisch kontrollierten Kongress könnten sich auf künftige Gesetzesvorhaben auswirken. Besonders Infrastrukturprojekte und Haushaltsdebatten könnten komplizierter werden, wenn die parteiinterne Geschlossenheit weiter bröckelt.

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