Nvidia-Chef Huang: Kaliforniens Milliardärssteuer stört mich nicht
Während andere Superreiche protestieren, zeigt sich Nvidia-CEO Jensen Huang gelassen gegenüber einer geplanten Vermögenssteuer in Kalifornien. Die einmalige Abgabe von 5% würde Milliardäre treffen – Huang sieht darin kein Problem.

Jensen Huang, Gründer und CEO des KI-Chip-Giganten Nvidia, hat sich überraschend entspannt zu einer geplanten Milliardärssteuer in Kalifornien geäußert. Während viele andere Superreiche den Vorschlag kritisieren, erklärte Huang in einem Bloomberg-Interview: "Wir haben uns entschieden, im Silicon Valley zu leben, und welche Steuern sie auch immer erheben möchten, dann sei es so." Der Gedanke an einen möglichen Wegzug sei ihm "kein einziges Mal in den Sinn gekommen".
Einmalige Vermögenssteuer von 5% geplant
Die Wahlinitiative wurde 2025 von einer Gewerkschaft der Gesundheitsarbeiter vorgeschlagen und würde eine einmalige Steuer von 5% auf das Gesamtvermögen von Personen mit einem Nettovermögen über 1 Milliarde Dollar erheben. Anders als klassische Einkommenssteuern würde die Abgabe auf sämtliche Vermögenswerte angewandt – darunter Aktien, Kunstwerke und Rechte an geistigem Eigentum. Betroffene Milliardäre hätten fünf Jahre Zeit, die Steuer zu begleichen.
Abstimmung im November 2026
Der Vorschlag muss zunächst noch genügend Unterschriften sammeln, um auf dem Wahlzettel im November 2026 zu erscheinen. Sollte die Initiative angenommen werden, würde sie rückwirkend für alle Milliardäre gelten, die am 1. Januar 2026 ihren Wohnsitz in Kalifornien hatten. Diese Rückwirkung ist einer der Hauptkritikpunkte wohlhabender Einwohner des Bundesstaates.
Huang distanziert sich von anderen Tech-Milliardären
Mit seiner Haltung unterscheidet sich der Nvidia-Chef deutlich von anderen extrem vermögenden Einwohnern Kaliforniens, die bereits gegen den Vorschlag mobil gemacht haben. Huangs Vermögen wird auf mehrere Dutzend Milliarden Dollar geschätzt, wobei der Großteil in Nvidia-Aktien gebunden ist. Die Nvidia-Aktie legte zuletzt um 1% zu und hat den CEO zu einem der reichsten Menschen der Welt gemacht.
Hintergrund zur Steuerinitiative
Kalifornien beheimatet mehr Milliardäre als jeder andere US-Bundesstaat, insbesondere im Silicon Valley. Die geplante Vermögenssteuer könnte dem Staat erhebliche Einnahmen bescheren, die nach Vorstellung der Initiatoren unter anderem in das Gesundheitssystem fließen sollen. Kritiker befürchten jedoch eine Abwanderung vermögender Steuerzahler in andere Bundesstaaten mit niedrigerer Steuerlast.
