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Trump und Xi verlängern Handelsstillstand: Keiner will den Kampf

Die USA und China halten den Handelsstillstand aufrecht und gewinnen Zeit für weitere Gespräche.

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Trump und Xi verlängern Handelsstillstand: Keiner will den Kampf

Donald Trump und Xi Jinping haben vereinbart, den Handelsstillstand zwischen den USA und China bis Anfang 2027 aufrechtzuerhalten. Beide Seiten sind offenbar nicht bereit, die Beziehungen zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt zu kippen. Trotz anhaltender Spannungen bei Seltenen Erden, technologischen Beschränkungen und dem Thema Taiwan setzen beide Regierungen auf Deeskalation statt Konfrontation.

Kurz nachdem Xi am Mittwoch in den USA gelandet war, gab Schatzminister Scott Bessent bekannt, dass eine Vereinbarung, die die beiden Führer im vergangenen Jahr geschlossen hatten, nun um weitere zwei Monate bis zum 10. Januar verlängert wird. Diese Ankündigung nimmt viel von der Spannung rund um Xis ersten Staatsbesuch in den USA seit 2015. Der Besuch markiert damit ein seltenes Ereignis in den zuletzt angespannten bilateralen Beziehungen.

Zeitgewinn statt Eskalation

Die Verlängerung des Stillstands ebnet den Weg für zwei weitere Treffen zwischen den Präsidenten. Diese sind in den kommenden Monaten auf Gipfeltreffen in Shenzhen und Miami geplant. Beide Seiten scheinen damit ein gemeinsames Interesse zu verfolgen: den Konflikt nicht eskalieren zu lassen, solange die wirtschaftlichen Risiken für beide Länder hoch bleiben.

Für deutsche Anleger ist die Entwicklung relevant, weil die USA und China zu den wichtigsten Handelspartnern der exportorientierten deutschen Wirtschaft zählen. Ein erneuter Handelskrieg zwischen Washington und Peking würde Lieferketten, Technologieexporte und die globale Konjunktur belasten. Die Verlängerung des Stillstands signalisiert zumindest kurzfristig Entspannung.

Dennoch bleiben die strukturellen Streitpunkte ungelöst. Die Spannungen rund um Seltene Erden, technologische Beschränkungen und Taiwan bestehen weiterhin. Diese Themen gelten als besonders sensibel, da sie sowohl wirtschaftliche als auch geopolitische Dimensionen haben. Eine dauerhafte Lösung ist damit nicht in Sicht.

Ein Besuch mit Symbolkraft

Xis Staatsbesuch in den USA ist der erste seit 2015 und damit ein bedeutendes diplomatisches Signal. Die Tatsache, dass beide Seiten trotz offener Konflikte den Dialog fortsetzen, deutet auf ein beiderseitiges Interesse an Stabilität hin. Die geplanten Gipfeltreffen in Shenzhen und Miami dürften die nächsten Gelegenheiten bieten, den Kurs der Beziehungen zu justieren.

Ob die Verlängerung des Stillstands in eine umfassendere Vereinbarung mündet, bleibt offen. Klar ist: Beide Führer haben sich für den Weg des geringsten Widerstands entschieden – zumindest vorerst. Der Zeitgewinn verschafft beiden Seiten Spielraum, ohne dass eine Seite das Gesicht verlieren muss.

Für die Märkte bedeutet die Nachricht zunächst eine Entlastung. Ob daraus mehr als ein kurzfristiger Waffenstillstand wird, hängt davon ab, ob die kommenden Treffen konkrete Fortschritte bei den strittigen Themen bringen. Bis dahin bleibt die Lage fragil, aber nicht eskaliert.

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