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Trump plant Venezuela-Besuch: Annäherung nach Maduro-Festnahme

US-Präsident lobt Beziehungen zu Interims-Regierung und kündigt historischen Besuch an

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Trump plant Venezuela-Besuch: Annäherung nach Maduro-Festnahme

US-Präsident Donald Trump hat am Freitag einen Besuch in Venezuela angekündigt und die Beziehungen zu dem südamerikanischen Land als "sehr gut" bezeichnet. Die überraschende Ankündigung erfolgt nur wenige Wochen nach der Festnahme des venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro durch US-Behörden im Januar.

"Ich werde Venezuela besuchen", erklärte Trump vor Journalisten im Weißen Haus, ohne jedoch konkrete Details zu nennen. Er bewertete das aktuelle Verhältnis zu Venezuela mit der Bestnote 10 und betonte die enge Zusammenarbeit mit Interimspräsidentin Delcy Rodriguez.

Trumps Äußerungen markieren einen bemerkenswerten Kurswechsel in der US-Außenpolitik. Auf die Frage eines Reuters-Journalisten, ob er Rodriguez' Regierung offiziell anerkenne, antwortete der Präsident: "Ja, das haben wir getan. Wir verhandeln mit ihnen, und sie haben momentan wirklich großartige Arbeit geleistet."

Fokus auf Ölgeschäfte

Die Annäherung an Venezuela steht im Kontext der Bemühungen der Trump-Administration, die Ölgeschäfte mit dem rohstoffreichen Land anzukurbeln. Trump kündigte an, beim Zugang zu venezolanischem Öl "sehr eng" mit Rodriguez zusammenzuarbeiten. Venezuela verfügt über die weltweit größten nachgewiesenen Ölreserven.

US-Energieminister Chris Wright hatte bereits am Donnerstag bei einem Besuch in Venezuela Gespräche mit Rodriguez geführt. In einem CNN-Interview betonte Wright, die USA würden Rodriguez nicht vorschreiben, welche Rolle sie bei möglichen künftigen Wahlen spielen solle. Diese Entscheidung liege beim venezolanischen Volk.

Widersprüchliche Signale aus Washington

Die offizielle Haltung der US-Regierung bleibt jedoch unklar. Das Weiße Haus reagierte zunächst nicht auf Anfragen, ob sich die Position gegenüber der Rodriguez-Regierung tatsächlich geändert habe. Beamte der Trump-Regierung hatten in den vergangenen Wochen noch klargestellt, dass die USA die Interimsregierung nicht als rechtmäßig anerkannten.

Rodriguez selbst bezeichnete Maduro in dieser Woche in einem Interview mit NBC News weiterhin als den "rechtmäßigen Präsidenten" Venezuelas. Diese Aussage unterstreicht die komplexe politische Lage in dem krisengeschüttelten südamerikanischen Land.

Die Festnahme Maduros im Januar durch US-Behörden hatte international für Aufsehen gesorgt und die ohnehin angespannten Beziehungen zwischen den USA und Venezuela auf einen neuen Tiefpunkt gebracht. Trumps aktuelle Äußerungen deuten nun auf eine pragmatische Neuausrichtung der US-Politik hin, bei der wirtschaftliche Interessen im Vordergrund stehen.

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