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Trump plant massiven Stellenabbau beim US-Geheimdienstkoordinator DNI

Bill Pulte soll als kommissarischer DNI-Chef den Personalabbau im Büro des nationalen Geheimdienstkoordinators einleiten.

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Trump plant massiven Stellenabbau beim US-Geheimdienstkoordinator DNI

US-Präsident Donald Trump hat laut einem Bericht des Wall Street Journal erklärt, dass der künftige kommissarische Geheimdienstkoordinator Bill Pulte den „Prozess" zur Entlassung einer großen Zahl von Mitarbeitern im Büro des Director of National Intelligence (DNI) einleiten soll. Trump bezeichnete das Büro demnach als „unnötig und/oder zu groß". Die Entlassungen seien Teil einer umfassenden Umstrukturierung der US-Geheimdienste.

Das Büro des DNI beaufsichtigt insgesamt 18 US-Geheimdienste, darunter so bedeutende Behörden wie die CIA und die National Security Agency (NSA). Als Trump im Januar 2025 seine zweite Amtszeit antrat, beschäftigte das DNI-Büro laut Federal News Network rund 1.800 Mitarbeiter. Trumps Vorgängerin im DNI-Amt, Tulsi Gabbard, hatte nach ihrer Bestätigung durch den Senat bereits fast 30 Prozent der Stellen gestrichen – wie das Büro in einem im August 2025 veröffentlichten Faktenblatt mitteilte.

Trump sagte dem Journal, er wolle, dass Pulte den Prozess zur weiteren Personalreduzierung einleite und dass sein künftiger dauerhafter Nominierter für das DNI-Amt diese Bemühungen fortsetzen solle. Pulte löst die scheidende Geheimdienstkoordinatorin Tulsi Gabbard kommissarisch ab. Trump hatte am Donnerstag klargestellt, dass Pulte die Rolle „nicht dauerhaft" übernehmen werde.

Kritik aus dem Kongress und fehlende Geheimdienstexpertise

Die Ernennung Pultes stößt auf erheblichen Widerstand – auch aus den eigenen Reihen. Mitglieder des Kongresses, darunter republikanische Senatoren, hatten die Personalie bereits Anfang der Woche kritisiert. Ein zentraler Kritikpunkt: Pulte verfügt über keinerlei Erfahrung im Geheimdienstbereich. Er wird parallel weiterhin als Direktor der Federal Housing Finance Agency tätig sein, bis Trump eine andere Person für den dauerhaften DNI-Posten nominiert. Während seines Fluges mit der Air Force One nach Wisconsin am Freitag wurde Trump von Reportern gefragt, wer für den dauerhaften Posten in Betracht gezogen werde – eine konkrete Antwort blieb er schuldig.

Ein weiterer Kritikpunkt an Pulte ist sein aggressives Vorgehen gegen Personen, die den Zorn Trumps auf sich gezogen haben. So erstattete Pulte im vergangenen Jahr Strafanzeigen wegen mutmaßlichen Hypothekenbetrugs gegen die New Yorker Generalstaatsanwältin Letitia James und die Fed-Gouverneurin Lisa Cook. Eine entsprechende Anklageschrift gegen James vor einem Bundesgericht in Virginia wurde von einem Richter abgewiesen, der entschied, dass die zuständige US-Staatsanwältin unrechtmäßig ernannt worden sei. James hat jegliches Fehlverhalten bestritten und erklärt, sie sei ins Visier genommen worden, weil sie Trump in einem New Yorker Verfahren wegen Geschäftsbetrugs erfolgreich verklagt hatte.

Fed-Gouverneurin Cook im Mittelpunkt politischer Auseinandersetzung

Auch der Fall Lisa Cook sorgt für Aufsehen. Trump versuchte im vergangenen Sommer, Cook unter Berufung auf Pultes Anschuldigungen zu entlassen – was Cook bestreitet. Cook hatte Trump verärgert, indem sie sich weigerte, für die von ihm geforderten Zinssenkungen zu stimmen. Sie verbleibt vorerst in der Fed, bis der Supreme Court darüber entscheidet, ob der Präsident sie aus dem von ihm angeführten Grund entlassen darf. Der Fall gilt als wegweisend für die Unabhängigkeit der US-Notenbank.

Die geplanten weiteren Stellenstreichungen beim DNI werfen grundlegende Fragen über die künftige Leistungsfähigkeit des US-Geheimdienstapparats auf. Nachdem Gabbard bereits rund 30 Prozent der Belegschaft abgebaut hatte, könnte ein erneuter massiver Personalabbau die Koordinationsfähigkeit zwischen den 18 Geheimdiensten erheblich beeinträchtigen – ein Umstand, der Sicherheitsexperten und Parlamentarier gleichermaßen besorgt.

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