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Trump Media verzeichnet Quartalsverlust von 238 Millionen Dollar

Nicht realisierte Verluste aus Kryptowährungsbeständen treiben den Verlust des Truth-Social-Betreibers auf ein Vielfaches des Vorjahres.

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Trump Media verzeichnet Quartalsverlust von 238 Millionen Dollar

Trump Media & Technology Group, der von US-Präsident Donald Trump gegründete Betreiber der Plattform Truth Social, hat für das zweite Quartal 2025 einen drastisch gestiegenen Nettoverlust gemeldet. Laut einer offiziellen Unternehmensmitteilung weitete sich der Verlust von rund 20 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum auf 238,1 Millionen Dollar aus – ein mehr als elffacher Anstieg.

Als Hauptursache für den massiven Verlustanstieg nennt das Unternehmen nicht realisierte Verluste auf seine Kryptowährungsbestände. Digitale Vermögenswerte gerieten im Quartal von April bis Juni erheblich unter Druck. Anleger mieden risikoreichere Anlagen angesichts der Unsicherheit über die US-Zinspolitik, geopolitischer Spannungen und anhaltender Abflüsse aus Krypto-Investmentprodukten.

Umsatz wächst, bleibt aber bescheiden

Trotz des hohen Verlustes verzeichnete Trump Media beim Umsatz ein Wachstum. Das Unternehmen erzielte im zweiten Quartal, das am 30. Juni endete, einen Umsatz von 1,7 Millionen Dollar – verglichen mit 0,9 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum. Das Wachstum ist damit zwar deutlich, bewegt sich aber weiterhin auf einem sehr niedrigen Niveau gemessen an der Marktkapitalisierung des Unternehmens.

Ein wesentlicher Treiber für künftige Einnahmen soll das neue Produkt „Truth API" sein. Dabei handelt es sich um einen lizenzierten Datenfeed, der Banken und Handelsunternehmen den „schnellsten" Zugriff auf Beiträge einflussreicher Truth-Social-Konten ermöglichen soll – darunter insbesondere die Posts von Präsident Donald Trump, dessen Äußerungen regelmäßig die globalen Finanzmärkte bewegen. Berichten zufolge plant Trump Media, bis zu 100.000 Dollar pro Monat für den Zugang zu verlangen.

Truth API gewinnt erste Kunden

Das am 1. August gestartete Produkt verzeichnet nach Unternehmensangaben bereits erste Erfolge. „Unser neues Truth-API-Produkt generiert bereits Umsätze, wobei bis heute mehr als zehn Kundenverträge unterzeichnet wurden", erklärte der interimistische CEO Kevin McGurn in einer offiziellen Mitteilung. McGurn betonte zudem, dass kontinuierlich weitere Partner gewonnen würden.

Neben dem API-Produkt verfolgt Trump Media eine weitere strategische Initiative: die geplante Fusion mit dem Fusionsenergie-Entwickler TAE Technologies. McGurn zufolge macht das Unternehmen bei diesem Vorhaben Fortschritte. Die Transaktion gilt als ambitionierte Wette auf den durch KI-Rechenzentren ausgelösten Energieboom und würde das wachsende Portfolio der Trump-Familie ergänzen, das bereits Kryptowährungen, Immobilien und Mobilfunkdienste umfasst.

Für deutsche Anleger ist Trump Media vor allem als hochspekulativer Wert bekannt, dessen Aktienkurs – gehandelt unter dem Ticker DJT an der US-Börse – stark von der politischen Wahrnehmung des Präsidenten abhängt. Die fundamentalen Kennzahlen des Unternehmens stehen in einem deutlichen Missverhältnis zur Börsenbewertung, was das Investment mit erheblichen Risiken verbindet. Die aktuellen Quartalszahlen dürften diese Einschätzung für vorsichtige Investoren weiter untermauern.

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