Trump kündigt zweiwöchigen Waffenstillstand mit dem Iran an
US-Präsident Trump erklärt sich bereit, Bombardierungen des Irans für 14 Tage auszusetzen – unter einer zentralen Bedingung.

US-Präsident Donald Trump hat am Dienstag angekündigt, die militärischen Angriffe auf den Iran für einen Zeitraum von zwei Wochen auszusetzen. Voraussetzung dafür sei die vollständige, sofortige und sichere Öffnung der Straße von Hormus durch die Islamische Republik Iran. Trump reagierte damit auf einen Vermittlungsvorschlag aus Pakistan.
In einem Beitrag in den sozialen Medien schrieb Trump: „Auf Grundlage von Gesprächen mit Premierminister Shehbaz Sharif und Feldmarschall Asim Munir aus Pakistan, in denen sie mich baten, die für heute Abend gegen den Iran geplante Zerstörungskraft zurückzuhalten, und unter der Bedingung, dass die Islamische Republik Iran der VOLLSTÄNDIGEN, SOFORTIGEN und SICHEREN ÖFFNUNG der Straße von Hormus zustimmt, erkläre ich mich bereit, die Bombardierung und den Angriff auf den Iran für einen Zeitraum von zwei Wochen auszusetzen." Pakistan fungiert als Vermittler zwischen Washington und Teheran.
Trump bezeichnete die Feuerpause ausdrücklich als „beidseitigen Waffenstillstand". Er gab zudem an, die USA hätten einen 10-Punkte-Vorschlag vom Iran erhalten, den er als praktikable Verhandlungsgrundlage eingestuft habe. Laut Trump hätten sich die beiden Seiten bereits über fast alle strittigen Punkte der Vergangenheit geeinigt. Der zweiwöchige Zeitraum solle den Abschluss eines endgültigen Abkommens ermöglichen.
Hintergrund: Ein Krieg mit globalen Folgen
Der Konflikt begann am 28. Februar mit einem gemeinsamen Angriff der USA und Israels auf den Iran. Teheran reagierte mit eigenen Schlägen gegen Israel sowie gegen Golfstaaten, in denen US-Stützpunkte untergebracht sind. Die US-israelischen Angriffe im Iran sowie israelische Attacken im Libanon haben Tausende Todesopfer gefordert und Millionen Menschen vertrieben.
Der Krieg hat die globalen Finanzmärkte erheblich erschüttert und die Ölpreise in die Höhe getrieben. Die Straße von Hormus ist eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten der Welt – durch sie wird ein erheblicher Teil des globalen Ölhandels abgewickelt. Eine Sperrung oder Einschränkung dieser Meerenge hätte weitreichende Konsequenzen für die Energieversorgung und die Weltwirtschaft.
Trumps wechselnde Ziele im Konflikt
Trump hatte im Verlauf des Krieges wiederholt wechselnde Ziele und Zeitpläne präsentiert. Am frühen Dienstag warnte er noch, dass „heute Nacht eine ganze Zivilisation sterben wird", sollte der Iran kein Abkommen eingehen. Trotz der nun angekündigten Feuerpause bekräftigte Trump seine Einschätzung, dass die Ziele Washingtons in dem Konflikt bereits erreicht worden seien.
Für Anleger und Märkte bleibt die Lage angespannt. Die Ankündigung eines Waffenstillstands könnte kurzfristig für Entspannung an den Energiemärkten sorgen, doch die Unsicherheit über den weiteren Verlauf der Verhandlungen und die Stabilität eines möglichen Abkommens dürfte die Volatilität vorerst hoch halten. Ob die zweiwöchige Frist tatsächlich zu einem dauerhaften Frieden führt, bleibt abzuwarten.
