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Trump kündigt 25% Zölle auf Iran-Handelspartner an

US-Präsident Donald Trump droht allen Ländern, die mit dem Iran Geschäfte machen, mit 25-prozentigen Zöllen. Die Maßnahme richtet sich vor allem gegen China als größten Abnehmer iranischen Öls und soll das Atomprogramm Teherans treffen.

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Trump kündigt 25% Zölle auf Iran-Handelspartner an

US-Präsident Donald Trump hat am Montag drastische Handelsbeschränkungen gegen alle Länder angekündigt, die weiterhin mit dem Iran Geschäfte tätigen. Jeder Handelspartner des Iran muss künftig mit einem 25-prozentigen Zoll auf den Handel mit den USA rechnen. Die Maßnahme zielt darauf ab, die Finanzierung des iranischen Atomprogramms zu unterbinden.

China als Hauptabnehmer iranischen Öls

Die neuen Zölle treffen vor allem China, das mit Abstand größter Handelspartner des Iran ist. Im Jahr 2022 exportierte der Iran Waren im Wert von 22 Milliarden US-Dollar nach China, wobei Brennstoffe mehr als die Hälfte ausmachten. Nach Daten des Analyseunternehmens Kpler kaufte China im Jahr 2025 über 80 Prozent des verschifften iranischen Öls. Die chinesischen Exporte in den Iran beliefen sich 2022 auf 15 Milliarden US-Dollar.

Weitreichende Handelsbeziehungen des Iran

Der Iran, Mitglied der OPEC, unterhält nach Weltbank-Daten aus 2022 Handelsbeziehungen mit 147 Ländern. Neben China zählen Indien, der Irak, die Vereinigten Arabischen Emirate, die Türkei und Deutschland zu den wichtigsten Partnern. Hauptausfuhrgut des Iran sind Brennstoffe, während das Land vor allem Zwischenprodukte, Gemüse sowie Maschinen und Ausrüstungen importiert.

Indiens Handelsvolumen deutlich geringer

Indien verzeichnete in den ersten zehn Monaten 2025 ein bilaterales Handelsvolumen mit dem Iran von 1,34 Milliarden US-Dollar. Zu den wichtigsten indischen Exporten gehören Basmatireis, Obst, Gemüse sowie Arzneimittel und pharmazeutische Produkte. Das Handelsvolumen liegt damit deutlich unter den chinesischen Zahlen.

Südkorea und Japan mit geringem Handelsvolumen

Südkorea exportierte zwischen Januar und November 2025 nur Waren im Wert von 129 Millionen US-Dollar in den Iran, während die Importe bei lediglich 1,6 Millionen US-Dollar lagen. Japan importiert hauptsächlich Obst, Gemüse und Textilien aus dem Iran und liefert Maschinen sowie Fahrzeugmotoren dorthin. Die Handelsvolumina beider Länder sind im internationalen Vergleich bescheiden.

Türkei und Deutschland als europäische Partner

Die Türkei importierte 2022 Waren im Wert von 5,8 Milliarden US-Dollar aus dem Iran und exportierte gleichzeitig Güter für 6,1 Milliarden US-Dollar. Deutschland verzeichnete 2022 Importe von 178 Millionen US-Dollar aus dem Iran, während deutsche Exporte in den Iran 1,9 Milliarden US-Dollar erreichten.

Auswirkungen der Sanktionspolitik

Die angekündigten Zölle verschärfen die bereits bestehenden US-Sanktionen gegen den Iran erheblich. Diese haben bereits zu einem stark eingeschränkten Käuferkreis für iranisches Öl geführt. Die neue Maßnahme könnte vor allem für China weitreichende Konsequenzen haben, da das Land zwischen den Handelsbeziehungen mit dem Iran und dem Zugang zum US-Markt abwägen muss.

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