Tower Semiconductor profitiert von KI-Boom: Quartalsgewinn übertrifft Erwartungen deutlich
Chipfertiger investiert weitere 270 Millionen Dollar in Silizium-Photonik-Technologie für Rechenzentren

Tower Semiconductor hat im vierten Quartal die Gewinnerwartungen der Analysten übertroffen und kündigt gleichzeitig massive Investitionen in die Produktion von KI-Chips an. Die US-notierten Aktien des israelischen Halbleiterherstellers legten im vorbörslichen Handel um fast 5 Prozent zu.
Der bereinigte Gewinn belief sich auf 78 Cent pro Aktie und lag damit deutlich über den Schätzungen von 68 Cent. Der Umsatz erreichte 440,2 Millionen Dollar, verglichen mit Erwartungen von 439,8 Millionen Dollar. Für das laufende erste Quartal prognostiziert Tower einen Umsatz von 412 Millionen Dollar, plus oder minus 5 Prozent, was ebenfalls über den Analystenschätzungen von 408,4 Millionen Dollar liegt.
Die starke Nachfrage nach Towers Silizium-Photonik-Technologie, die Daten mittels Licht mit hoher Geschwindigkeit überträgt, hat das Unternehmen zu einem wichtigen Zulieferer für Rechenzentrumsbetreiber gemacht. Diese bauen ihre Infrastruktur massiv aus, um komplexe KI-Workloads bewältigen zu können.
Milliarden-Investition in Zukunftstechnologie
Tower kündigte am Mittwoch zusätzliche Investitionen von 270 Millionen Dollar in Produktionsanlagen für Silizium-Photonik-Chips an. Damit steigen die Gesamtausgaben für diese Hochgeschwindigkeitstechnologie auf 920 Millionen Dollar. CEO Russell Ellwanger erklärte, das Unternehmen strebe an, bis Ende 2026 monatlich mehr als fünfmal so viele dieser Chips herzustellen wie Ende 2025 ausgeliefert wurden.
Die ambitionierten Ausbaupläne sind bereits durch Kundenverträge abgesichert. Ellwanger betonte, dass Kunden bereits zugestimmt hätten, das zusätzliche Produktionsvolumen abzunehmen. Dies unterstreicht die anhaltend hohe Nachfrage nach Komponenten für KI-Anwendungen.
Diversifiziertes Produktportfolio
Neben der Silizium-Photonik-Technologie fertigt Tower analoge Halbleiter-Wafer für andere Unternehmen. Das Produktionsnetzwerk erstreckt sich über Standorte in den USA, Israel, Japan und Italien. Diese geografische Diversifizierung ermöglicht es dem Unternehmen, verschiedene Märkte zu bedienen und Lieferkettenrisiken zu minimieren.
Die positive Geschäftsentwicklung spiegelt den anhaltenden KI-Boom wider, von dem zahlreiche Zulieferer der Halbleiterindustrie profitieren. Die Investitionen in Rechenzentrumsinfrastruktur dürften nach Einschätzung von Branchenexperten auch in den kommenden Quartalen auf hohem Niveau bleiben.
