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Scripps setzt auf KI-Integration und Kostensenkungen für Gewinnwachstum bis 2028

US-Medienkonzern strebt EBITDA-Steigerung von bis zu 150 Millionen Dollar an – Fokus auf Effizienz statt Stellenabbau

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Scripps setzt auf KI-Integration und Kostensenkungen für Gewinnwachstum bis 2028

Das US-Medienunternehmen E. W. Scripps hat einen umfassenden Transformationsplan angekündigt, der das operative Ergebnis bis 2028 deutlich steigern soll. Das Unternehmen, das mehr als 60 lokale TV-Sender in 40 Märkten betreibt, plant eine Erhöhung des jährlichen EBITDA um 125 bis 150 Millionen Dollar. Im Zentrum der Strategie steht der Einsatz künstlicher Intelligenz zur Effizienzsteigerung.

CEO Adam Symson betonte gegenüber CNBC, dass die KI-Integration nicht auf den Abbau journalistischer Arbeitsplätze abziele. Vielmehr sollen Redakteure von administrativen Aufgaben entlastet werden, um sich stärker auf Recherche und Berichterstattung konzentrieren zu können. Konkrete Auswirkungen auf den Personalbestand würden in den kommenden Monaten ermittelt, teilte das Unternehmen mit.

Die Neuausrichtung erfolgt in einer schwierigen Phase für die Rundfunkbranche. Die Scripps-Aktie ist in den vergangenen fünf Jahren um 70 Prozent gefallen – ein Rückgang, der viele Branchenkollegen betrifft. Das fast 150 Jahre alte Unternehmen war kürzlich Ziel eines feindlichen Übernahmeversuchs durch Sinclair, den Scripps jedoch zurückwies.

Technologie-Offensive als Kernstrategie

Scripps gründete 2024 ein eigenes KI-Team unter Leitung von Chief Transformation Officer Laura Tomlin. Die erste Aufgabe bestand darin, die Technologie im gesamten Konzern zu konsolidieren. Am Mittwoch sollen auf einer Investorenkonferenz am 26. Februar weitere Details zum Transformationsplan präsentiert werden.

Das Unternehmen setzt dabei auf mehrere Standbeine: Neben Kosteneinsparungen durch Technologie-Einsatz will Scripps auch neue Umsatzquellen erschließen. Die Netzwerke verfügen mittlerweile über Übertragungsrechte für WNBA-Spiele und haben Rechte für NHL-Teams erworben, die ihre regionalen Sportnetzwerke verlassen haben.

Branche unter Konsolidierungsdruck

Die gesamte Medienbranche befindet sich in einer Phase massiver Umstrukturierungen. Paramount Skydance hat Tausende Stellen konzernweit gestrichen, die Washington Post kündigte den Abbau eines Drittels der Redaktionsstellen an. Die Rundfunkbranche wartet zudem auf wichtige regulatorische Änderungen, die weitere Konsolidierungen ermöglichen könnten.

Scripps selbst hat kleinere Deals eigenständig umgesetzt, darunter einen Sendertausch mit Gray Media, der noch auf Genehmigung wartet. In dieser Woche stimmte das Unternehmen dem Verkauf seines Senders Court TV für weniger als 125 Millionen Dollar zu, wie eine informierte Person mitteilte.

Für die kommenden Jahre rechnet Scripps mit Rückenwind durch die Zwischenwahlen 2026 – lokale TV-Sender profitieren stark von politischer Werbung – sowie durch die Übertragung der Olympischen Winterspiele und der Weltmeisterschaft auf seinen Partnersendern. Im dritten Quartal konnte das Unternehmen die Ausgaben in der lokalen Mediensparte bereits um über 4 Prozent senken, im Netzwerkgeschäft um 7,5 Prozent.

CEO Symson, der seine Karriere bei Scripps 2003 in der Redaktion begann und 2017 die Führung übernahm, räumte die Notwendigkeit von Branchenkonsolidierung ein. Für Scripps selbst sieht er dies jedoch nicht als zwingende Notwendigkeit – zumindest vorerst.

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