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Tesla erwägt Verkauf des China-Geschäfts vor SpaceX-Fusion

Elon Musk soll Tesla so strukturiert haben, dass das China-Geschäft jederzeit abgetrennt werden kann – auch für eine mögliche SpaceX-Fusion.

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Tesla erwägt Verkauf des China-Geschäfts vor SpaceX-Fusion

Elon Musk hat das China-Geschäft von Tesla gezielt so aufgestellt, dass es im Ernstfall problemlos vom US-Geschäft getrennt werden kann. Hintergrund sind geopolitische Spannungen zwischen den USA und China – doch nun rückt ein weiterer Grund in den Vordergrund: eine mögliche Fusion mit SpaceX.

Wie mit den Planungen vertraute Personen berichten, wies Musk Tesla-Führungskräfte in den vergangenen Jahren an, eine klare strukturelle Trennung – intern als „Laser" bezeichnet – zwischen dem US- und dem China-Geschäft herzustellen. Ziel war es, sicherzustellen, dass der US-Teil von Tesla auch dann weiterbestehen kann, wenn es zu ernsthaften geopolitischen Auseinandersetzungen zwischen Washington und Peking kommen sollte.

Nun geht die Planung offenbar einen Schritt weiter: Einige Tesla-Führungskräfte wurden angewiesen, konkrete Vorbereitungen für eine Abspaltung des China-Geschäfts im Vorfeld einer potenziellen Fusion mit SpaceX zu treffen. Das berichtet eine mit den Gesprächen vertraute Person gegenüber dem Wall Street Journal.

Drei Optionen auf dem Tisch

Berater von Tesla haben laut einer weiteren Quelle verschiedene Szenarien für eine Trennung des China-Geschäfts erörtert. Konkret stehen drei Optionen im Raum:

Spin-off

: Das China-Geschäft wird als eigenständiges Unternehmen abgespalten -

Verkauf

: Das China-Geschäft wird an einen externen Käufer veräußert -

Schließung

: Das China-Geschäft wird vollständig aufgegeben

Jede dieser Optionen hätte weitreichende Konsequenzen für Tesla als Gesamtkonzern – sowohl operativ als auch finanziell.

Chinas Bedeutung für Tesla ist enorm

Das China-Geschäft ist für Tesla weit mehr als ein regionaler Markt. Es hat den Elektrofahrzeughersteller zu einem dauerhaft profitablen und weltweit führenden Anbieter von Elektrofahrzeugen für den Massenmarkt gemacht. China ist sowohl ein zentraler Produktionsstandort – mit der Gigafactory Shanghai – als auch einer der wichtigsten Absatzmärkte des Unternehmens.

Eine Abspaltung oder ein Verkauf dieses Geschäftsbereichs würde daher nicht nur die operative Aufstellung von Tesla grundlegend verändern, sondern auch die Bewertung des Unternehmens erheblich beeinflussen. Dies wäre besonders relevant, sollte es tatsächlich zu einer Fusion mit SpaceX kommen – denn die Bewertung beider Unternehmen wäre entscheidend für die Konditionen eines solchen Zusammenschlusses.

Geopolitik als treibende Kraft

Der Hintergrund dieser Überlegungen ist die zunehmend angespannte Lage zwischen den USA und China. Für ein US-amerikanisches Technologieunternehmen wie Tesla birgt eine starke Abhängigkeit vom chinesischen Markt erhebliche Risiken – von möglichen Handelsbeschränkungen über regulatorische Eingriffe bis hin zu einem vollständigen Marktzugang-Entzug im Extremfall.

Musk scheint diese Risiken seit Jahren ernst zu nehmen und hat offenbar frühzeitig Vorkehrungen getroffen, um Tesla widerstandsfähiger gegenüber geopolitischen Verwerfungen zu machen. Die nun bekannt gewordenen Fusionspläne mit SpaceX verleihen diesen strukturellen Vorbereitungen eine neue, strategische Dimension.

Ob und wann es tatsächlich zu einer Abspaltung des China-Geschäfts oder einer Fusion mit SpaceX kommt, ist derzeit offen. Die Berichte des Wall Street Journal zeigen jedoch, dass entsprechende Szenarien intern bereits konkret durchgespielt werden.

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