ANZEIGE

Mercedes-Benz legt weiteres Aktienrückkaufprogramm in Milliardenhöhe auf

Neues Rückkaufprogramm über eine Milliarde Euro soll Kurs stützen und Gewinn pro Aktie steigern

2 Min
Mercedes-Benz legt weiteres Aktienrückkaufprogramm in Milliardenhöhe auf

**Mercedes-Benz startet neues Milliarden-Rückkaufprogramm

**

Der Stuttgarter Autobauer Mercedes-Benz setzt seinen Kurs der Aktionärspflege fort und hat ein weiteres Aktienrückkaufprogramm in Milliardenhöhe aufgelegt. Der DAX-Konzern will bis zu 58 Millionen eigene Aktien erwerben und dafür bis zu eine Milliarde Euro aufwenden. Die zurückgekauften Anteile sollen anschließend eingezogen werden, wie das Unternehmen am Montag mitteilte.

Aktienrückkäufe sind ein etabliertes Instrument der Kapitalrückführung an Aktionäre. Durch die Einziehung der erworbenen Aktien reduziert sich die Gesamtzahl der ausgegebenen Anteile, was rechnerisch den Gewinn je Aktie (EPS) steigert. Langfristig kann dies auch den Aktienkurs stützen. Im Gegensatz zu Dividenden fließt den Aktionären beim Rückkauf kein direkter Cash-Betrag zu – die Wertsteigerung erfolgt indirekt über den Kurs.

**

Positionierung in einem schwierigen Marktumfeld

**

Erst Anfang Juni hatte Mercedes-Benz ein vorheriges Rückkaufprogramm über zwei Milliarden Euro abgeschlossen. Damals erwarb der Konzern knapp 38 Millionen eigene Aktien zu einem Durchschnittspreis von etwas mehr als 53 Euro. Die damalige Transaktion zeigt, dass das Unternehmen bereit ist, auch in schwierigen Marktphasen eigene Aktien zu erwerben.

Denn die Branche durchlebt derzeit eine tiefgreifende Krise. Mercedes-Benz steht ebenso unter Druck wie die Konkurrenten BMW und Volkswagen. Der Aktienkurs des Stuttgarter Autobauers ist im bisherigen Jahresverlauf um deutlich mehr als ein Fünftel eingebrochen. Die aktuelle Marktkapitalisierung liegt bei rund 45 Milliarden Euro.

**

Rückkäufe als Vertrauenssignal**

Mit dem neuen Programm sendet Mercedes-Benz ein klares Signal an den Kapitalmarkt. In einer Phase, in der die Aktie massiv unter Druck steht, zeigt der Konzern, dass er das eigene Papier für unterbewertet hält und bereit ist, Kapital für Rückkäufe einzusetzen. Dies kann als Vertrauensbeweis des Managements in die eigene Strategie und die langfristigen Perspektiven des Unternehmens gewertet werden.

Für Privatanleger ist das neue Rückkaufprogramm ein wichtiges Signal: Die Verwässerung des Aktienbesitzes wird reduziert, und bestehende Aktionäre profitieren künftig von einem etwas höheren Anteil am Unternehmensgewinn. Allerdings sollten Anleger die gesamtwirtschaftlichen Risiken der Automobilbranche nicht aus den Augen verlieren. Der strukturelle Wandel hin zur Elektromobilität, der Wettbewerbsdruck aus China und die konjunkturelle Abkühlung belasten die gesamte Branche nachhaltig.

Ob sich die Mercedes-Benz-Aktie vom jüngsten Kurseinbruch erholen kann, hängt letztlich weniger von Rückkaufprogrammen ab als von der Fähigkeit des Konzerns, die operativen Herausforderungen zu meistern und die Profitabilität zu sichern.

Mercedes-BenzAktienrückkaufMilliardenprogrammDAXAktionäreKapitalrückführungKursstützung

Meistgelesene News

  1. Chevron und Halliburton: Öldeal mit Venezuela treibt Aktienkurse an
  2. Tesla am Scheideweg: Rekordumsatz trifft auf milliardenschwere KI-Ambitionen
  3. Tesla-Robotaxi-Strategie und BYD-Expansion prägen das globale EV-Duell
  4. Teslas 25-Milliarden-Wette: Vom Autobauer zum KI-Roboter-Konzern
  5. SK Hynix prüft Intel als Partner für HBM4E-Basis-Chips

Disclaimer