ANZEIGE

Tech-Aktien unter Druck: KI-Blase oder vorübergehender Rücksetzer?

Ein Einbruch von 8% beim US-Chip-Index und ein Nasdaq-Minus von über 2% sorgen für heftige Volatilität an den globalen Märkten.

• 3 Min

Der US-amerikanische Chip-Aktienindex verlor am Dienstag rund 8% – ein heftiger Rückschlag, der die Frage aufwirft: Platzt gerade eine KI-Blase, oder handelt es sich nur um eine gesunde Korrektur? Der Nasdaq verlor mehr als 2%, während der südkoreanische KOSPI zu Beginn des Handelstages um 10% einbrach. Die Volatilität im mittjährigen Handel war damit außergewöhnlich hoch.

Besonders hart traf es den Speicherchiphersteller Micron Technology, dessen Aktie um rund 13% fiel. Damit gab das Unternehmen alle Gewinne des Vortages wieder ab – ausgerechnet vor der Veröffentlichung seiner Quartalszahlen. Microns Aktie hatte sich in diesem Jahr zuvor um mehr als 200% verteuert, angetrieben von der enormen Nachfrage nach KI-gesteuerten Speicherchips.

Für den US-Chip-Index, der sich im bisherigen Jahresverlauf verdoppelt hatte, könnte schlicht die Puste ausgegangen sein. Der gleichzeitige Einbruch des KOSPI dürfte die Stimmung zusätzlich belastet haben.

SoftBank-Chef: KI als Blase zu bezeichnen ist „Blasphemie"

Inmitten der Turbulenzen meldete sich SoftBank-CEO Masayoshi Son zu Wort. Er bezeichnete es als „Blasphemie", KI als Blase zu betrachten. Nach dem jüngsten Wackler an den Märkten dürften jedoch nicht alle Investoren diese Zuversicht teilen.

Die Episode löst eine weitere Runde von Fragen zu den überreizten Bewertungen im Technologiesektor aus. Die Quartalszahlen von Micron Technology gelten als nächster wichtiger Test für den gesamten Sektor. Investoren erhoffen sich Aufschluss darüber, wie stark die KI-getriebene Nachfrage nach Speicherchips tatsächlich ist.

Ein weiterer Nebenschauplatz war der Raketenbauer SpaceX, dessen Aktie seit dem Börsengang massiv von seinem Höchststand nach dem IPO abgestürzt war. Am Dienstag fanden die Papiere jedoch wieder ein Niveau oberhalb des Emissionspreises.

Zinserwartungen belasten Tech-Werte zusätzlich

Ein wesentlicher Belastungsfaktor für Technologieaktien sind die gestiegenen Zinserhöhungserwartungen an die US-Notenbank Federal Reserve seit deren geldpolitischer Sitzung der Vorwoche. Die Prognosen der großen Banken gehen dabei weit auseinander: Die Bank of America erwartet drei Zinserhöhungen bis zum nächsten Januar, während die Citi weiterhin drei Zinssenkungen prognostiziert. Diese Unsicherheit belastet besonders wachstumsstarke Technologiewerte, deren Bewertungen empfindlich auf steigende Zinsen reagieren.

An den Devisenmärkten baute der US-Dollar seine jüngsten Gewinne weiter aus. Der Dollar-Index erreichte ein 13-Monats-Hoch, gestützt durch Wetten auf weitere Zinserhöhungen. Im Fokus bleibt dabei die Bank of Japan, die möglicherweise intervenieren könnte, um zu verhindern, dass der Dollar gegenüber dem Yen 40-Jahres-Hochs erreicht.

Die Ölpreise setzten ihren Rückgang fort und näherten sich einem Viermonatstiefs. Die Sorte Brent Crude fiel unter 76 US-Dollar pro Barrel, belastet durch Gespräche zwischen den USA und dem Iran sowie gestiegene Schifffahrtsaktivitäten am Golf.

FedEx und Private Credit im Fokus

Auf Unternehmensebene fiel die Aktie von FedEx nachbörslich um 6%, da die jüngsten Quartalszahlen Sorgen um engere Margen aufwarfen. Im Bereich Private Credit hält die Unruhe an: Morgan Stanley schloss sich diese Woche Apollo an und berichtete über hohe Rückflüsse aus seinen Flaggschiff-Fonds.

Politisch relevant für die Märkte: Die allgemeine Zustimmung für US-Präsident Donald Trump sank laut der jüngsten Umfrage von Reuters/Ipsos auf 34% – ein Rückfall auf den niedrigsten Stand seiner zweiten Amtszeit, der zuletzt im April erreicht worden war. Trumps Zustimmungswerte bei den Lebenshaltungskosten lagen mit 22% nahe dem niedrigsten Stand seiner Präsidentschaft. Nur 24% der Amerikaner halten den Krieg mit dem Iran für die Kosten wert.

Auf der Konjunkturseite lagen die US-Wirtschaftsumfragen für Juni über den Prognosen. Anleger blicken nun auf weitere Datenpunkte: die US-Leistungsbilanz für das erste Quartal sowie die Zahlen zu den Verkäufen neuer Häuser im Mai.

Chip-AktienKi-BlaseMicron TechnologyNasdaqTechnologieaktienFederal ReserveKOSPISoftbank

Meistgelesene News

  1. Ukraine-Roboterangriff im Donbas deckt Schwachstelle in Putins Kriegsmaschinerie auf
  2. XRP-Preisprognose: Was Anleger in den nächsten drei Jahren erwarten
  3. SpaceX-Aktie: Könnte eine Investition von 5.000 Dollar Millionär machen?
  4. Galeria Karstadt Kaufhof: Beetz stellt Rettungsplan für Warenhauskette vor
  5. Nvidia: 1.000 Dollar heute könnten bis 2030 1.800 Dollar wert sein

Disclaimer


Wichtiger Hinweis auf bestehende Interessenkonflikte:

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass im Rahmen dieser Publikation Interessenkonflikte bestehen:

1. Die Stock Market Media Ltd. und ihr nahestehende Personen besitzen Aktien der hier empfohlenen Gesellschaften und beabsichtigen, diese im Rahmen und zu jedem Zeitpunkt dieser Empfehlung zu verkaufen. Hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

2. Der Herausgeber dieser Publikation, sowie die verantwortlichen Redakteure erhalten für die Erstellung eine finanzielle Vergütung. Auch hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

3. Beachten Sie auch die weitergehenden Ausführungen zu bestehenden Interessenkonflikten im nachfolgenden Disclaimer, u.a. unter Ziff. 2.

Wichtige Informationen und Pflichtmitteilungen gemäß Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) sowie gemäß Finanzanlageverordnung (FinAnV).

Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit als Ersteller von Anlagestrategieempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 34 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 oder von Anlageempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 35 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014, (bisher „Finanzanalysen“) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht („BaFin“) gemäß WpHG angezeigt. Die Pflichten der Stock Market Media Ltd. regeln sich primär nach den §§ 85, 86 WpHG, der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 und der Delegierten Verordnung (EU) 2016/958.

Angaben über den/die Ersteller dieser Publikation:
Verantwortlich für die Erstellung der Texte und Inhalte dieser Publikation ist Herr Roberto Gonçalves de Albuquerque, als Analyst und Chefredakteur. Herausgeber ist die Stock Market Media Ltd., 405 Kings Road, Flat 600, London; SW10 0BB, Vereinigtes Königreich, vertreten durch den Director Roberto Gonçalves de Albuquerque.

Wichtige Hinweise zur Erstellung dieser Veröffentlichung:
Diese Veröffentlichung enthält sowohl Tatsachen und Fakten zu den besprochenen Unternehmen, als auch rein subjektive Werturteile, Interpretationen, Schätzungen, Hochrechnungen, Vorhersagen und Preisziele. Diese versuchen wir, möglichst transparent voneinander abzugrenzen, um irreführende Angaben zu vermeiden. Recherche, Aufbereitung und Formulierung erfolgen dabei unter Einsatz gängiger digitaler und KI-gestützter Hilfsmittel; die inhaltliche Prüfung und die redaktionelle Verantwortung liegen bei uns. Die wesentlichen Grundlagen und Maßstäbe unserer Werturteile und Bewertungen, der besprochenen Aktien, basieren auf folgender Vorgehensweise:

Beurteilung und Bewertung von Unternehmen nach herkömmlichen Bewertungsmethoden (grundlegender Bewertungsansatz)

  • Einschätzung des Potentials der zukünftigen Unternehmensentwicklung (Wachstumsansatz) und Hochrechnung auf das entsprechende Bewertungspotential (Kurs-Potential-Analyse) sowie einer möglichen Unternehmens-Aktien-Bewertung aufgrund potentieller Gewinnerwartungen (KGV Hochrechnung)
  • Einschätzung des von uns erwarteten Best-Case-Szenarios im absoluten Erfolgsfall des Unternehmens (Blue-Sky-Potential-Ansatz)
  • Effekt der von uns erwarteten, gesteigerten Bekanntheit der empfohlenen Aktie auf den Aktienkurs durch einen starken Anstieg der Nachfrage am Markt (insbesondere maßgeblich bei marktengen oder neu bzw. erstmals empfohlenen Aktien) aufgrund der von uns oder Dritten veröffentlichten Publikationen (meistens Kaufempfehlungen), (Multiplikator- / Momentum-Effekt, Hype), dadurch überproportional steigende Rendite/Aktienkurs bei entsprechend steigendem Risiko
  • Technische Analyse des Aktienkurses gemäß gängiger Analyse-Methoden, meist zur Voraussage von Kurs-Signalen (Kauf- oder Verkaufssignal, Ausbruch der Aktie, Festlegung von Kurszielen, Unterstützungs- oder Widerstandsbereichen, erwarteten Mindestbewegungen oder Mindest-Gegenbewegungen, Voraussage von Signalpunkten (wenn-dann), etc.), größtenteils auf der erwarteten Massenpsychologie aufbauend. (technischer Ansatz).

Herkömmliche Bewertungsansätze sind bei jungen oder noch umsatzlosen Unternehmen oft schlecht sinnvoll anwendbar. Daher stützen wir uns bei der Bewertung von solchen Unternehmen tendenziell auf die von uns errechnete Potential-Analyse, sowie die Einschätzung der Nachfrage nach solchen Aktien am Kapitalmarkt. Letztendlich entscheidet der Markt über den Aktienkurs eines Unternehmens. Entsteht durch umfangreiche Empfehlungen einer Aktie, eine exzessive Nachfrage nach dieser, ist es möglich, dass der Aktienkurs bei einem hohen Handelsvolumen überdurchschnittlich steigt. Dies führt zwar zu extremen Gewinnmöglichkeit, erhöht jedoch entsprechend das Risiko einer Blasenbildung mit entsprechendem Kursrückgang. Durch die gesteigerte Volatilität der Aktie in solchen Situationen ergeben sich überdurchschnittliche Gewinn- und Verlustmöglichkeiten, sowohl in beide Handelsrichtungen als auch bei wiederkehrenden Gegenbewegungen. Auch solche Marktentwicklungen sind ein wichtiger Teil unserer Handelsempfehlungen und Bewertungsansätze.

Diese Publikation befasst sich ausschließlich mit überdurchschnittlich volatilen Werten mit hohem Gewinn- und auch Verlustpotential.

Hinweis zu Informationsquellen:
Die Zuverlässigkeit von Informationsquellen wird von uns vor deren Verwendung ausführlich geprüft und von uns entsprechend ihrer Glaubwürdigkeit und Bedeutung subjektiv bewertet. Dabei entscheiden wir nach eigenen Maßstäben, welche Quellen wir für relevant, zu konservativ oder zu optimistisch halten. Letztendlich legen wir unsere Empfehlungen aufgrund unserer persönlichen Einschätzungen fest. Bei der Informationsbeschaffung greifen wir auf zahlreiche öffentlich zugängliche Quellen zurück wie z.B. Pressemitteilungen, Ad-Hoc-Mitteilungen, Unternehmensmeldungen, Firmenpräsentationen, Publikationen und Artikeln zum besprochenen Unternehmen, gängige Finanzmedien im In- und Ausland sowie auf Unternehmens- oder Branchen-Analysen Dritter.

In unseren Publikationen werden ausschließlich öffentlich verfügbare Informationen und Quellen, sowie vom Unternehmen selbst verbreitete Informationen verwendet.

Hinweis zu bestehenden Interessenkonflikten:
Wir weisen hiermit darauf hin, dass Gesellschafter, Redakteure, Mitarbeiter sowie Personen bzw. Unternehmen die an der Erstellung dieser Veröffentlichung beteiligt sind, sowie Auftraggeber (Dritte) der Publikation von Stock Market Media Ltd. zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung direkt oder indirekt Anteile an Wertpapieren, welche im Rahmen der jeweiligen Publikation besprochen werden, halten. und daher an einer Kurs- und/oder Umsatzsteigerung, d.h. auch einer erhöhten Handelsliquidität interessiert sind, da die Absicht besteht, in unmittelbarem Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung diese Wertpapiere zu verkaufen und an steigenden Kursen und Umsätzen zu partizipieren. Ein Kurszuwachs der Aktien der vorgestellten Unternehmen kann zu einem Vermögenszuwachs bei diesen Personen führen. Durch die Besprechung des Unternehmens können jedenfalls der Aktienkurs des Unternehmens erheblich beeinflusst werden. Insbesondere wird auch durch Wertpapiertransaktionen der Aktienkurs der besprochenen Unternehmen maßgeblich beeinflusst. Dies gilt insbesondere, wenn es sich um Unternehmen handelt deren Aktien keine breite Marktkapitalisierung haben und bei denen nur ein enger Markt besteht. Hier können auch nur geringe Auftragsvolumen erhebliche Auswirkungen auf die Kurse haben. Sie sind aber auch daran interessiert, dass der Kurs des besprochenen Unternehmens sinkt, wenn sie deren Aktien günstiger erwerben wollen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Stock Market Media Ltd. und seine Mitarbeiter werden zudem für die Vorbereitung, elektronische Verbreitung und Veröffentlichung dieser Publikation sowie für andere Dienstleitungen entgeltlich entlohnt. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Diese Vergütung kann durch das Unternehmen über das die Stock Market Media Ltd. Informationen veröffentlicht, durch mit diesen Unternehmen verbundene Dritte oder sonstige Dritte, die ein Interesse in Bezug auf die im Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung besprochenen Unternehmen verfolgen, erfolgen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen. Dieser wird zunächst dadurch begründet, dass die Stock Market Media Ltd. im Interesse ihres Auftraggebers ihre Ausführungen vornehmen könnte. Die Stock Market Media Ltd. und/oder mit ihr verbundene Unternehmen haben mit der gegenständlichen Gesellschaft bzw. mit deren Aktionären eine kostenpflichtige Vereinbarung zur Erstellung der redaktionellen Besprechung getroffen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Hinweis zur Handhabe der internen Organisationspflichten:
Aufgrund der geringen Unternehmensgröße des Herausgebers, ist eine interne Kontrolle der Compliance Prozesse der an dieser Publikation mitwirkenden Mitarbeiter und sonstigen Beteiligten überschaubar.

Verantwortliche Aufsichtsbehörde:
Die Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit gemäß § 86 WpHG bei der BaFin angezeigt.