Sun Peak Metals nimmt Bohrprogramm am Safra-VMS-Projekt wieder auf
Sun Peak Metals startet 3.000-Meter-Diamantbohrprogramm mit zwei Bohrgeräten am Safra-Projekt in Saudi-Arabien.

Sun Peak Metals Corp. (TSXV: PEAK) (OTCQB: SUNPF) hat am Safra-Projekt im Königreich Saudi-Arabien ein Diamantbohrprogramm mit einem Umfang von 3.000 Metern und zwei Bohrgeräten wieder aufgenommen. Das Unternehmen hält eine 100-prozentige Beteiligung an dem Projekt, das auf Kupfer-Zink-Gold-Silber-Mineralisationen vom Typ der vulkanogenen Massivsulfide (VMS) ausgerichtet ist. Die Ankündigung erfolgte aus Vancouver, BC.
Das Programm knüpft an die ermutigenden Ergebnisse der ersten Bohrkampagne an, die im Mai 2026 abgeschlossen wurde. Damals wiesen alle sieben an Safra Main durchbohrten Löcher Mineralisationen auf, darunter 39,0 Meter mit einem Gehalt von 1,38 Prozent Kupfer und 0,84 Prozent Zink. Die mineralisierte Zone bleibt entlang der Streichrichtung und in der Tiefe offen.
Neu abgeschlossene induzierte Polarisationsmessungen (IP) haben nach Unternehmensangaben ermutigende Ladbarkeitsanomalien an den Standorten Safra Main, Safra East und Safra North umrissen. Das unterstreicht aus Sicht des Unternehmens das Potenzial für zusätzliche sulfidische Mineralisationen vor weiteren Bohrungen.
Die Details
Das aktuelle 3.000-Meter-Programm testet Erweiterungen von Safra Main entlang der Streichrichtung und in der Tiefe sowie die Zielgebiete Safra North und Safra East, von denen keines bisher gebohrt wurde. Safra East ist eine parallele VMS-Streife, die sich etwa 1,5 Kilometer östlich von Safra Main befindet. Dort ergaben Probenahmen von gossanartigen Exhaliten Werte von bis zu 1,38 Prozent Kupfer, während zusätzliche Proben 1,08 Prozent und 0,22 Prozent Kupfer zurückmeldeten. Diese Oberflächenmineralisation ist räumlich mit einer starken Schwerkraftanomalie verbunden, ähnlich wie das Gossan- und Schwerkraftsignal an Safra Main. Safra North ist eine starke, ungetestete Schwerkraftanomalie entlang der Streichrichtung nördlich von Safra Main, wo die mineralisierte Zone offen bleibt.
Das 93 Quadratkilometer große Safra-Projekt liegt innerhalb des Nuqrah-VMS-Gürtels, etwa 185 Kilometer nordöstlich von Medina. Die Exploration zielt auf Kupfer-Zink sowie damit verbundene Gold- und Silber-VMS-Mineralisationen unterhalb von Oberflächen-Gossans und Verwitterungshüllen ab, unterstützt durch Schwerkraft- und elektromagnetische Anomalien.
Die erste Kampagne, die im Mai 2026 abgeschlossen wurde, umfasste 10 Bohrlöcher mit insgesamt 1.242 Metern an Safra Main und Safra South. Die Mineralisation ist in einem komplexen Paket aus felsischen und mafischen vulkanischen Gesteinen eingebettet und reicht von disseminiert bis massiv sulfidisch. Sie besteht hauptsächlich aus Chalkopyrit, Sphalerit und Pyrit, mit variabler Silifizierung und karbonatischer Alteration, wie sie für VMS-Systeme typisch ist.
Zu den zuvor gemeldeten Ergebnissen zählen unter anderem: SAF26DD008 mit 39,0 Metern bei 1,38 Prozent Kupfer und 0,84 Prozent Zink, einschließlich 17,75 Metern bei 1,60 Prozent Kupfer und 1,58 Prozent Zink. SAF26DD005 lieferte 19,42 Meter bei 1,17 Prozent Kupfer, 2,59 Prozent Zink und 22,35 g/t Silber, einschließlich 3,0 Metern bei 3,08 Prozent Kupfer, 11,72 Prozent Zink und 57,25 g/t Silber. Ein unteres Intervall desselben Bohrlochs ergab 13,0 Meter bei 0,49 Prozent Kupfer, 1,77 Prozent Zink, 1,64 Prozent Blei, 69,17 g/t Silber und 0,61 g/t Gold. Weitere Ergebnisse: SAF26DD001 mit 8,85 Metern bei 1,32 Prozent Kupfer und 6,51 Prozent Zink, SAF26DD003 mit 6,80 Metern bei 0,48 Prozent Kupfer, 3,19 Prozent Zink, 34,81 g/t Silber und 1,33 g/t Gold sowie SAF26DD010 mit 6,0 Metern bei 2,86 Prozent Kupfer und 5,70 Prozent Zink. Die Intervalle werden als gebohrte Kernlängen angegeben; wahre Mächtigkeiten sind noch nicht bekannt. Diese Ergebnisse wurden zuvor am 8. September 2026 gemeldet.
Ergänzend hat Sun Peak einen 10-Linien-IP-Survey an Safra mit einer Fläche von rund 7,4 Quadratkilometern und einer Untersuchungstiefe von über 500 Metern abgeschlossen. Vorläufige Ergebnisse umrissen mehrere starke Ladbarkeitsanomalien an Safra Main, Safra East und Safra North, von denen einige in der Nähe niederohmiger Zonen auftreten und sich von nahe der Oberfläche bis in die Tiefe über mehrere Survey-Linien erstrecken. Der IP-Survey ergänzt den früheren bodengestützten TDEM-Survey mit 33,4 Linienkilometern, der ebenfalls 2026 durchgeführt wurde, sowie die Schwerkraftmessungen des Unternehmens.
Hintergrund: Was bisher geschah
Bereits am 8. Juni 2026 berichtete aktien.news, dass Sun Peak Metals den Beginn seines ersten Diamantbohrprogramms auf dem Gold-Kupfer-VMS-Projekt Halahila im Königreich Saudi-Arabien bekannt gegeben hatte. Auch an diesem Projekt hält das Unternehmen eine 100-prozentige Beteiligung. Das damals geplante Bohrprogramm umfasste rund 2.500 Meter und markierte einen bedeutenden Schritt in der Exploration des Projekts. Der Bericht ordnete ein, dass es sich bei VMS-Projekten um eine besondere Art von Erzlagerstätten handelt, die häufig reich an Basismetallen wie Kupfer sowie Edelmetallen wie Gold sind und weltweit zu den wirtschaftlich attraktivsten Mineralvorkommen zählen.
Was das für Anleger bedeutet
Für deutsche Privatanleger ist die Meldung vor allem ein Zwischenstand eines laufenden Explorationsprogramms. Sun Peak befindet sich in der Phase der Zielverfolgung und Bohrung, nicht in der Produktion. Die bislang gemeldeten Gehalte stammen aus Bohrkernlängen, deren wahre Mächtigkeiten noch nicht bekannt sind – ein wichtiger Unterschied bei der Bewertung von Explorationsergebnissen. Positiv hervorzuheben ist die Finanzausstattung: Nach eigenen Angaben verfügt das Unternehmen nach der kürzlich abgeschlossenen Finanzierung über mehr als 12 Millionen kanadische Dollar auf dem Konto. Das Unternehmen hält im Königreich Saudi-Arabien 13 Explorationslizenzen mit einer Gesamtfläche von 1.072 Quadratkilometern entlang etablierter VMS- und Goldstreifen; Anträge für zwei zusätzliche Lizenzen mit rund 200 Quadratkilometern sind anhängig. In Äthiopien umfasst das Shire-Projekt sechs Explorationslizenzen mit etwa 1.450 Quadratkilometern. Diese Angaben sind keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung, sondern ordnen die Meldung in den Projektstand ein.
Ausblick
Nach Abschluss der Arbeiten an Safra plant Sun Peak, die Bohrgeräte nach Al Miyah zu verlegen, wo ein erstes Diamantbohrprogramm auf das Hishashat-VMS-Ziel ausgerichtet werden soll, ergänzt durch Bohrungen an den Zielen Hilux Gold und Al Miyah Main VMS. Am Standort Hishashat ergaben frühere Probenahmen Werte von bis zu 5,01 Prozent Kupfer, während eine separate Subcrop-Probe 0,77 Prozent Kupfer, 1,45 g/t Gold und 29,8 g/t Silber zurückmeldete. Grab- und Subcrop-Proben sind naturgemäß selektiv und repräsentieren möglicherweise nicht die Mineralisation auf dem Gelände.
Parallel treibt das Unternehmen die über die Auktion der Runde 9 erworbenen Projekte Jabal Alasad und Zayiyr voran, wobei Bohrungen für Anfang 2027 geplant sind. Am Standort Jabal Alasad verfeinern Kartierungen und geophysikalische Surveys das VMS-Ziel Washaq, wo frühere Arbeiten etwa 1,5 Kilometer Gossan und damit verbundene hydrothermale Alterationen identifizierten. Am Standort Zayiyr modelliert SRK Consulting historische Bohrdaten am orogenen Goldziel NGZ, unterstützt durch strukturelle Interpretationen zur Steuerung von Tiefgrabungen und Bohrzielen.
Zur Sicherheitslage teilt das Unternehmen mit, dass die Explorationsprogramme von den regionalen Konflikten unberührt bleiben und die Feldoperationen wie geplant weiterlaufen. Sun Peak überwacht nach eigenen Angaben die Lage engmaschig und hält die laufende Beobachtung durch die kanadische Botschaft, Sicherheitsberater und ein etabliertes Netzwerk im Land aufrecht.
Kurz erklärt
- VMS (Vulkanogene Massivsulfide): Eine Lagerstättenart, die durch vulkanische Aktivität entsteht und häufig reich an Basismetallen wie Kupfer und Zink sowie an Edelmetallen ist.
- Induzierte Polarisation (IP): Ein geophysikalisches Messverfahren, das unterirdische Ladbarkeitsanomalien aufspürt, die auf sulfidische Mineralisation hindeuten können.
- TDEM (Zeitbereichs-Elektromagnetik): Ein geophysikalisches Verfahren, das leitfähige Zonen im Untergrund über elektromagnetische Signale erfasst.
- Gossan: Eine eisenreiche Verwitterungszone an der Oberfläche, die auf darunterliegende sulfidische Erzkörper hinweisen kann.
