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Südkoreas Exporte wachsen dank starker Chip-Nachfrage robust

Im Juli stiegen Südkoreas Ausfuhren stärker als erwartet – angetrieben von boomender Halbleiter-Nachfrage durch Künstliche Intelligenz.

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Südkoreas Exporte wachsen dank starker Chip-Nachfrage robust

Südkoreas Exportwachstum hat sich im Juli gegenüber dem Vormonat zwar abgeschwächt, fiel aber dennoch stärker aus als von Analysten erwartet. Als wichtigster Wachstumstreiber erwiesen sich einmal mehr die Halbleiter: Die anhaltend hohe Nachfrage nach Speicherchips im Zuge des globalen Booms bei Künstlicher Intelligenz (KI) stützte die Ausfuhren des ostasiatischen Exportlandes maßgeblich.

Die Ausfuhren von Speicherchips bildeten das Rückgrat des gesamten südkoreanischen Exportwachstums im Berichtsmonat. Südkorea gehört zu den weltweit führenden Produzenten von Halbleitern und profitiert damit unmittelbar von der steigenden globalen Nachfrage nach KI-Infrastruktur, die leistungsfähige Chips in großen Mengen erfordert.

Rekordgewinne bei Samsung und SK Hynix

Die beiden führenden südkoreanischen Chiphersteller Samsung Electronics und SK Hynix blicken optimistisch auf die zweite Jahreshälfte. Beide Unternehmen hatten für das im Juni beendete Quartal Rekordumsätze und -gewinne vermeldet – ein deutliches Signal dafür, dass die Nachfrage nach Hochleistungsspeichern ungebrochen stark ist.

Für deutsche Anleger und Beobachter ist die Entwicklung in Südkorea ein wichtiger Indikator für den globalen Halbleitermarkt. Südkorea ist neben Taiwan und den USA einer der zentralen Knotenpunkte der weltweiten Chip-Lieferkette. Schwächeln oder boomen die koreanischen Exporte, spiegelt das häufig den Zustand der gesamten Technologiebranche wider.

KI-Boom als struktureller Rückenwind

Der Aufstieg generativer KI-Anwendungen hat den Bedarf an leistungsfähigen Speicherchips – insbesondere sogenannten HBM-Chips (High Bandwidth Memory) – in die Höhe getrieben. Rechenzentren weltweit rüsten ihre Infrastruktur auf, um KI-Modelle trainieren und betreiben zu können. Davon profitieren Unternehmen wie SK Hynix und Samsung Electronics in besonderem Maße, da sie zu den wenigen globalen Anbietern dieser Spezialtechnologie gehören.

Die leichte Abschwächung des Exportwachstums gegenüber dem Vormonat gibt vorerst keinen Anlass zur Sorge. Sowohl die Unternehmensprognosen als auch die anhaltend starke Nachfrage aus dem KI-Sektor deuten darauf hin, dass Südkoreas Chipexporte auch im weiteren Jahresverlauf eine tragende Rolle spielen werden. Die optimistischen Ausblicke von Samsung und SK Hynix unterstreichen diese Einschätzung.

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