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Starlink Mobile: Bank of America sieht Risiken für Apples iPhone-Modell

Die Bank of America analysiert, wie SpaceX' Starlink Mobile das Subventionsmodell der US-Netzbetreiber und Apples iPhone-Verkäufe herausfordern könnte.

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Starlink Mobile: Bank of America sieht Risiken für Apples iPhone-Modell

Die Bank of America sieht in der Expansion von SpaceX in den Markt für mobile Konnektivität ein potenzielles Risiko für das iPhone-Verkaufsmodell von Apple (NASDAQ: AAPL). Wie das Finanzportal Investing.com berichtet, könnte Starlink Mobile die Subventionsmodelle der US-Netzbetreiber durchbrechen, wobei die kurzfristigen Auswirkungen auf die Gewinne nach Einschätzung der Bank jedoch begrenzt bleiben.

In einem Forschungsbericht vom 12. Oktober analysierten Analysten unter der Leitung von Wamsi Mohan, wie sich der Vorstoß von SpaceX auf die Preissetzungsmacht von Apple und den Absatz von Premium-Smartphones auswirken könnte. Auslöser der Analyse sind mehrere strategische Schritte des Raumfahrtunternehmens. SpaceX hat kürzlich die Übernahme des landesweiten 800-MHz-Frequenzportfolios von Grain Management vereinbart, was etwa 17 Milliarden US-Dollar an Spektrumkäufen von EchoStar ergänzt. Zudem erhielt das Unternehmen die behördliche Genehmigung für eine Satellitenkonstellation mit 15.000 Einheiten sowie die Erlaubnis, mobile Dienste ohne terrestrischen Netzbetreiber anzubieten.

Drei konkrete Risikoszenarien für Apple

Die Analysten identifizierten drei potenzielle Risiken für den iPhone-Hersteller: die Störung der Carrier-Subventionen, die Konkurrenz durch ein hypothetisches SpaceX-Smartphone und die Integration von Diensten aus Tesla, SpaceX und Grok AI. Besonders die Subventionspraxis der Netzbetreiber steht im Fokus, denn sie ist ein zentraler Hebel für Apples Absatz in den Vereinigten Staaten.

Jährlich werden über die drei größten amerikanischen Netzbetreiber etwa 53 Millionen iPhones verkauft, wobei durchschnittliche Werbevergütungen von rund 800 US-Dollar pro Gerät gewährt werden. Diese Subventionen helfen, die Nachfrage nach Premium-Modellen aufrechtzuerhalten und Kunden zu regelmäßigen Upgrades zu bewegen. Ein Wechsel von 10 Prozent der Hauptkunden großer Netzbetreiber zu Starlink Mobile könnte Apple schätzungsweise fünf Millionen iPhone-Verkäufe und sechs Milliarden US-Dollar an Umsatz kosten, so die Studie.

Die größere Sorge der Analysten betrifft jedoch die Bewertung von Apple. Im Zentrum steht die Frage, ob reduzierte Subventionen die Preissetzungsmacht für iPhones in den USA und die Nachfrage nach Premium-Geräten schwächen könnten. Für deutsche Anleger ist diese Perspektive insofern relevant, als Apple zu den größten Positionen in vielen globalen Aktienportfolios zählt und die USA der wichtigste Einzelmarkt des Konzerns sind.

Auch Chancen für den iPhone-Hersteller

Neben den Risiken hoben die Analysten ausdrücklich potenzielle Vorteile hervor. Bestehende Netzbetreiber könnten zunächst ihre Werbeaktionen intensivieren, um Kunden zu halten, was die iPhone-Upgrades stützen würde. Da Starlink Mobile mit bestehenden Smartphones kompatibel ist, könnten Kunden, die das Netzwerk wechseln, weiterhin iPhones nutzen, anstatt konkurrierende Geräte zu kaufen.

Apple könnte zudem den Direktverkauf über seine Filialen und Finanzierungsprogramme ausbauen. Niedrigere Mobilfunkrechnungen könnten den Verbrauchern mehr Geld für Hardware und Dienstleistungen lassen. Diese Faktoren könnten die negativen Effekte teilweise abfedern.

Signifikante wettbewerbsbedingte Effekte sind nach Einschätzung der Bank vor dem Geschäftsjahr 2028 unwahrscheinlich. Als Gründe nennen die Analysten den noch laufenden Infrastrukturausbau von SpaceX und die ausstehenden behördlichen Genehmigungen. Die Bank hielt ihre Kauf-Empfehlung für Apple bei einem Kursziel von 370 US-Dollar aufrecht und verwies dabei auf Chancen durch KI-gestützte Geräte sowie anhaltende Ausschüttungen an die Aktionäre.

Für Anleger bleibt die Botschaft der Analyse zwiespältig: Starlink Mobile könnte das US-Verkaufsmodell von Apple langfristig verändern, doch der Zeitrahmen und die Abhängigkeit von regulatorischen Entscheidungen dämpfen die unmittelbare Wirkung. Die Bank of America sieht in dem Szenario daher eher ein Beobachtungsthema als einen akuten Belastungsfaktor für die Aktie.

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