Starbucks startet Beta-App in ChatGPT für Getränke-Inspiration
Der Kaffeeriese integriert sich in ChatGPT, um Kunden bei der Entdeckung neuer Getränke zu unterstützen.

Starbucks hat am Mittwoch den Start einer Beta-App innerhalb von ChatGPT bekannt gegeben. Die neue Funktion soll Kunden dabei helfen, neue Getränke zu entdecken und ihre Bestellungen individuell anzupassen. Damit setzt der Kaffeeriese auf Künstliche Intelligenz als Teil seiner umfassenden Turnaround-Strategie.
Um die Beta-App zu nutzen, müssen Kunden die Starbucks-App zunächst über das App-Verzeichnis von ChatGPT aktivieren. Anschließend genügt ein Prompt, der „@Starbucks" enthält, um Getränke-Inspirationen zu erhalten. Nutzer können ihre Bestellungen individuell anpassen und sogar den gewünschten Filialstandort auswählen.
Ein wichtiges Detail: Der eigentliche Bestellvorgang muss weiterhin über die Starbucks-App oder die Website abgeschlossen werden. Für ein Unternehmen, das stark auf sein Treueprogramm setzt, ist dies ein entscheidender Punkt – denn so bleiben die Kundendaten und Transaktionen im eigenen Ökosystem.
Turnaround-Strategie „Back to Starbucks"
Die ChatGPT-Integration ist Teil der breiteren Turnaround-Strategie des Unternehmens, die unter dem Namen „Back to Starbucks" läuft. Im Rahmen dieser Initiative hat Starbucks wieder mehr Sitzgelegenheiten in den Filialen geschaffen, das Menü gestrafft und die verschiedenen Stufen seines Treueprogramms wiedereingeführt. Zudem fördert das Unternehmen die Entdeckung neuer Getränke bereits über seine mobile App – etwa durch eine Kategorie für Trendgetränke oder das sogenannte „Secret Menu" unter dem Reiter „Angebote".
Die Strategie zielt besonders auf die Generation Z ab. Diese Altersgruppe zeigt im Vergleich zu älteren Generationen eine deutlich größere Affinität zu einzigartigen und individuellen Getränken bei US-Restaurantketten. Die Entdeckung neuer Getränkekombinationen ist daher ein zentrales Element, um diese wichtige Zielgruppe zu gewinnen und langfristig zu binden.
Bisher scheint die Strategie Früchte zu tragen. Nach zwei Jahren mit rückläufigen Besucherzahlen meldete Starbucks für das erste Geschäftsquartal, das am 28. Dezember endete, wieder steigende Kundentransaktionen – ein positives Signal für die Erholung der Kette.
Starbucks und OpenAI: Keine neue Partnerschaft
Die Ankündigung vom Mittwoch ist nicht der erste Vorstoß von Starbucks im Bereich der generativen Künstlichen Intelligenz. Bereits im vergangenen Jahr stellte das Unternehmen „Green Dot Assist" vor – einen KI-Assistenten für Baristas, der auf der OpenAI-Plattform von <a class="tvreplink" target="_blank" href="https://de.tradingview.com/symbols/Nasdaq%3AMSFT">Microsoft Azure basiert. Die Zusammenarbeit mit OpenAI hat bei Starbucks also bereits eine gewisse Tradition.
Starbucks ist dabei nicht allein. Auch andere große Konsumgüterunternehmen testen die Integration in die ChatGPT-Schnittstelle, um ihre Umsätze zu steigern. Zu den bekannten Namen gehören Walmart, Etsy und Booking.com, die das Einkaufen und Bestellen über ChatGPT erproben. Die Entwicklung zeigt, dass KI-gestützte Einkaufserlebnisse zunehmend zum Standard im Einzelhandel und in der Gastronomie werden könnten.
